Gespräche in Athen Troika dringt auf Stellenabbau

Weitere 2,8 Milliarden soll das von einem Staatsbankrott bedrohte Griechenland erhalten. Die Troika, bestehend aus EU, EZB und IWF, ist deshalb zu Gesprächen in Athen – und fordert Zugeständnisse.
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Protestbanner vor dem griechischen Parlament: Weite Teile der Bevölkerung sträuben sich gegen die Sparmaßnahmen der Regierung. Quelle: dpa

Protestbanner vor dem griechischen Parlament: Weite Teile der Bevölkerung sträuben sich gegen die Sparmaßnahmen der Regierung.

(Foto: dpa)

AthenKontrolleure der Troika aus EU, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds dringen bei ihren Gesprächen in Athen auf einen Stellenabbau im öffentlichen Dienst Griechenlands. Das sei ein zentrales Thema bei den in den kommenden Tagen stattfindenden Verhandlungen zur Auszahlung einer weiteren Kreditrate von 2,8 Milliarden Euro für das vom Staatsbankrott bedrohten Euromitglied, verlautete am Sonntagabend aus Kreisen des Athener Finanzministeriums.

Zuvor hatten Vorbereitungsgespräche für die neue Runde stattgefunden. Die Troika bestehe darauf, dass der griechische Staatsapparat reorganisiert und effizienter gemacht werden müsse. Fortschritte würden auch bei der Privatisierung und der Eintreibung von Steuern erwartet.

Interaktive Infografik

Griechenland: Staatsverschuldung von 2007 bis 2012

in Mrd. Euro


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7 Kommentare zu "Gespräche in Athen: Troika dringt auf Stellenabbau im öffentlichen Dienst"

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  • Hier wird leider mit keinem Wort erwähnt, dass die Troika u.a. auch fordert, dass diejenigen Beamten, die sich unter einem falschen Namen (!!) eine Stelle verschafft hatten, entlassen werden (es sind immerhin so viele, dass sie extra erwähnt wurden). Dies wird entrüstet abgelehnt.

    Es fällt wirklich schwer, irgendwelche Sympathien oder gar ein Verständnis für diese abstruse Reaktion zu entwickeln.

    Auf der Suche nach einer Erklärung für das Verschaffen einer Beamtenstelle unter falschem Namen fällt mir übrigens nur ein, dass unter dem echten Namen vermutlich bereits eine andere Stelle existiert und dass auf diese Weise 2x Gehalt kassiert wird.

    Aber selbst diejenigen unter den Beamten, die der Bestechung überführt wurden, kassieren ggf. aus der Haft heraus ihre Bezüge weiter – der Gehaltsteil ist um etwa 50% gekürzt, die Zulagen bleiben auf Normalniveau. Entlassen wurden sie i.d.R. nicht.

    Bevor die Regierung ihre eigene Wählerklientel entlässt, erhöht sie lieber weiter die Steuern und Abgaben für alle anderen.
    Das kann böse enden – z.B. in einem Bürgerkrieg. Den haben wir dann unseren Betonköpfen in der EU zu verdanken, die nicht zulassen wollen, dass ein EURO-Mitgliedsland aus der Währungsunion austreten darf, wenn es anders nicht zu schaffen ist, weil sie ihre eigenen Karrieren retten wollen und die Interessen der Banken und Versicherungen vertreten – anstatt die ihrer Bürger.
    Bei der BT-Wahl also die „Alternative für Deutschland“ wählen!

  • Ist doch immer das Selbe, der kleine Angestellte, der die tägliche Arbeit macht fliegt raus und die Qualität der Verwaltung wird noch mieser. Hauptsache ganz oben schustert man sich die guten Posten zu, wo keiner irgendeinen Plan hat. Das ist so in Griechenland, aber in Deutschland auch nicht großartig anders.

  • Einfach mal den Film, der auf arte kam anschauen, der öffnet die Augen: "Staatsgeheimnis Bankenrettung". Einfach über google suchen.

  • Ich hoffe, dass Griechenland standhaft bleibt. Sonst wird dieser Zirkus niemals enden.

    KEINE WEITEREN EINSPARUNGEN IN GRIECHENLAND, SPANIEN, PORTUGAL, ZYPERN oder ITALIEN! Power to the people!

  • Die Griechen setzen alles darauf, dass Steinbrück die Wahl gewinnt. Steinbrück will die Griechen ja ohne Bedingungen mit Deutschen Steuergeld retten. Also wartet man mit den Sparen ein weiteres halbes Jahr ab. Solange die EZB jedes Finanzierungsloch ohne Bedingungen stopft, hat man auch keine Probleme mit den Warten.

  • Stellenabbau im öffentlichen Dienst? Stände sämtlichen Staaten und vor allem Brüssel sehr gut zu Gesicht. Aber da werden wieder nur die Kleinen gefeuert.



  • Die machen das nicht... Basta.

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