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Gesundheitliche Gründe Horst Köhler gibt Amt als UN-Sondergesandter für Westsahara-Konflikt auf

Als Grund für den Rücktritt hat der ehemalige Bundespräsident gesundheitliche Gründe genannt. Köhler hatte sich um eine Lösung des jahrzehntelangen Konflikts um die Westsahara bemüht.
Update: 23.05.2019 - 04:19 Uhr Kommentieren
Horst Köhler hatte die Aufgabe als UN-Sonderbeauftragter für den Westsahara-Konflikt 2017 übernommen. Quelle: Reuters
Vereinte Nationen

Horst Köhler hatte die Aufgabe als UN-Sonderbeauftragter für den Westsahara-Konflikt 2017 übernommen.

(Foto: Reuters)

New York Altbundespräsident Horst Köhler legt sein Amt als UN-Sonderbeauftragter für den Westsahara-Konflikt nach knapp zwei Jahren nieder. Köhler habe UN-Generalsekretär Antonio Guterres am Mittwoch über seinen Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen informiert, teilte eine Sprecherin der Vereinten Nationen in New York mit. Guterres dankte dem 76-Jährigen für dessen „unermüdliche und intensive Bemühungen“ um eine politische Lösung des jahrzehntealten Konflikts in dem Gebiet, das zwischen Marokko und Mauretanien am Atlantik liegt.

Marokko kontrolliert seit den 70er Jahren große Teile des dünn besiedelten Gebiets, was international jedoch nicht anerkannt wird. Die von Algerien unterstützte Befreiungsbewegung Polisario strebt nach Unabhängigkeit für die Westsahara. Marokko möchte der Region nur Autonomie zugestehen. Zu einem Referendum in dieser Frage ist es bislang nicht gekommen.

Köhler hatte die Aufgabe als UN-Sonderbeauftragter im August 2017 mit Zustimmung der Konfliktparteien übernommen. Zuletzt leitete er im März neue Friedensgespräche. Vor seiner Zeit als Bundespräsident (2004-2010) war der Afrika-Kenner unter anderem Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF).

Über seine Nachfolge als UN-Sonderbeauftragter ist nach Angaben der Vereinten Nationen noch nicht entschieden worden.

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