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Gewalt in Syrien Wirtschaft bricht dramatisch ein

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Die Sanktionen des Auslands dürften die Lage noch verschärfen

Die schlechte Konjunktur lastet schwer auf dem ohnehin strapazierten Staatshaushalt. Um die Unzufriedenheit in der Bevölkerung zu dämpfen, hatte die Regierung im Frühjahr bereits die Ausgaben stark erhöht: Sie hob die Löhne der Staatsangestellten an, die rund ein Drittel aller Werktätigen ausmachen, und subventionierte Nahrungsmittel und Benzin noch stärker. Lahcen Achy vom Think-Tank Carnegie Endowment for International Peace schätzt, dass sich das Budgetdefizit in diesem Jahr auf rund acht Prozent des BIP summieren wird. Der Ökonom rechnet damit, dass das Regime in sechs Monaten ernsthafte Finanzierungsprobleme bekommen wird, wenn sich die Lage nicht beruhigt.

Die Sanktionen des Auslands dürften die Lage noch verschärfen. Zwar verhindert Russland weiter entsprechende Beschlüsse der Vereinten Nationen, aber bereits das vor kurzem verhängte Ölembargo der EU dürfte das Regime empfindlich treffen: Fast der gesamte Ölexport, der rund ein Fünftel der Staatseinnahmen generiert, ging bislang nach Europa.
Assasd ist kaum kompromissbereit.

Verschlechtert sich die wirtschaftliche Lage weiter, dürfte auch die Unzufriedenheit in der Bevölkerung noch zunehmen. Dann muss das Regime befürchten, dass sich auch die privilegierten Schichten in Aleppo und Damaskus stärker auf die Seite der Opposition schlagen.

Trotz anhaltender Proteste, wirtschaftlicher Folgen und internationalen Drucks zeigt sich Assad bislang kaum kompromissbereit. "Die Entschlossenheit scheint nicht nachzulassen, die Proteste gewaltsam zu beenden", sagt Heiko Wimmen, Syrien-Experte der Stiftung Wissenschaft und Politik. Vermittlungsversuche der Arabischen Liga und Russland scheinen kaum Fortschritte zu bringen. Die Opposition gibt sich inzwischen mit nichts weniger zufrieden als dem Sturz des Präsidenten.

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3 Kommentare zu "Gewalt in Syrien: Wirtschaft bricht dramatisch ein"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Is Till Hoppe real? What century is he living in? Why is anybody printing this crap? Journalism at the bottom.

  • Bei soviel menschlichem Leid sollte es auch "Wirtschaftsmenschen" interessieren - unbenommen der leider sehr tendenziösen Darstellung, auch wenn sie sich in den letzten Wochen bereits etwas versachlicht hat und versucht, die Komplexität und Unwägbarkeiten der Situation vor Ort zu berücksichtigen.

  • Na und ? Mal ehrlich wen interessiert es das in Syrien die Wirtschaft einbricht ? Kein Schwein, insofern was soll dieser Artikel ? Syrien interessiert einfach keinen Menschen - ehrlich !