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Giftanschlag in London Skripal-Vergiftung – Putin will Großbritannien bei Ermittlungen helfen

Großbritannien macht Russland für den Anschlag auf den Ex-Spion Skripal verantwortlich. Putin bezeichnet das als Unsinn – und bietet seine Hilfe an.
Update: 19.03.2018 - 14:48 Uhr Kommentieren

„Keine konkreten Beweise gegen Russland“ – Westen dennoch einig

Moskau/London Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich zu einer Zusammenarbeit mit britischen Behörden bei den Ermittlungen wegen der Vergiftung des ehemaligen Spions Sergej Skripal bereit erklärt. In seinen ersten öffentlichen Aussagen über den Vorfall bezeichnete er den Anschlag am Sonntag als „Tragödie“. Gleichzeitig wies er eine Beteiligung Russlands zurück.

„Russland hat dieses Mittel nicht, wir haben alle unsere chemischen Waffen unter Kontrolle internationaler Beobachter vernichtet“, sagte Putin am Rande seiner Wiederwahl zum russischen Präsidenten. Die Anschuldigung der britischen Regierung, dass sein Land an der Vergiftung Skripals und dessen Tochter Julia beteiligt gewesen sei, bezeichnete er als Unsinn.

Putin sagte, er habe aus den Medien von dem Fall erfahren. „Als erstes habe ich gedacht: Wenn das ein militärischer Kampfstoff war, dann wären die Leute auf der Stelle tot gewesen.“ Es sei Unsinn zu glauben, dass jemand in Russland kurz vor der am Sonntag abgehaltenen Präsidentenwahl und vor der für den Sommer dort geplanten Fußballweltmeisterschaft solch eine Attacke verübt haben könnte.

Nach seiner klaren Wiederwahl hat er sich offen für einen Dialog mit dem Westen gezeigt und gegen einen Rüstungswettlauf ausgesprochen. Russland wolle konstruktive Gespräche mit internationalen Partnern, sagte Putin am Montag. Er werde alles tun, um Konflikte zu lösen. Dennoch werde Russland weiter seine nationalen Interessen verteidigen.

Zuvor hatte der britische Außenminister Boris Johnson gesagt, die Spur führe „unaufhaltsam zum Kreml“. Der britischen Regierung lägen „Beweise innerhalb der vergangenen zehn Jahre“ vor, dass Russland nicht nur die Überbringung von Nervenkampfstoffen zum Zweck von Mordanschlägen geprüft habe, sondern auch, dass es Nowitschok geschaffen und gelagert habe, sagte Johnson der BBC.

  • ap
  • dpa
  • rtr
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