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Giftattacke Julia Skripal will keinen Kontakt zur russischen Botschaft

Die Tochter des Ex-Agenten verzichtet auf Hilfe durch die russische Botschaft in London. Auch einer Cousine in Russland erteilt sie eine Absage.
Update: 12.04.2018 - 11:51 Uhr Kommentieren
Die Tochter des ehemaligen Ex-Agenten lehnt ein Hilfeangebot der russischen Botschaft in London ab. Quelle: Reuters
Julia Skripal

Die Tochter des ehemaligen Ex-Agenten lehnt ein Hilfeangebot der russischen Botschaft in London ab.

(Foto: Reuters)

LondonDie bei einem Anschlag vergiftete Tochter von Ex-Spion Sergej Skripal hat Hilfe der russischen Botschaft in London vorerst abgelehnt. Sie sei sich des „freundlichen Angebots“ bewusst, verzichte aber darauf, teilte Julia Skripal in einer von der Londoner Polizei veröffentlichten Stellungnahme mit. Sie finde sich in einem „total anderen Leben“ wieder als sie es vor dem 4. März geführt habe – dem Tag ihrer Vergiftung im englischen Salisbury. Die russische Botschaft zog die Äußerung am Donnerstag in Zweifel.

Die 33-jährige Skripal war vor wenigen Tagen aus dem Krankenhaus entlassen worden. Ihrem Vater geht es mittlerweile auch wieder etwas besser. Man habe sie auf „spezifische Kontakte“ bei der russischen Botschaft hingewiesen, erklärte die Russin. „Momentan möchte ich deren Dienste nicht in Anspruch nehmen, aber wenn ich meine Meinung ändern sollte, weiß ich, wie ich sie kontaktiere.“

Die russische Botschaft hatte kritisiert, dass Großbritannien ihr den Zugang zu den Skripals verweigere. Nach Julia Skirpals Erklärung zweifelte sie deren Echtheit an. Die britischen Behörden müssten beweisen, dass es der 33-Jährigen gut gehe und sie nicht gegen ihren Willen festgehalten werden, hieß es. Großbritannien erklärte, es sei Sache von Vater und Tochter, ob sie mit Botschaftsvertretern zusammentreffen wollten.

Großbritannien macht Russland für den Giftanschlag auf Skripal und dessen Tochter verantwortlich. Nach Einschätzung Londons wurde gegen beide der Nervenkampfstoff Nowitschok eingesetzt. Moskau bestreitet jede Verwicklung. Der Streit hat zu einem diplomatischen Zerwürfnis geführt: Mehr als 150 russische Diplomaten wurden aus westlichen Ländern ausgewiesen. Russland reagierte mit der Ausweisung der gleichen Zahl von Diplomaten aus den jeweiligen Staaten.

Julia Skripal lehnte auch Kontakte zu ihrer Cousine Viktoria ab, die sich im russischen Fernsehen zu dem Fall geäußert hatte. Sie danke ihrer Verwandten für deren Anteilnahme, wolle von ihr jedoch nicht besucht oder kontaktiert werden. „Ihre Meinungen und Einschätzungen sind nicht meine und nicht die meines Vaters“, erklärte Skripal. Großbritannien hat den Verdacht geäußert, dass es sich bei Viktoria Skripal um eine Marionette der russischen Regierung handeln könnte.

  • ap
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