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Giftgasanschlag Internationaler Druck auf Assad wächst

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Andere Staaten kritisieren Syrien scharf

Dabei gab es in der Vergangenheit zahlreiche Belege für den Einsatz chemischer Waffen in dem mittlerweile sieben Jahre andauernden Bürgerkrieg. Allein in 16 Fällen machte die Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen die syrische Regierung eindeutig für Giftgasangriffe verantwortlich.

Auch in Ost-Ghuta wurden bereits Chemiewaffen eingesetzt. Am 21. August 2013 starben mehr als 1400 Menschen durch das Nervengift Sarin. Kurz darauf forderte der UN-Sicherheitsrat Syrien auf, sein Chemiewaffenarsenal zu zerstören. Dennoch kam es danach immer wieder zu Giftgaseinsätzen.

Papst Franziskus verurteilte den Einsatz chemischer Waffen in aller Schärfe. „Es gibt keinen guten oder schlechten Krieg, und nichts, nichts kann den Einsatz solcher Vernichtungsmittel gegen unbewaffnete Menschen und Bevölkerungen rechtfertigen“, sagte der 81-Jährige am Sonntag während eines Gottesdienstes auf dem Petersplatz in Rom.

Zahlreiche Staaten verurteilten den mutmaßlichen Giftgasangriff scharf. Das Auswärtige Amt in Berlin hat sich in großer Sorge geäußert. „Sollte sich das bewahrheiten, worauf im Moment vieles hindeutet, dann hat das Regime – fast auf den Tag genau ein Jahr nach Khan Sheikhoun – erneut international geächtete Waffen eingesetzt und Unschuldige auf grausame Art und Weise getötet. Dies verurteilen wir auf das Schärfste“, teilte ein Sprecher am Sonntag mit. Die Angriffe richteten sich offensichtlich gezielt gegen diejenigen, die in Kellern und Bunkern Schutz und Zuflucht suchten.

„Wir fordern die Unterstützer des Regimes, insbesondere Russland und Iran auf, endlich ihrer Verantwortung gerecht zu werden und in Übereinstimmung mit internationalem Recht für den Schutz und die humanitäre Versorgung der Zivilisten zu sorgen“, erklärte der Sprecher. „Der Kampf gegen den Terrorismus darf nicht als Vorwand dienen, unterschiedslos und mit äußerster Gewalt gegen Männer, Frauen und Kinder vorzugehen. Die Verantwortlichen für diese Verbrechen müssen zur Rechenschaft gezogen werden.“

Der Sprecher des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan sagte, dass alle Angriffe gegen unschuldige Menschen ein Verstoß gegen internationales Recht seien. „In diesem Zusammenhang muss das syrische Regime für solche Angriffe, die es in vielen Teilen des Landes zu unterschiedlichen Zeiten durchgeführt hat, zur Rechenschaft gezogen werden“.

Das britische Außenministerium teilte mit, dass der Angriff, wenn er sich die Berichte als korrekt herausstellten, „ein weitere Beweis für die Brutalität Assads gegen unschuldige Zivilisten“ seien. Die EU forderte Russland und den Iran auf, ihren Einfluss auf den syrischen Machthaber zu benutzen, um die Gewalt zu verringern.

Nach den heftigen Angriffen auf Duma berichtete die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana, dass die Rebellen einem Abzug aus Duma zugestimmt hätten. Alle Kämpfer der Gruppe Dschaisch al-Islam, die Duma kontrollieren, könnten die Stadt sicher verlassen. Zudem würden alle Gefangenen, die sich in der Gewalt der Gruppe befänden, übergeben.

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  • dpa
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