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Gipfeltreffen Kim Jong Un für Gipfel mit Putin in Russland eingetroffen

Der nordkoreanische Machthaber besucht Russland für das Gipfeltreffen zum ersten Mal. Das Gespräch mit Putin soll die Nukleargespräche in Gang bringen.
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Kim Jong Un und Putin treffen sich in Russland

SeoulNordkoreas Machthaber Kim Jong Un ist für sein geplantes Gipfeltreffen mit Kremlchef Wladimir Putin in Russland eingetroffen.

Nach dem Grenzübertritt sei Kim am Bahnhof von Chassan an diesem Mittwoch mit Blumen, Brot und Salz beschenkt worden, meldete die russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf örtliche Behörden.

Die nordkoreanische Hauptzeitung „Rodong Sinmun“ veröffentlichte später Fotos, die Kim beim Salut vor einer Ehrengarde zeigen. Schon am späten Mittwochnachmittag wird Kim im Gipfelort in Wladiwostok erwartet, wo Vizeministerpräsident Juri Trutnew ein Abendessen für den Gast aus Nordkorea ausrichten sollte, berichteten südkoreanische Medien.

Im Morgengrauen war der Machthaber in Begleitung ranghoher Beamter mit seinem gepanzerten Sonderzug aus Pjöngjang abgereist, wo ihn Staatsmedien zufolge Regierungsmitglieder verabschiedeten. Für Kim ist es die erste Russland-Visite, sein Vater Kim Jong Il hatte das Land in dessen Todesjahr 2011 besucht.

Der Gouverneur der Region „Primorje“ postete ein Video auf seinem Instagram-Account, wie Kim am Bahnhof empfangen wurde:

Diesen Dienstag hatte Kremlberater Juri Uschakow bekanntgegeben, dass das Treffen von Präsident Putin und Kim an diesem Donnerstag in der Hafenstadt Wladiwostok stattfinden werde. Der Fokus soll demnach auf dem nordkoreanischen Atomprogramm liegen. Russland gehe es darum, „positive Trends“, die sich aus vorangegangenen Treffen von Kim und US-Präsident Donald Trump ergeben hätten, zu „festigen“.

Der Kreml wolle zudem „Voraussetzungen und eine günstige Atmosphäre schaffen“, um „solide Vereinbarungen zum Problem auf der koreanischen Halbinsel“ zu erzielen“, erklärte Uschakow. Vor rund zwei Monaten war der zweite Gipfel von Kim und Trump ergebnislos abgebrochen worden.

Grund war ein Streit über die US-geführten Sanktionen gegen Pjöngjang: Kim verlangte mit Verweis auf 2018 erfolgte Schritte für eine Teilabrüstung eine erhebliche Lockerung der Strafmaßnahmen. Washington dringt hingegen auf eine unumkehrbare, nachweisbare Abkehr vom nordkoreanischen Atomarsenal, doch hat Kim bisher dazu keine Bereitschaft erkennen lassen.

Ob das Treffen zwischen Putin und Kim die festgefahrenen Nukleargespräche wieder in Gang bringt, ist fraglich. Der russische Präsident könnte den Gipfel dazu nutzen, seinen Einfluss auf die regionale Politik und die Atomdiplomatie auszuweiten.

Pjöngjang will zudem für einen Ausbau des Handels und russische Investitionen für eine Modernisierung veralteter Industrieanlagen, Eisenbahnstrecken und anderer Infrastruktur aus der Sowjet-Ära werben.

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  • ap
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