„Glaubt nicht an seine Strategie“ Ex-Pentagon-Chef fällt Obama in den Rücken

Verteidigungsminister behalten Kritik an ihren Vorgesetzten normalerweise für sich – auch im Ruhestand. Doch Ex-Pentagon-Chef Robert Gates bricht mit dem Tabu. Die Breitseiten auf Präsident Obama haben es in sich.
13 Kommentare
In seinem Buch äußert sich Robert Gates (r.) wenig schmeichelhaft über seinen alten Chef. Quelle: dpa/picture alliance

In seinem Buch äußert sich Robert Gates (r.) wenig schmeichelhaft über seinen alten Chef.

(Foto: dpa/picture alliance)

WashingtonDer ehemalige US-Verteidigungsminister Robert Gates hat in einem Buch scharfe Kritik an Präsident Barack Obamas Afghanistan-Politik geübt. Obama habe seinen Kommandeuren nicht vertraut und nicht an seine eigene Strategie der zeitweiligen Truppenaufstockung im Kampf gegen die Taliban geglaubt, heißt in dem Buch, aus dem US-Medien nun Auszüge veröffentlichten.

Obama habe nur das eine Ziel: Die Truppen aus Afghanistan abzuziehen. Zudem hält Gates dem Präsidenten den Angaben zufolge extrem scharfe Zentralisierung und Kontrolle in Sicherheitsfragen vor – stärker als in den Zeiten von Präsident Richard Nixon.

Auch für Obamas Vizepräsidenten Joe Biden hat Gates in seinem Buch wenig schmeichelhafte Worte übrig. Zwar attestierte er dem Vizepräsidenten, „ein Mann der Integrität“ zu sein. Doch Biden „lag bei nahezu jedem großen Thema der Außenpolitik und der nationalen Sicherheit in den vergangenen vier Jahrzehnten daneben.“

Gates hatte von 2006 bis 2009 dem republikanischen Präsidenten George W. Bush gedient. Obama beließ ihn nach seinem Amtsantritt zunächst im Amt, 2011 ging der heute 70-jährige Gates in den Ruhestand. Das Buch mit dem Titel „Duty: Memoirs of a Secretary of War“ (Die Pflicht: Memoiren eines Kriegsministers) soll kommende Woche erscheinen.

Die Vorwürfe aus dem Ruhestand überraschen. Gates galt bisher als loyal. In ersten Kommentaren hieß es, Gates hätte angesichts solcher Vorhaltungen gegen den Präsidenten eher zurücktreten müssen, als jetzt nachzutreten.

„Er kann Karsai nicht ausstehen“
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: „Glaubt nicht an seine Strategie“ - Ex-Pentagon-Chef fällt Obama in den Rücken

13 Kommentare zu "„Glaubt nicht an seine Strategie“: Ex-Pentagon-Chef fällt Obama in den Rücken"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • @ Benno

    na ja, nicht ganz !

    Ich bin übergewichtig, frustriert und habe nicht wirklich was erreicht im Leben.
    Als Ossi-Tante habe ich jetzt nichts weiter zu tun, als hier rumzustänkern, unter verschiedenen Namen.

    Auch schon mal als FREIDENKER

  • @ Frustrierte-Zonen-Karin

    Lassen Sie mich raten. Sie sind blond und Sie sind Friseuse.

  • aber nur, wenn Freidenker mitkommt.
    Man muss unsere Kommentare immer im Zusammenhang sehen.

  • @Realist

    Ach von mir aus könne ALLE ZUR WAHL GEHEN :)

    Ändern wird sich eh nix...da GELD DIE WELT REGIERT!

    Der Mensch hat sich schon immer den eigenen Untergang geschafft. Allen voran waren es immer Politiker, die ihr Volk ins Verderben stürzten. Oder stimmt die Geschichte etwa nicht?!

    Und wenn der Bürger zu dumm ist, alleine zu handeln, tja...dann muß er da halt durch :)

    Warum ist das Reich und die Weimarere Republik wirklich untergegangen?? Es waren nicht die Politiker, sondern die Wähler, die Hitler gewählt hatten!!!!!!!

    Politiker lassen sich nur ihr Herrscher System vom Volk legimitieren. Solange eine Veränderung der Strukturen und Volksentscheide nicht ins Spiel gebracht werden, wird sich nichts ändern. Schon lustig das alle auf die EU meckern, nur selber nichts ändern wollen. Feiglinge und Untertanen sind die Deutschen wie immer. Die würden doch lieber wieder Nazis wählen als mal selber zu handeln.

  • @ Frustrierte-Zonen-Karin

    Nun, es ist schon bedauerlich, dass der Hort der Glückseligkeit (DDR) nicht mehr existiert. Das bedauern aber zwischenzeitlich nicht mehr nur Leute wie Sie sondern mehrheitlich auch die charakterlosen Wessis. Für Sie persönlich bietet sich aber eine Lösung an sich zu verwirklichen; Sie brauchen nur eine One-way-Ticket nach Nordkorea zu lösen und schon sind Sie wieder im gelebten Sozialismus angekommen der nichts als das Wohl seiner Bürger im Auge hat und zudem friedliebend ist. Was hält Sie noch in dieser schlechten Welt auf? Vermutlich sind es die Sozialleistungen die Sie, wie die meisten Ihrer Gesinnungsgenossen - mit Beratungen durch die "Linke" - auszunutzen wissen.

  • Frustrierte_Zonen_Karin

    Och wer wird denn da immer so verbittert und vorallem so dumm daher kommen :)

    LG vom Intelligenten Ossi :-P

  • Obama wird mir nach diesem Beitrag wieder sympathischer. Er hat sich möglicherweise zu viel vorgenommen, wollte "aufräumen", aber die Macht derer, die ihn "an die Macht" gebracht haben, ist offenbar stärker (an Geldwert). Erst Alexander von der NSA, jetzt Gates vom Pentagon, Bernanke von der FED - noch vor einigen Jahren haben diese Leute in meinem Hirn überhaupt keinen Platz beansprucht. Der Geldadel war schon immer dabei, wenn es um die "Notwendigkeit eines Krieges" ging. Obama brachte wohl nicht die richtige Mitgift mit in's Amt. Weder Vermögen, noch die erforderliche "Coolness", um den Strippenziehern zu gefallen. So betrachtet ist es erstaunlich, dass Mr. President überhaupt noch akzeptiert wird. Das erklärt Vieles, u. a. auch sein Verhalten in Sachen Abhörskandal. Was natürlich nicht die Sache an sich entschuldigt, aber zeigt, dass Obama wahrscheinlich gar nichts tun kann. Genau so wenig wie gegen die Finanzpolitik. Vielleicht gelingt es ihm ja, seine Friedenspolitik tatsächlich - im Rahmen seiner Möglichkeiten - während seiner Amtszeit noch aufrecht zu erhalten.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Kein Politiker der Welt kommt gegen die Superrreichen wirklich an. Anscheinend will man Obama loswerden, da er nicht in der Lage ist, das Gesicht der USA zu schützen (Snowden). Obama ist aber auch nur eine Marionette der Reichen.

  • Tja, lieber Freidenker! Dann sollte man wohl das verblödete Volk, wie Sie es nennen, auf beiden Seiten des Atlantik von Wahlen ausschließen! Dann hätten wir wohl "Ihre" Demokratie?!?

    Schade nur, dass Sie dann kein Wahlrecht mehr hätten!

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%