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Glyphosat-Zulassung EU verschiebt Votum über Unkrautvernichtungsmittel

Entgegen bisheriger Erwartungen werde bei den laufenden EU-Beratungen über die weitere Zulassung des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat nicht mehr mit einer Genehmigung gerechnet. Frankreich soll dagegen sein.
Umweltorganisationen dringen auf ein Verbot des Pflanzenschutzmittels Glyphosat in Europa. Quelle: dpa
Feldarbeit in Mecklenburg-Vorpommern

Umweltorganisationen dringen auf ein Verbot des Pflanzenschutzmittels Glyphosat in Europa.

(Foto: dpa)

Brüssel Die Debatte der Europäischen Union (EU) über die weitere Zulassung des umstrittenen Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat ist Insidern zufolge ins Stocken geraten. Entgegen bisheriger Erwartungen werde bei den laufenden Beratungen nicht mehr mit einer Genehmigung gerechnet, sagten zwei EU-Vertreter am Montag. Die Entscheidung falle nicht in dieser Woche, sondern werde vertagt. Hintergrund sei, dass Frankreich Widerstand angekündigt habe. EU-Diplomaten erklärten zudem, Deutschland wolle sich bei einer Abstimmung enthalten. Aufsichtsbehörden vertreten unterschiedliche Meinungen darüber, ob Glyphosat krebserregend ist. Der US-Agrarkonzern Monsanto vertreibt den Wirkstoff unter dem Markennamen Roundup.

Die EU-Kommission erklärte, die Beratungen würden am Dienstag fortgesetzt. Über das Ergebnis könne noch nichts gesagt werden. Bisher war damit gerechnet worden, dass die EU-Staaten trotz heftiger Proteste von Umweltschützern Anfang dieser Woche die Verwendung des weit verbreiteten Stoffes für weitere 15 Jahre billigen würden. Vorangegangen war ein Streit zwischen verschiedenen Behörden: Die EU-Agentur EFSA hatte im November erklärt, Glyphosat sei wohl nicht krebserregend. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) war derselben Ansicht. Dagegen hatte die Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation WHO zuvor davon gesprochen, dass Glyphosat beim Menschen wahrscheinlich Krebs auslösen kann.

  • rtr
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