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Golfstaaten Die verfeindeten arabischen Ölländer nähern sich nach jahrelangem Streit an

Der saudische König hat den katarischen Emir zu einem Gipfeltreffen nach Riad eingeladen, Grenzverkehr könnte wieder möglich werden. Für deutsche Firmen wäre eine Annäherung eine enorme Erleichterung.
04.01.2021 Update: 04.01.2021 - 20:24 Uhr Kommentieren
Durch das Treffen soll die seit Juni 2017 von Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Ägypten und Bahrain verhängte Blockade Katars aufgeweicht werden. Quelle: dpa
Saudischer König Salman

Durch das Treffen soll die seit Juni 2017 von Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Ägypten und Bahrain verhängte Blockade Katars aufgeweicht werden.

(Foto: dpa)

Berlin Deutsche Firmen, die sich in den Golfstaaten mit Investitionen und im Handel engagieren, können auf eine Deeskalation zwischen den verfeindeten arabischen Ölländern hoffen. Saudi-Arabiens König Salman hat den katarischen Emir, Scheich Tamim bin Hamad al-Thani, zu einem Gipfeltreffen der Monarchen der sechs Staaten des Golf-Kooperationsrates (GCC) nach Riad eingeladen.

Kuwaits Außenminister Ahmed Nassir al-Mohammed al-Sabah erklärte am Montag einem Bericht der Staatsagentur Kuna zufolge, dass die Länder sich auf eine Öffnung ihres Grenzverkehrs geeinigt hätten. Der saudi-nahe Nachrichtensender Al-Arabija berichtete, der Emir von Kuwait, Scheich Nawaf al-Ahmed al-Dschaber Al-Sabah, habe die Einigung mit Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman und dem katarischen Emir Tamim bin Hamad Al Thani am Telefon besprochen.

Damit wird die seit Juni 2017 von Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Ägypten und Bahrain verhängte Blockade Katars aufgeweicht. Der Konflikt und dessen angekündigtes Ende dürften bei dem Treffen das beherrschende Thema werden.

Das ist durchaus eine Überraschung – und hat auch mit der Ankündigung des künftigen US-Präsidenten Joe Biden zu tun, die Beziehungen seines Landes zu Saudi-Arabien zu überprüfen. Sie waren unter Vorgänger Donald Trump besonders intensiviert worden – auch mit Rüstungsabkommen von über 100 Milliarden Dollar und trotz der Vorwürfe erheblicher Menschenrechtsverletzungen gegen die Führung in Riad.

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    Katar waren Förderung des Terrorismus, Einmischung in die inneren Angelegenheiten arabischer Länder vor allem durch die Berichterstattung des Satellitensenders Al Jazeera sowie zu enge Beziehungen zum Iran und zur Türkei vorgeworfen worden. Land-, Luft und Seegrenzen wurden deshalb abgeriegelt, der Handel wurde eingestellt.

    Somit musste Qatar Airways weite Umwege fliegen und Lebensmittel verstärkt aus dem Iran und der Türkei importieren. Katar ließ die Türkei zudem einen Militärstützpunkt im Land ausbauen und unterstützte den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan inmitten der massiven Wirtschaftskrise mit Milliardenkrediten.

    Gute Nachricht für deutsche Unternehmen

    Für deutsche Firmen wäre die Beilegung des Streits eine enorme Erleichterung. Denn vor Verhängung der Blockade waren viele Golf-Geschäfte über Dubai abgewickelt worden, wo die meisten in der Region aktiven ausländischen Unternehmen Dependancen haben. Seither werden Firmen unter Druck gesetzt, mit der jeweils anderen Seite keine Geschäfte zu machen.

    Mehr: Saudi-Arabien streicht trotz Pandemie sein Budget zusammen

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