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„Grace 1“ Briten stellen Freigabe iranischen Tankers in Aussicht

Der britische Außenminister Jeremy Hunt hat mit seinem iranischen Amtskollegen die Freigabe des Schiffs besprochen. Eine Bedingung stellt er allerdings.
Update: 15.07.2019 - 00:07 Uhr Kommentieren
Der Supertanker wurde Anfang Juli vor dem britischen Territorium Gibraltar beschlagnahmt. Quelle: AFP
„Grace 1“

Der Supertanker wurde Anfang Juli vor dem britischen Territorium Gibraltar beschlagnahmt.

(Foto: AFP)

Dubai Großbritannien will einen beschlagnahmten iranischen Öltanke frei geben, wenn der Iran garantiert, dass das Schiff nicht gegen EU-Sanktionen gegen Öllieferungen nach Syrien verstößt. Das teilte der britische Außenminister Jeremy Hunt am Samstagabend mit. Er habe mit seinem iranischen Amtskollegen Mohammed Dschawad Sarif gesprochen und ein „konstruktives Telefonat“ gehabt.

Gegenüber Sarif habe er bekräftigt, dass den Briten nicht die Herkunft des Öls Sorgen bereite, sondern dessen Ziel. Sarif wiederum betonte laut Hunt, der Iran wolle die Lage nicht eskalieren lassen. Hunts Ministerium erläuterte, bei der Beschlagnahmung sei es um die Durchsetzung der EU-Sanktionen gegen Syrien gegangen. Schritte seien unternommen worden, weil das Öl gegebenenfalls ein mit Sanktionen belegtes syrisches Unternehmen erreicht hätte – „nicht weil es aus dem Iran kam“.

Bundeskanzlerin Angela Merkel, die britische Premierministerin Theresa May und der französische Präsident Emmanuel Macron riefen am Sonntag zu einem Ende der „Eskalation der Spannungen“ auf. Sie äußerten sich in einer gemeinsamen Erklärung „zutiefst beunruhigt über die Angriffe, die wir im Persischen Golf und andernorts erlebt haben, sowie über die Verschlechterung der Sicherheitslage in der Region“. Merkel, May und Macron forderten „Zeichen des guten Willens“ von allen Seiten.

Der Teheraner Regierungssprecher Ali Rabiei sagte laut dem iranischen Staatsfernsehen, britische Behörden würden das Schiff freigeben, da das Ziel des Tankers nicht das sei, das sie bekannt gegeben hätten. Zuvor hatten Vertreter des Irans bestritten, dass das Schiff auf dem Weg nach Syrien gewesen sei.

Der Supertanker „Grace 1“ war Anfang Juli vor dem britischen Territorium Gibraltar beschlagnahmt worden. In einem mutmaßlichen Vergeltungsschlag versuchte die iranische Revolutionsgarde später, die Durchfahrt eines britischen Schiffs durch die Straße von Hormus am Persischen Golf zu verhindern.

Mehr: Es wäre fatal, ließe sich Großbritannien in den Iran-Konflikt einbeziehen – immerhin wirkt das Manöver wie eine Unterstützung von Trumps harter Linie.

  • ap
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