Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

„Grace 1“ Supertanker in Gibraltar bleibt festgesetzt

Da die Öllieferung aus dem Iran gegen EU-Sanktionen gegen Syrien verstoßen soll, darf der Supertanker vorerst nicht wieder auslaufen.
Kommentieren
Die Festsetzung des Supertankers wurde per Gericht zunächst bis zum 20. August verlängert. Quelle: AFP
Grace 1-Supertanker

Die Festsetzung des Supertankers wurde per Gericht zunächst bis zum 20. August verlängert.

(Foto: AFP)

Gibraltar, Madrid Der unter dem Vorwurf illegaler Öllieferungen an Syrien seit Anfang des Monats in Gibraltar an die Kette gelegte Supertanker wird mindestens bis Mitte August nicht wieder auslaufen dürfen. Die Öllieferung aus dem Iran soll gegen EU-Sanktionen gegen Syrien verstoßen.

Der Oberste Gerichtshof des britischen Überseegebiets am Südzipfel Spaniens ordnete am Freitag eine Verlängerung der Festsetzung um weitere 30 Tage bis zum 20. August an, wie die Regierung von Gibraltar mitteilte. Außerdem sei für den 15. August eine neue Anhörung anberaumt worden.

Hätte es diesen Justizbeschluss nicht gegeben, hätte man den Öltanker „Grace 1“ nur bis zum Sonntag festhalten dürfen. Der Kapitän und drei weitere Besatzungsmitglieder waren vorübergehend festgenommen worden, sind aber inzwischen wieder auf freiem Fuß.

Der Iran protestierte gegen die Beschlagnahme, bestellte mehrmals den britischen Botschafter ein und forderte, das Schiff sofort weiterfahren zu lassen. Am Dienstag drohte der oberste iranische Führer London mit Konsequenzen. „Diese böswilligen Briten stehlen unser Schiff, betreiben Piraterie und versuchen den Vorfall dann noch als legal dazustellen“, sagte Ajatollah Ali Chamenei.

Zuvor hatte es am vergangenen Samstag Anzeichen einer Entspannung gegeben. Der britische Außenminister Jeremy Hunt stellte eine Freigabe des Schiffes in Aussicht, sollte der Iran zusichern, dass die Ladung nicht für Syrien bestimmt sei.

Nach Angaben des Branchendienstes „Lloyd's List“ stammt das Rohöl an Bord der „Grace 1“ aus dem Iran. Der Supertanker fährt laut der Datenbank BalticShipping.com unter der Flagge Panamas. Eigner soll die Russian Titan Shipping Lines aus Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten sein, die nur dieses Schiff betreiben soll.

Mehr: Anfang des Monats wurde die Weiterfahrt des „Grace 1"-Tankers verhindert – wohl auf Betreiben der USA.

  • dpa
Startseite

Mehr zu: „Grace 1“ - Supertanker in Gibraltar bleibt festgesetzt

0 Kommentare zu "„Grace 1“: Supertanker in Gibraltar bleibt festgesetzt "

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote