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Griechen und Türken uneins Zypern-Gespräche scheitern kläglich

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Hohe Kosten behindern Wiedervereinigung von Zypern

Weiterer Stolperstein sind die Kosten. Eine Wiedervereinigung würde enorme Summen erfordern. 160.000 griechische und 40.000 türkische Zyprer mussten 1974 nach einem griechischen Putsch und einer türkischen Militärintervention aus ihren Dörfern und Städten fliehen. Allein die Entschädigungen derjenigen, die umgesiedelt werden müssten oder nicht in ihre Häuser zurückkehren können, werden auf mehr als zehn Milliarden Euro geschätzt.

Danach müsste noch eine letzte Hürde, vielleicht die schwierigste, genommen werden: Die beiden Volksgruppen müssen das ganze Lösungspaket in getrennten Volksabstimmungen billigen. Ein ähnlicher Plan, den die Uno 2004 ausgearbeitet hatten, scheiterte am Nein der griechischen Zyprer, die ihre Zweifel an der Aufrichtigkeit Ankaras hatten.

Dabei wäre eine Lösung nicht nur im Interesse der Zyprer: Die Republik Zypern ist nämlich eine der strategisch wichtigsten Inseln im Mittelmeer. Dort haben die Briten zwei Stützpunkte. Die EU benutzt immer wieder bei ihren Kontrollaktionen im östlichen Mittelmeer den Hafen der Insel Limassol.

Zudem sind südlich der Insel reiche Erdgasvorkommen unter dem Meeresboden entdeckt worden. Zypern ist zudem der natürliche geopolitische Korridor, der Israel mit Europa verbindet. Aus diesem Grund ist eine Lösung der Zypernfrage wichtig für die gesamte Region und die EU. Sie alle müssen sich jetzt weiter gedulden.

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  • dpa
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1 Kommentar zu "Griechen und Türken uneins: Zypern-Gespräche scheitern kläglich"

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  • "Zypern-Gespräche scheitern kläglich"

    Heißt: Eine muslimische Eroberung ganz Zyperns findet nicht statt.

    Eine Wiedervereinigung kann es nur dann geben, wenn die Festlandstürken, die nach 1974 von der Türkei systematisch angesiedelt wurden und noch werden, die Insel verlassen.