Griechenland 50.000 „Phantom-Renten“ belasteten Staatskasse

Rund 50.000 Menschen haben sich in Griechenland nach offiziellen Angaben im vergangenen Jahr Renten und Pensionen verstorbener Angehöriger erschlichen. Die Behörden ermitteln, sie wollen das Geld um jeden Preis zurück.
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Obdachloser in Thessaloniki: Die prekäre Situation in Griechenland bringt viele Menschen an den Rand der Verzweiflung. Quelle: dapd

Obdachloser in Thessaloniki: Die prekäre Situation in Griechenland bringt viele Menschen an den Rand der Verzweiflung.

(Foto: dapd)

AthenRund 50.000 Menschen haben sich nach offiziellen Angaben in Griechenland 2012 trotz intensiver Kontrollen Renten und Pensionen verstorbener Angehöriger erschlichen. „Das Ministerium wird diese Gelder zurückfordern“, erklärte der griechische Arbeitsminister Giannis Wroutsis am Montag im griechischen Parlament.

Seit dem 1. Januar werden diese Renten nicht mehr ausgezahlt. Die Behörden ermitteln nun gegen die Verwandten. Neue Fälle solle es nicht mehr geben. Mit einem neuen elektronischen Überwachungssystem sollen die Renten- und Pensionskassen direkt mit den Standesämtern ab 1. März verbunden werden. Bei einem Sterbefall soll dann automatisch die Auszahlung der Rente gestoppt werden.

  • dpa
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11 Kommentare zu "Griechenland: 50.000 „Phantom-Renten“ belasteten Staatskasse"

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  • Als Arbeitnehmer in Deutschland sind für mich nicht die Griechen das Problem, wenn schon dann übrigens die Politiker dort!
    Problem ist, dass die riesigen Gewinne der Griechenlandkrise den Banken und Firmeneignern bleiben, die Verluste aber die arbeitenden Bürger tragen.
    Diese Krise ist nur eine neue Form der Umverteilung von Unten nach Oben!!

  • @ Rene

    Wenn ich mir den ganzen Zertifikatehandel ansehe, so ist es schon schick, auf fallende Kure zu setzen, und diese dann mit der eigenen Marktmacht herbeizuführen. Und ich denke GoldmanSachs spielt da eine zentrale Rolle. Mehr will ich dazu nicht ausführen.
    Es wird immer nur von Schulden gesprochen, die alle haben. Bei wem eigentlich? Kann es sein, dass die Gewinner der Krise zu wenig an deren Finanzierung beteiligt werden? Dort liegt das Problem. Und nicht in Griechenland, Spanien etc.

  • Nach 3 Jahren immer noch solche Lücken...Es ist zum verzweifeln für jeden Arbeitnehmer in Dtl., der jeden Morgen aufsteht, der dafür geschröpft wird.

  • Welche "Wetten" denn? Das ist doch nur ein Begriff für Leute, die den eigentlichen Sachverhalt nicht verstehen, genau wie "Heuschrecken", "Spekulanten" und "Turbo-Kapitalismus".
    Die Sachverhalte, die so betitelt werden, begeht der Normalbürger jeden Tag.

  • Wer bettelt denn wirklich? Wir bezahlen die Zocker. die auf Griechenland wetten, und das Land entsprechend der Wetten zerstören!
    Erst werden dort sinnlose Ausgaben im Rahmen der EU getätigt, um das Land abhängig zu machen, dann wettet man auf den Untergang!
    Die Schulden der EU sind die Gewinne der Hedge-Fonds und Banken!
    Wenn man die zur Finanzierung heranzieht, hat das Gezocke ein Ende. Nur solange die Bürger das mitmachen, und nicht nach den Gewinnern der Krise fragen....

    Übrigens, die deutschen Firmen und der Staat haben weit mehr als 100Mrd Gewinn an der Griechenlandkrise allein durch gesunkene Refinanzierungskosten gespart, warum sollte man da also etwas ändern? Artikel wie dieser sind nur zur Steuerung des Pöbels.

  • Aber wir betteln nicht bei anderen Ländern um Milliarden - das ist der kleine Unterschied.

  • Fair bleiben!

    Die Troika hat lediglich festgestellt, dass die Griechen die Auflagen, die man ihnen gestellt hat, erfüllt haben.

    Wenn also immer noch die 50.000 Pseudo-Rentner im System sind, dann haben unsere Politiker eben von den Griechen nicht verlangt, dass sie aus dem System müssen.

    Ganz offensichtlich war das für unsere Politiker, Frau Merkel und Herrn Schäuble, kein Problem. Und da sind wir bei der Anmerkung im Kommentar von @Fredi (nur noch etwas mehr pointiert): "Das ist ja wie bei uns!"

    Es darf einfach nicht sein, dass unsere Politiker über soviel Geld bestimmen, ohne dass sie zur Rechenschaft herangezogen werden.

    Schauen Sie doch dieser Tage nach Berlin. Da werden zwei Politiker mit Mehrheiten der eigenen Koalititionen im Amt bestätigt, obwohl sie einen kaum noch zu überbietenden "Mist gebaut haben".

    Demokratie in Ehren, aber das was sich hier abspielt zu Lasten der Solidargemeinschaft, das ist nicht rechtens. Das ist schlicht Missachtung des Bürgers. Es geht hier um Milliarden, in Sachen ESM sogar um Billionen Euros bei denen Politiker ihre Zuständigkeit einfordern aber die Verantwortung ablehnen.

    Wer zuständig ist, muss verantwortlich sein!
    Wer verantwortlich ist, muss zuständig sein!

    Wenn diese Grundregeln nicht gelten, muss Deutschland als Gesellschaft untergehen.


  • Problem erkennen und Problem beseitigen, zwei paar EU Stiefel. Viel Spass ..... im Schäublekrisenmanagement....

  • Zitat : 50.000 „Phantom-Renten“ belasteten Staatskasse

    Und was haben die Griechen der "Troika" erzählt, um an weitere Milliarden zu kommen ? Von welchen gelungenen Reformen hat dann anschliessend diese korrumpierte Troika und unser " Sparschweinchen auf Rädern" gelabert ?

    Unfassbar, wie man hier Verschei..... wird !

  • Herr Wulf und der Ehrensold. Schneller und besser kann man nicht Kasse machen. Muss der jetzt wieder nach dem Auszug seine Kumpels anpumpen ?

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