Griechenland Ex-Finanzminister wegen Urkundenfälschung verurteilt

Giorgos Papakonstantinou soll die Namen von Verwandten aus einer Liste mit Steuersündern gestrichen haben, bevor er sie an die Behörden weiterleitete. Nun wurde Griechenlands Ex-Finanzminister schuldig gesprochen.
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Rechtsanwälte hatten vor der Verkündung des Strafmaßes noch betont, die Strafe könne fünf Jahre Haft nicht überschreiten. Quelle: dpa
Giorgos Papakonstantinou

Rechtsanwälte hatten vor der Verkündung des Strafmaßes noch betont, die Strafe könne fünf Jahre Haft nicht überschreiten.

(Foto: dpa)

AthenEin Gericht in Athen hat den früheren sozialistischen Finanzminister Giorgos Papakonstantinou wegen Urkundenfälschung zu einer einjährigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt. Das berichtete das staatliche griechische Fernsehen (NERIT) am Dienstag.

Zudem wurde eine Geldstrafe in ungenannter Höhe verhängt. Das Strafmaß war damit niedriger als erwartet. Rechtsanwälte hatten vor der Verkündung des Strafmaßes noch betont, die Strafe könne fünf Jahre Haft nicht überschreiten.

Papakonstantinou hatte nach Überzeugung des Gerichts 2010 aus einer Datei griechischer Steuersünder mit Geldeinlagen in der Schweiz die Namen von Verwandten gelöscht, bevor er sie an die Steuerfahndung weiterleitete. Der ursprünglich erhobene Vorwurf des Amtsmissbrauchs wurde fallen gelassen. Der Ex-Finanzminister bestritt die Vorwürfe.

Hintergrund des Prozesses ist die sogenannte „Lagarde-Liste“ mit den Namen zahlreicher Griechen, die Konten mit großen Vermögen im Ausland hatten. Die Liste wurde von der damaligen französischen Finanzministerin Christine Lagarde an Griechenland übergeben.

  • dpa
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