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Griechenland Gyros-Steuer für die Griechen-Rettung?

Griechenland steht finanziell am Abgrund. Nun sollen offenbar Bürger zur Rettung beitragen, die besonders gerne fettreich essen. Lebensmittel mit hohem Fett-, Salz- oder Zuckergehalt könnten extra besteuert werden.
Update: 30.03.2015 - 13:47 Uhr 19 Kommentare

Grexit, Graccident oder noch ein Hilfspaket - Was wollen die Griechen?

Berlin Kann die Fleischspezialität Gyros zur Rettung Griechenlands beitragen? Im Kampf gegen die leeren Kassen des Landes plant Finanzminister Gianis Varoufakis Berichten zufolge eine Sondersteuer für fettreiche Lebensmittel – darunter auch für Gyros.

Lebensmittel mit hohem Salz- oder Zuckergehalt sollen ebenfalls extra besteuert werden, wie mehrere griechische Medien am Wochenende berichteten. Das Finanzministerium dementierte die Meldungen am Montag nicht. Details wie die Höhe der Steuer waren zunächst unklar. Griechenland wäre nicht das erste Land mit einer „Fett-Steuer“. Dänemark zum Beispiel führte einer derartige Abgabe im März 2011 ein, schaffte diese aber bereits Ende 2012 wieder ab. Ungarn besteuert weiterhin Snacks wie Chips.

Unterdessen gehen die Verhandlungen Griechenlands mit seinen Geldgebern weiter. Das bestätigten Teilnehmerkreise in Brüssel. Nur bei einer positiven Resonanz der Geldgeber darauf kann Griechenland auf die Auszahlung von 7,2 Milliarden Euro Hilfsgeldern hoffen. Die Zeit drängt, da die Athener Kassen fast leer sind und deshalb der Staatsbankrott droht. Am Wochenende hatte es bereits lange Verhandlungen über die Reformliste der Regierung Tsipras gegeben.

Nach Darstellung der Bundesregierung zeichnet sich keine rasche Lösung ab. Bisher lägen keine Vorschläge der griechischen Regierung für konkrete Reformen vor, es gebe daher keine Termine für eine Sitzung der Euro-Gruppe. „Wir werden abwarten, bis die griechische Regierung offiziell ihre umfassende Reformliste vorlegen wird“, sagte der Sprecher des Finanzministeriums, Martin Jäger, am Montag in Berlin. „Wir hoffen, dass jetzt zeitnah eine umfassende Liste mit Reformmaßnahmen vorgelegt wird“, sagte Jäger.

Entsprechend der Vereinbarungen der Euro-Partner vom 20. Februar müsse die griechische Regierung eine umfassende Reformliste vorlegen. Diese werde dann bewertet. Absichtserklärungen reichten nicht, sagte Jäger. Eine Auszahlung der blockierten Kreditraten sei an eine Umsetzung der Reformen gebunden. Maßnahmen müssten auch vom griechischen Parlament verabschiedet werden. Bei wesentlichen Programmänderungen wiederum müsste der Bundestag einbezogen werden.

Der Vize-Präsident des Europäischen Parlaments, Alexander Graf Lambsdorff (FDP) hat dafür plädiert, notfalls ein Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro hinzunehmen. Wenn das Land weiterhin nicht bereit sei, seinen Partnern auf Papier eine Liste glaubhafter und nachprüfbarer Reformvorhaben vorzulegen, „müsste man gegebenenfalls auch einen Bruch, einen Grexit riskieren“, sagte Lambsdorff am Montag im Deutschlandfunk. Dann müsse man einen Plan erarbeiten, wie man dem Land nach dem Ausscheiden aus der Euro-Zone hilft.

Lambsdorff erfreut parteiinterne Kritiker
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19 Kommentare zu "Griechenland: Gyros-Steuer für die Griechen-Rettung?"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Fordert die AFD nicht seit ihrem Bestehen einen Grexit

    >>Der Vize-Präsident des Europäischen Parlaments, Alexander Graf Lambsdorff (FDP) hat dafür plädiert, notfalls ein Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro hinzunehmen<<

    Fordert die AfD nicht seit ihrer Gründung einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone. Wurde sie auch deshalb von den etablierten Parteien aufs übelste angefeindet, verhöhnt und beschimpft - auch

  • " „müsste man gegebenenfalls auch einen Bruch, einen Grexit riskieren“,"

    Richtig Herr Alexander Graf Lambsdorff , absolut richtig !

    Man hat ja auch die Aufnahme ungeeignete Länder als Risiko gewollt "hingenommen", dann finde ich, das man es bei einem Austritt auch dieses Risiko eingehen sollte !

    Hätte man damals eine Volksentscheidung zugelassen in D, dann wäre uns vieles erspart geblieben! Auch der griechischen, unschuldigen Bevölkerung !

    Die TV-DoKu : >> Ausverkauf unserer Demokratie <<
    Da spielte die FDP keine Nebenrolle !!!

    Die Fesselung unserer Politik durch den parasitären, kranken Lobbyismus in Deutschland, ist einer der Gründe, warum es in vielen Bereichen aus dem Ruder läuft in unserem Land, auch in der EU !


  • Finde ich gut: Gyrossteuer, denn wir zahlen auch Giro-Konto-Kosten!

    Aber ehe es hier dazu kommen soll, erst einmal eine Dumm-Schwaetzsteuer fuer Politiker einfuehren!
    Und diese fuer Ihre Taten der Steuerverschwendung in Regress nehmen!

    Wir haben: Zuckersteuer .. Sektsteuer etc.. Mineraloelsteuer, Umweltsteuer aufs Benzin und Energiesteuer fuer teuer gewonnenen Strom.., Vergnuegungssteuer,
    GEMA Gebuehren, Rundfuck-Gebuehren der ARD & ZDF !!!

    ja und dann am Deutschen Gyros-Tempel:

    19 %MWST auf Bratwurst zum Mitnehmen, 7 % auf Bratwurst-Fressen an der Pommesbude...! und sind so doof, und zahlen 2.00 Euro fuer Schale Pommes Frites “a la TO GO”, an denen der Staat mindestens die 38.Euro-Cent = 75 Pfennig MWST kassiert!

    da passt doch eine Fettfress-Steuer genauso rein, wie Tabak-& Alkohol-Steuer!
    oder eine Reifen-Steuer, fuer die Strassennutzung....die zum 1. April 2016 eingefuehrt wird, weil Doofrind mit der Maut nicht klar kommt!

    oder gleich AFD waehlen und Mitglied werden!

    AFD Mitglieder bekommen am Jahresende dann eine Dividende ausgeschuettet aus den erwirtschafteten Partei-Einnahmen!
    Das sind doch beste Aussichten und eine alternativlose Motivation, dort einzusteigen...

    die macht dann eine Partei-Niederlassung auf in Piraeus: AFG ....fuer oder besser gegen die “greasy” Greeks !


  • Wenn man bedenkt, dass die Griechen bislang noch gar nichts auf den Weg gebracht haben, könnte man fast versucht sein, zu glauben, dass sie es jetzt anpacken. Schäuble wird sicher gleich wieder posaunen, die Griechen seien auf einem guten Weg. AfD wählen! Sonst wird Deutschland platt gemacht!

  • Hallo Herr Weise,
    die Antwortfunktion scheint ja doch zu funktionieren. Ich meine nicht Kapitalerträge von Griechen im Ausland. Die wird man wohl kaum besteuern können. Ich meine die ganz normale Einkommenssteuer. Ich arbeite häufig auf internat. Projekten. Wenn da mal Griechen dabei waren, so zahlten die alle keine Steuern. Zur Not liefen die Einnahmen über Zypern.

  • Also als bekennender Griechenlandfreund gebe ich jetzt mal folgende Theorie zum Besten:
    Die aktuelle griechische Regierug hat kein Interesse Griechenland weiter im Euro zu halten. Es gibt eine klare, aber nicht öffentlich kommunizierte Exitstrategie. Sie wird deshalb nicht öffentlich kommuniziert, weil es noch zu viele Zweifel in der giechischen Bevölkerung an einem erfolgreichen Exit gibt. Deshalb wird jetzt strategisch darauf hingearbeitet, dass die EU, mit Deutschland vorneweg den schwarzen Peter haben wird und Tsipras, Varoufakis und der Syriza gar nichts anderes übrig bleibt, als aus dem EURO auszutreten. Ich denke der Schritt wird noch dieses Jahr vollzogen und zwar in der zweiten Jahreshälfte.

  • Es wird immer abstruser; welchen nächsten ausgemachten Schwachsinn lassen sich Politiker un die Presse demnächst einfallen?

  • Herr Gerle (die Antwortfunktion funktioniert ja beim Handelsblatt nicht): Diese Behauptungen zu nicht versteuertem Einkommen kennen wir zu Genüge aus der Schweiz. Sie dienen in erster Linie einer öffentlichkeitswirksamen Positionierung der deutschen Regierung und werden von der deutschen Presse in aller Regel unreflektiert abgedruckt. Vermutlich wird dieser Unsinn auch noch verbreitet werden, wenn sich Negativzinsen allgemein durchgesetzt haben und Kapitalvermögen nur noch Verluste erzeugen. Das die im Ausland gelegenen Vermögen reicher Griechen wirklich rechtswirksam besteuert werden können, ist wahrscheinlich nicht mehr als ein feuchter Traum von Herrn Schäuble.

  • Grandiose Idee! Tarama, Souflaki und Moussaka werden mit 100% besteuert, am besten gleich EU-weit - wegen der Gerechtigkeit. Und der Verzehr von Heinz-Ketchup, McDonalds und Kraft - Müsli wird mit einer Steuergutschrift belohnt. Das wäre eine schöne Morgengabe für die TTIP Verhandlungen und wird in Washington sicher goutiert.

  • Der bisherigen Berichterstattung zur griechischen Tragödie habe ich entnommen, dass Griechenland Probleme damit hat, Steuern einzutreiben. Angeblich schulden die Griechen ihrem Land über 70 Mrd. EUR Steuern. Da ist es irgendwie skuril, neue Steuern zu erfinden. Die werden doch genauso nicht eingetrieben.

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