Griechenland-Hilfe Finanzminister einigen sich auf Griechen-Hilfe

Nach zwölfstündigen Verhandlungen haben sich die Euro-Finanzminister auf ein zweites Rettungspaket für Griechenland geeinigt. Die privaten Gläubiger und die Europäische Zentralbank mussten weitere Zugeständnisse machen.
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Neue Milliardengelder zur Begleichung der griechischen Schulden

BrüsselDie Euro-Finanzminister haben sich auf ein zweites Hilfspaket für Griechenland im Volumen von 130 Milliarden Euro geeinigt. Sie beschlossen am Dienstagmorgen nach gut zwölfstündigen Beratungen in Brüssel auch stärkere Kontrollen der griechischen Politik und ein Sperrkonto, von dem die Schulden zurückgezahlt werden sollen. Die öffentlichen Hilfen blieben wie schon im Oktober vereinbart bei 130 Milliarden Euro.

Ein Teil der neuen Kredite fließt auf ein Sperrkonto, damit Athen seine anfallenden Schulden künftig auch zurückzahlen kann. Der Schuldendienst hat Vorrang vor anderen Staatsausgaben. Auf dem Konto muss ausreichend Geld für die Schuldentilgung der folgenden drei Monate liegen.

Das Ziel, Athens Gesamtschuldenlast bis 2020 auf 120 Prozent der Wirtschaftskraft zu reduzieren, wurde knapp verfehlt und auf 120,5 Prozent nach oben korrigiert. Mit den Maßnahmen aus dem ursprünglichen Rettungspaket hätten die Schulden nur bis 129 Prozent gesenkt werden können. Das ergab eine Analyse der Troika - aus Experten von EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds (IWF). Dank weiterer Zugeständnisse der privaten Gläubiger soll die Gesamtschuldenlast nun bis 2020 auf 120,5 Prozent gedrückt werden.

Statt nur auf die Hälfte der Forderungen zu verzichten, haben sich die privaten Gläubiger und die Euro-Finanzminister nun auf einen Verzicht von 53,5 Prozent geeinigt. Das geht aus der Abschlusserklärung des Treffens hervor.

Der Rest der Privatschulden wird in neue Anleihen mit Laufzeiten von elf bis 30 Jahren umgetauscht. Dafür erhalten die Banken geringe Zinsen von zwei bis 4,3 Prozent. Die internationalen Geldgeber „versüßen“ den Banken den Schuldenumtausch, indem sie die neuen Anleihen mit 30 Milliarden Euro absichern. Griechenlands Regierungschef Lucas Papademos sowie Finanzminister Evangelos Venizelos trafen sich für die Verhandlungen mit den privaten Gläubigern parallel zu dem Treffen der Eurogruppe mit dem Vertreter des Internationalen Bankenverbandes IIF, Charles Dallara, Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann sowie Jean Lemierre von der französischen Großbank BNP Paribas in Brüssel.

Als öffentlicher Gläubiger soll auch die Europäische Zentralbank (EZB) einen Beitrag zur Entschuldung Griechenlands leisten und künftige Gewinne aus ihren Beständen griechischer Staatsanleihen an die Mitgliedstaaten ausschütten. Die EZB werde Gewinne aus griechischen Staatsanleihen an die Nationalbanken der Staaten auszahlen, bestätigte der Vorsitzende der Euro-Finanzminister Jean-Claude Juncker am Dienstagmorgen in Brüssel.

Maßgeblich für die Gewinne wäre der jeweilige Anteil der Länder am EZB-Kapital. Die nationalen Notenbanken geben die Gewinne aus ihren Griechenland-Krediten an Athen zurück. Das soll die Schuldenlast Athens um 1,8 Prozentpunkte senken.

IWF lässt Beteiligung offen
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46 Kommentare zu "Griechenland-Hilfe: Euro-Finanzminister einigen sich auf 130-Milliarden-Paket"

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  • Die Insolvenz GR`s ist seit 2 Jahren mit ein bisschen Verstand vorauszusehen. Aber wir müssen den EURO retten, sagt die Kanzlerin. In Wahrheit versenken wir den EURO, je länger es mit GR dauert, umso tiefer. Bei 2% Anteil von GR am Wirtschaftsvolumen des EURO-Raumes zuckt der EURO mal eben kurzfristig, dann ist das GR-Thema für den EURO-Raum vorüber. Bei einer Arbeitsproduktivität von gerade mal 16,50 € pro Stunde (D hat 39,60 €) muss sich erst mal die ökonomische GR-Mentalität an Normaleuropa anpassen. Keine wirksame Steuerverwaltung, Kapitalflucht ins Ausland, kein Kataster, hohe Zulagen, Höchstrenten und Pensionen - ja keine wirkliches Ende ein Sicht. Der GR-Präsident verzichtet, daher bekannt, auf sein Jahressalär von 400.000 € bei knapp 11 Mio Einwohnern. Der deutsche Bundespräsident erhält bei 81 Mio Einwohnern 199.000 € p.a. Ohne weitere Kommentare- so können noch so viele Rettungsschirme nicht helfen. Nur der Wechselkursmechanismus mit der Drachme führt zur Sanierung, hoffentlich...

  • Die Politiker wollen, daß Naturgesetze für sie nicht gelten. Deshalb haben sie wider jegliche ökonomische Vernunft den Euro so eingeführt, daß eine Rückkehr zur nationalen Währung automatisch bedeutet, die EU zu verlassen. Der Euro ist ein politisches Projekt; kein €-Land darf pleite gehen, sagt Frau Merkel und jubelt uns seit 2 Jahren unter dem Beifall aller Parteien und offenbar auch der Presse eine Transferunion unter, erst verborgen, jetzt offenbar. Die Transferunion war offenbar von Anfang an beabsichtigt - entgegen aller Verträge (Maastricht, etc.). Das politische Projekt wird solange wider jegliche wirtschaftliche Evidenz durchgehalten, bis alle Länder pleite sind. Um das zu verzögern, werden wir Maßnahmen erleben, die einer Demokratie unwürdig sind - doch das interessiert die politischen Eliten nicht. Wie stoppen wir diese Entwicklung jetzt? Auf demokratischem Weg offenbar nicht, weil es keine einzige Partei gibt, die sich dieser Entwicklung entgegen stemmt.

  • "Griechenland Hilfe"?
    Kann mir mal jemand von den geistig Umnachteten erklären, was er mit Griechenland Hilfe meint, außer die Leser zu verarschen?

    Was kommt denn von den hunderten von Milliarden, die anderen abgepresst werden in Griechenland an?
    Wer ist Griechenland? Ist es das Volk? Sind es die Banken in Griechenland? Sind es die Banken in der übrigen Welt? Sind es die griechischen Politiker? Sind es die EURO Politiker? Sind es die nicht legitimierten EURO Erpresser?

    Wer erhält von denen die so gerühmte Griechenhilfe?

    Journalismus ist was Anderes!

  • Falsch!
    Als Finanzbeamter sind sie zukünftig in Deutschland noch weniger sicher, als in Griechenland.
    Dort müßten Sie nur ihr berufliches Verhalten beibehalten.

  • Die Griechen bekommen immer wieder Geld. Man will die Griechen um jeden Preis in der Euro-Gruppe halten, das sagt ja nicht nur Frau Merkel öffentlich. Das ganze Theater um die Auflagen und Sparbeschlüsse an Griechenland sind doch nur Schmierentheater um die Öffentlichkeit zu beruhigen. Man gaukelt der Öffentlichkeit vor, dass die Griechen dem Sparprogramm ja nun zugestimmt haben und die Griechen damit nun in der Lage sind aus dem Dilemma herauszukommen.

    Nach einigen Wochen stellt man dann (verwundert) ??? fest, dass Griechenland immer weiter ins Chaos und in die Rezession abrutscht. Dass das Geld fliessen wird. das war von vorneherein klar, nur hat man ein riesiges Schmierentheater darüber aufgezogen. Die ganze Zeit hat immer Geld an GR bezahlt und hinterher festgestellt, dass das Geld weg ist. ohne dass es dort besser wird. Im Gegenteil.
    Schäuble will deutsche Finanzbeamte nach Griechenland schicken. Schäuble ist doch total weltfremd. Ich denke als deutscher Finanzbeamter, der die Griechen finanziell rupfen soll, wäre man seines Lebens dort nicht sicher !!

  • Ich weiß nicht, was die Jammerei soll.

    GR wird "gerettet" mit nicht existenten Papiermilliarden. Die gibt es nicht wirklich, aber GR könnte sowieso nichts zurückzahlen. Insofern wird keinem geschadet.

    Dagegen ist der Dax seit August 2011 von 4965 Punkten in mehreren Wellen auf nunmehr fast 7000 Punkte gestiegen und niemand wurde daran gehindert, trotz Schuldenkrise und Rezessionsangst von dieser Entwicklung zu profitieren: don´t waste a crisis!

  • PAPPERLAPAPP - GRIECHENLAND IST PLEITE!
    Aus jedem Kommentar ist zu lesen, daß der Wechsel in die System-Kriminalität dann doch überraschend zementiert wurde. Eine Zentralbank, die keine Zentralbank mehr ist, ein Währungsfond, der den Titel "International" wahrlich nicht verdient und Brüsseler Eurokraten, die ohne ein Wimpernzucken ins "Milieu" wechselte.
    Dabei ist das Verheerendste der Erkenntnisgewinn und das Bewußtwerden der Folgen für den griechischen Durchschnittsbürger.
    Auch mache man sich nichts vor: Wie anders als staatskriminell und staatsverbrecherisch, kann dies nur als Wandlung von Regierungen Europas in die von Juntas diskreditiert werden.
    SPEZIELL VON DER ZUNEHMEND BEDEUTSAMEN ISLAMISCHEN WELT!

  • Vorläufig bis zum nächsten Paket haben wir die Chance verloren, das korrupte Regime in meiner GR-Heimat zu zerschlagen. Es kann nicht sein, dass alle Politiker der EU so dumm sind, es steckt etwas anderes im Hintergrund. Auf jeden Fall zahlen die einfachen Menschen in GR die Zeche und sie wissen nicht was los ist, die Medien haben sie desorientiert, alle schimpfen gegen Germany, der Eurobond soll her, er ist von der SPD und den Grünen versprochen worden ! Mein lieber Mann, für was für einen Staat (germany) zahle ich meine Steuern und Abgaben !

  • Guten Tag Zusamman!
    Das war ja mal wieder klar, und ein Zeichen das die EU nicht funktionieren kann. Der grösste Teil der 130 Milliarden kommt doch sowieso aus Deutschland. Also schönen Gruss an alle Steuerzahler. Hier geht es doch nicht mehr um Politik, sondern hier versuchen alle nur noch die Kohle zu retten die sowieso schon weg ist. Ich weiss nicht wo der ganze Scheiss noch hin führen soll. Ich finde das Deutschland das Geld lieber ins eigene Land investerien und damit stärken sollte. Und dann sollte Griechenland aus der EU ausgeschlossen werden. Dann hat das Ganze Theater wenigstens ein ende.

  • @ arist

    Nein, wir sind längst bei Fantastillionen.

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