Griechenland-Hilfen Athen will Reformvorschläge vorlegen

Am kommenden Montag will Griechenlands Finanzminister Varoufakis ein Dossier mit sechs Reform-Vorschlägen vorstellen. Sollten die Maßnahmen schnell umgesetzt werden, könnten noch im März weitere Hilfsgelder fließen.
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Griechenland: Reichen die Reformen?

AthenGriechenlands Finanzminister Giannis Varoufakis hat die baldige Vorlage von konkreten Reformvorschlägen angekündigt. Am kommenden Montag werde er „ein Dossier mit sechs Vorschlägen vorstellen und mit unseren Partnern über Maßnahmen diskutieren, die umgehend umgesetzt werden können“, sagte Varoufakis am Dienstag in einem Interview mit dem Sender Star TV.

Er reagierte damit auf einen Vorschlag des Vorsitzenden der Eurogruppe, Jeroen Dijsselbloem, wonach bei entsprechenden Reformen die Auszahlung weiterer Finanzhilfen bereits im März möglich sei.

Es gebe Maßnahmen, die umgehend ergriffen werden könnten, sagte Dijsselbloem der britischen Tageszeitung „Financial Times“ vom Montag. Sollte rasch damit begonnen werden, werde „zu einem bestimmten Zeitpunkt im März möglicherweise eine erste Tranche fließen“.

„Dies erfordert aber Fortschritte, nicht bloße Ankündigungen“, sagte Dijsselbloem. Varoufakis sagte dazu, dies sei „überhaupt kein schlechter Vorschlag“. Er betonte zugleich, Griechenland sei in der Lage, seine im März insbesondere beim Internationalen Währungsfonds (IWF) fälligen Schulden zu begleichen.

„März ist geregelt. Wir sind dabei, die Mittel für den ganzen Zeitraum der vier Monate zu sichern“, sagte Varoufakis in dem Interview. Griechenland und die Eurogruppe hatten sich Mitte Februar geeinigt, das eigentlich Ende Februar auslaufenden Hilfsprogramm um vier Monate zu verlängern.

Bedingung dafür war die Verpflichtung Athens zu Reformmaßnahmen. Diese Vorschläge sollen bis April von der Eurogruppe geprüft werden. Erst anschließend soll Athen eigentlich weitere Finanzhilfen erhalten. Der Bundestag stimmte der Verlängerung des Hilfspakets am Freitag zu.

  • afp
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  • Neues Geld für Griechenland
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    Man spricht von einem dritten "Hilfspaket" für Griechenland in Höhe von 50 Milliarden Euro.

    Angeblich laufen in der Euro-Zone bereits Gespräche über ein drittes Hilfspaket für Griechenland. Dabei gehe es um eine Summe von 30 bis 50 Milliarden Euro, sagte Spaniens Wirtschaftsminister Luis de Guindos in Pamplona.

    Das wird wohl auch kommen denn Griechenland ist pleite.
    Um seine Schulden beim IWF bezahlen zu können, plündert Vatoufakis die Rentenkassen.

    Schon jetzt ist Athen in akuter Geldnot. In diesem Jahr muss die Links-Rechts-Regierung insgesamt gut 17 Milliarden Euro Schulden zurückzahlen.
    Die Frage ist nur: Wovon?

    Aber die Griechen wurden schon in der Bibel beschrieben:
    Sie säen nicht, sie ernten nicht, aber trotzdem ernährt sie der europäische Steuerzahler!

  • Na klasse!Man darf gespannt sein,was Herr Varoufakis aus dem Hut zieht:Selber gemalte Euros,den Hütchenspielertrick oder eine von vielen Zusicherungen,die er hinterher bricht("konstruktive Ungenauigkeit...).Absehbar ist die Reaktion der Eurogruppe.Egal, mit was er ankommt, man wird ihm daraufhin ein paar Milliarden in den Rachen schieben.Ist ja alternativlos.Und irgendwann in 4 Monaten entscheidet das"Stolze Volk",ob sie uns sofort in den Hintern treten und die Finger heben oder vorher noch 40-50 Mrd. mitnehmen.Schön zu wissen, wofür man hier Steuern zahlt.

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