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Griechenland in der Schuldenkrise Europas vergiftete Hilfe

Griechenland lebt am Tropf der EU-Partner und des IWF. Heute muss der griechische Ministerpräsident erneut Sparpläne vorlegen, um weitere Gelder zu bekommen. Doch die gut gemeinte Unterstützung hat fatale Nebenwirkungen.
03.06.2011 - 10:10 Uhr 30 Kommentare
Demonstranten vor dem Parlament in Athen haben Ministerpräsidenten Papandreou als Clown geschminkt. Quelle: dapd

Demonstranten vor dem Parlament in Athen haben Ministerpräsidenten Papandreou als Clown geschminkt.

(Foto: dapd)

Es ist eine erniedrigende Prozedur. Erneut muss Griechenlands Premierminister Georgios Papandreou heute zum Rapport beim Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker antreten. Muss seine neuesten Sparvorschläge vorstellen und weiß doch: Er hat keine Chance.

Keine Chance, ein Sanierungsprogramm vorzulegen, das die europäischen Partner restlos überzeugt, dass ihre Hilfsgelder gut angelegt sind. Und zugleich keine Chance, seine Mitbürger in Griechenland davon zu überzeugen, dass es zu harten und schmerzhaften Einschnitten keine Alternative gibt.

Griechenland ist wie ein Süchtiger im Methadon-Programm. Seine Droge sind die Staatsschulden. Die Kredite der europäischen Partner und des IWF sind die legale Ersatzdroge, die den Übergang zum echten Entzug erleichtern soll. Es ist alles gut gemeint. Doch die Hilfen zögern die Genesung mittlerweile immer mehr hinaus. Und die Nebenwirkungen sind so stark, dass sie das gesamte Programm in Frage stellen.

Papandreou ist in einem fast unlösbaren Dilemma. Die Sparvorschriften der Partner sind hart und gehen für das Land über die Schmerzgrenze hinaus. Aus Sicht der EU-Länder verständlich: Sie möchten ihr Geld nicht in ein Fass ohne Boden schütten. Schließlich müssen sie sich auch gegenüber ihren eigenen Bürgern rechtfertigen. Deswegen mischen sich jedoch unter sinnvolle ökonomische Forderungen mehr und mehr populistische Wünsche.

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    30 Kommentare zu "Griechenland in der Schuldenkrise: Europas vergiftete Hilfe"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Du schreibst hier laufend und keinen intressierts, Tessa vergisst ein Klick und die Demo geht los, weisst du warum ?

    • Klar ist "die internationale Eliten" auch nur eine Pauschalisierung. Allerdings geht's mir auch vielmehr darum, herauszustellen, dass die gängige Argumentationslinie mit alten und neuen nationalen Ressentiments hantiert, die aber den eigentlichen Konflikt zwischen Mächtigen und Machtlosen ausblendet.

    • Wir haben leider keine Wehrmacht mehr, 1941 war man mit unserer Anwesenheit in Griechenland nicht einverstanden und vorher hat man sich keine Mühe gegeben, sich in ein positives Verhältnis zum Deutschen Reich zu bringen (die Italiener hätten Euch dann nicht überfallen!), man hat sich eher an die Versprechen des hegemonialen Englands gehalten und nach dem Krieg dann noch einmal selbst das eigene Land auf den Kopf gestellt und zerstört und ist den sozialistischen Parolen und den Gewerkschaftsforderungen nach einem "leistungslosen" Wohlstand für alle gefolgt - aus naiver Bequemlichkeit mangels einer aufgeklärten bürgerlich-demokartisch gesinnten Zivilgesellschaft! Dafür wird Griechenland nun die Rechnung präsentiert, von den beiden größten Weltmächten, die ohne menschliches Personal und ohne Waffen auskommen:

      1. Weltmacht: Die Wahrheit

      2. Weltmacht: Die Realität

      Jammern hilft bei denen nicht und wir aufgeklärten Deutschen haben die Schnauze voll, nach der "Nazi-Keule" und den Milliarden, die man us abgenötigt hat, auch noch das Gejammere angetragen zu bekommen! Ihr habt doch noch Eure alten MPi40, Sten Mk5, Brownings, vielleicht einw alte Enfield oder einen K98k, P38 oder "08 Parabellum" im Keller oder den Weinbergshütte, holt sie raus, putzt sie, knallt probeweise ein paar Olivenbäume oder leer Ouzo-Flaschen weg und dann: Auf nach Athen zum "Aufräumen"!

    • Propaganda für die ganz Dummen, für Flachhirne!

    • Eenn dann bitte ECCCP.

      (J)Evropskij Sojus Sizialistitsheskich Sowjetskich Respulikov

      - ponimaljesh, towaritsh?

      privijet! poka! Vodka pomogajet wsegda!

    • Sie haben das Problem bestens erkannt.

      Ich frage mich schon lange, warum einige so vehement gegen eine Umschuldung Griechenlands sind.
      Ich denke, es geht um Macht und nur um Macht.
      Bei seiner Rede zu diesem dämlichen Karlspreis hat ja Trichet die Katze aus dem Sack gelassen mit seiner Forderung nach einem europ. Finanzministerium.
      Man will keine freien Staaten mehr in Europa sondern eine große europ. sozialistische Diktatur.
      Und nur darum geht es.
      Vor der Einheit wären diese Ideen wohl umgehend ab geschmettert worden. Seit der Einheit haben sich die alten Kommunisten/Sozialisten auch bei uns aus ihren Löchern getaut und geben leider heute den Ton an.

    • Das was Griechenland braucht ist etwas ganz anderes: Griechenland braucht hilfe dabei, seine gesamte politische Kaste verhaften und verurteilen zu lassen für jahrzehntelange und anahltende Korruption und Selbstbereicherung in für deutsche Verhältnisse unfassbaren Dimensionen. Das griechische Volk demonstriert nicht, weil es sich zu fein ist, Staatsausgaben gekürzt zu wissen. Das giechische Volk demonstriert deshalb, weil der Staat völlig verschuldet ist aufgrund der jahrzehntelangen Vetternwirtschaft der Politik, die sich räuberisch persönlich bereichert hat, und nun das arme Volk die Zeche zahlen soll durch Einschnitte, die einen großteil der Bevölkerung verarmen lassen wird und viele Unternehmer in die Insovlenz zwingt. Griechenland kann sich alleine nicht von den korrupten Herrschern befreien, dafür ist die mafiöse Korruption zu fest im Sattel. Dafür benötigt das Volk dringend die Hilfe von außen!

    • stimmt genau, wir selbst sind die schuldigen an dieser sache- weil wir den hals nicht voll genug kriegen können hier und die deutschen renditeschinder und zinsabsahner besten einfluß bei madame merkel haben. die grichen sind ja nur der spielball, der dem bankengeschacher hilflos ausgeliefert ist. Die 60 % export nach europa sind keine gute entwicklung !! das macht die deutsche Exportindustrie reich, aber es macht europa kaputt !!

    • Moika mit Ihren Schönwetter-Prognosen kommen wir auch
      nicht weiter .

      Fakt ist ,daß wir eine tiefgreifende,politische Wende
      bekommen .

      Da hilft auch kein Gas-Gerd als Alibi weiter !

    • Was hier in den Kommentaren zu lesen lesen ist, kann einem vor Gram schon mal die Tränen in die Augen schießen lassen. Ein Kommentator versteigt sich sogar zu der Aussage, in der Regierung gäbe es Pläne zu einer umfassenden Volksenteignung. Entschuldigung, aber das ist nur noch hahnebüchener Unsinn. Genau so wie das Mäkeln über die EU insgesamt. Sicher, es gibt Punkte, die auch mir nicht gefallen, aber insgesamt profitieren wir - bei über 60% Exporte ind die Gemeinschaft - weitaus mehr, als wir für die Union berappen müssen. Das ist nun einmal Fakt!

      Aber was Griechenland speziell betrifft, da beschwere man sich bitte bei Altkanzler Gerhard Schröder (Gas-Gerd). Es gab einige EU-Staaten, die den Beitritt der Griechen in die Währungsunion verhindern wollten. Aber der Sozialdemokrat wollte seine Genossen in Griechenland nicht im Stich lassen und verlangte explizit deren Beitritt! Ohne Schröder hätten wir dieses Desaster heute nicht! Also bitte nicht immer auf die anderen hauen, auch einmal schön in den Spiegel schauen...

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