Griechenland IWF drängt auf Umschuldung

Der Internationale Währungsfonds (IWF) zweifelt offenbar an der Fähigkeit Griechenlands, aus dem Schuldensumpf herauszukommen. Der Fonds fordere eine baldige Umschuldung, heißt es.
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Der Internationale Währungsfonds glaubt nicht, dass sich das Land mit den bisherigen Maßnahmen sanieren lässt. Quelle: dpa

Der Internationale Währungsfonds glaubt nicht, dass sich das Land mit den bisherigen Maßnahmen sanieren lässt.

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Athen/BerlinWie das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ meldet, zweifelt der IWF am Erfolg der Rettungsbemühungen für Griechenland und drängt auf eine baldige Umschuldung des Landes. Denkbar seien ein Schuldenschnitt, längere Laufzeiten von Anleihen oder niedrigere Zinszahlungen.

Diese Forderung vertraten hochrangige Vertreter des Währungsfonds in den vergangenen Tagen bei Gesprächen mit Beamten europäischer Regierungen. Im IWF bahne sich damit ein Kurswechsel an.

Der Fonds glaube offensichtlich selbst nicht mehr daran, dass sich das Land mit den bisherigen Maßnahmen sanieren lässt. Notwendig sei eine Verringerung der Schuldenlast von derzeit rund 150 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, argumentierten laut Magazin IWF-Vertreter gegenüber den Europäern.

Denkbar sei ein Schuldenschnitt, die Verlängerung der Laufzeiten von Anleihen oder niedrigere Zinszahlungen. Alle drei Alternativen liefen darauf hinaus, dass Inhaber griechischer Staatsanleihen auf einen Teil ihrer Rendite verzichten müssen. Nach den Vorstellungen des IWF solle die griechische Regierung schon bald Gespräche mit ihren Gläubigern aufnehmen und ihnen die geplante Umschuldung mitteilen. Der IWF schrecke allerdings noch davor zurück, seine Überlegungen öffentlich zu machen, weil er fürchte, das ebenfalls angeschlagene Portugal dadurch in noch größere Schwierigkeiten zu bringen, berichtet der „Spiegel“ weiter.

Der griechische Finanzminister, Giorgos Papakonstantinou, hatte ähnliche Gerüchte bereits dementiert. Die britische Zeitschrift „Economist“ hatte berichtet, Griechenland, Irland und Portugal seien bereits bankrott und sollten eine Umschuldung in die Wege leiten. „Es gibt kein solches Thema“, sagte Papakonstantinou im griechischen Fernsehen (NET) am Samstag. Auch der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou sagt immer wieder: „Wir werden jeden Cent zurückzahlen“.

Kaum ein Betrieb ist flüssig
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31 Kommentare zu "Griechenland: IWF drängt auf Umschuldung"

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  • "Vor einem Jahr standen wir vor dem Abgrund. Heute sind wir einen erheblichen Schritt weiter." Manche scherzhaften Formulierungen beschreiben erschreckende Realitäten.

    Die Finanzminister der Eurozone bzw. die Eurogruppe unter Vorsitz von Juncker gaben sich Träumereien hin, vor deren Folgen schon vor einem Jahr gewarnt wurde. Wer solche Politiker hat, der braucht keine Feinde mehr.

  • "Die britische Zeitschrift „Economist“ hatte berichtet, Griechenland, Irland und Portugal seien bereits bankrott und sollten eine Umschuldung in die Wege leiten."

    Langsam, zu langsam, wird es zur Gewissheit . die man durch das Aufspannen eines "Traumschirms" nicht wahrhaben will. Wer nicht hören woll, muß fühlen.
    Der Dumme ist leider der Steuerzahler in den Reststaaten aus der Eurozone! Der Euro muß wieder floaten und nicht fix mit den einzelnen Staatswährungen fest "verzurrt" bleiben. Das war das grosse französische Hingespinst aus der Zeit der deutschen Einheit.

  • das passiert, wenn man den Fehelr von 1945 wiederholt hat, wie Kohl das nach der Einheit getan hat.
    Da hat man dann eben eine 150%ige DDR-Gelernte an der Spitze, die alles hasst was nur annähernd nach Demokratie riecht.
    Die ganzen alten SED- udn Stasikader sitzen doch wieder an den Schaltstellen.
    Und unsere Presse und Medien sind die Handlanger. Irgendwie haben die einen Maulkorb verpaßt bekommen, sonst hätten sie schon längst mal die gesamte Vergangenheit von Merkel und sonstigen Blockflöten aufgedeckt

  • Sie ahben ja Recht. ABer warum bezweifeln Sie, dass wir das wissen?
    Sie dürften unsren Kommentaren, auch zu anderen Beiträgen im HB, doch eigentlich entnehmen, dass wir dies sehr woll wissen.

  • Und wann tritt endlich diese FDJ-Merkel zurück?

  • Weil die franz. Banken so involviert sind, hat ja auch Sarkozy auf diesen Rettungsschirm gedrängt und die dämliche Merkel hat mitgemacht.
    Man sollte eigentlich Strafanzeige gegen die Bundesrepublik stellen wegen Vernichtung von Volksvermögen
    Aber der dumme deutsche Michl geht lieber zu Demos gegen AKW's, weil Strom nur aus der Steckdose kommt, aber die eigentliche Probleme die unser Land hat, weiß der Dumm-Deutsch-Michl nicht.#
    Das wissen diee Typen alle erst, wenn es keinen einzigen Euro merh gibt und dann wundern sie sich, denn das haben die Grünen ihnen nicht gesagt

  • Du wirst Recht behalten - leider

  • Das sehe ich genau so.
    Den IWF hat diese Vaterlandsverräterin Merkel nach Europa rein geholt. Der hatte früher hier nichts zu sagen. Eine weitere Einschränkung der europ. demokratischen Freiheit.
    Was man da alles getan hat und noch dabei ist es zu tun, mit der Geld-Hin-und her-Verteilerei werden wir noch mal derart bitter zahlen müssen, dass wir auf viele Jahre nicht mehr aus den Augen sehen können.
    Die Politiker, diese Kriminellen werden alle ihr Scvhäfchen im Trocknen haben.
    Meiner Meindung nach wurde mit diesen ganzen Kram eine ziemliche Lunte gelegt, die durchaus in einem neuen europ. Krieg enden kann

  • Kleine Völkerkunde:

    In Spanien leben 39 Millionen Spanier und 6,5 Millionen Gastarbeiter. Spanien erlebte in den vergangenen Jahren eine „massive Einwanderung“. Dies führte auch zu den bekannten „Bauboom“. (Preissteigerung von 400 Prozent in 10 Jahren)

    Damit erlebte Spanien in Zeitraffer das, was Westdeutschland, Frankreich und England in den 60er und 70er erlebte.

    Mit den bekannten Ergebnissen, die Löhne stiegen schneller wie die Produktivität, die Binnennachfrage wurde „künstlich“ vergrößert und die Wettbewerbsfähigkeit der Spanischen Volkswirtschaft wurde stark eingeschränkt.

    Derzeit sind nach offiziellen Zahlen 20 Prozent der Arbeitskräfte in Spanien arbeitslos. Es wurde von der Regierung ein „Rückkehrprogramm“ für Gastarbeiter aufgelegt. Das Programm ist mit der derzeitigen Ausgestaltung nicht Erfolgreich.

    Spanien leidet unter der „Illegalen Einwanderung“ aus Nordafrika dabei sind die größeren „Einwanderungswellen“ aus Südamerika zu beobachten.

    Spanien leidet genauso wie unser Land unter einen massiven Geburtenrückgang.

    An Pedro:
    In diesen Zusammenhang noch ein herzliches Dankeschön für die „Blaue Division“ und den Wolframlieferungen. (als alter Verbündeter)

    An Pedro:
    Ich werde im Herbst wieder in Madrid sein und außer in Irland (Geburtenrate: 2,07, junge Bevölkerung) werden die nächsten Jahre für alle Europäischen Länder sehr schwierig!
    (Die Projektionen für die nächsten Jahre sehen sehr SCHLECCHT aus)

    Wenn du Geld hast INVESTIERE es NICHT in EUROPA!!


  • Nein danke verstecken sie sich hinterm ofen,da ist es schön warm. Geh doch duschen im Aussenministerium der ist gerade in Japan wartet auf die Welle

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