Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Griechenland-Krise Experten fürchten Domino-Effekt

Die Finanzkrise Griechenlands könnte nach Einschätzung von Experten in einer Art Domino-Effekt auch andere "unsichere Staaten" in Europa in Zahlungsprobleme treiben und damit die europäische Währungsunion und vor allem auch deutsche Banken gefährden. Die Forderungen deutscher Banken gegenüber Griechenland sollen sich ausgerechnet bei den ohnehin schon angeschlagenen Instituten bündeln.
15 Kommentare
Der griechische Ministerpräsident Georgios Papandreou ist zu einschneidenden Reformen bereit. Quelle: ap

Der griechische Ministerpräsident Georgios Papandreou ist zu einschneidenden Reformen bereit.

(Foto: ap)

HB FRANKFURT/HAMBURG/BERLIN. "Das Hauptrisiko für den deutschen Finanzsektor besteht in kollektiven Schwierigkeiten der PIIGS-Staaten", heißt es nach einem "Spiegel"-Vorabbericht in einem internen Vermerk der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Unter den PIIGS-Staaten versteht man an den Finanzmärkten Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien. Griechenland könne für solche Schwierigkeiten "möglicherweise der Auslöser sein", schreibt das Blatt unter Berufung auf den Vermerk weiter. Deutsche Banken sollen demnach Papiere dieser Staaten im Wert von 522,4 Mrd. Euro halten, was rund 20 Prozent der gesamten Auslandsforderungen deutscher Banken entspreche. Sie seien "Hauptgläubiger in Spanien und Irland und zweitwichtigster Gläubiger in Italien".

Als Verursacher der gegenwärtigen Turbulenzen haben die BaFin-Fachleute laut "Spiegel" Spekulanten ausgemacht: "Insbesondere unter Hedge-Fonds finden sich Vertreter, die auf eine Zahlungsunfähigkeit Griechenlands und ein Auseinanderbrechen des Euro-Raums setzen."

Hypo Real Estate soll höchstes Griechenland-Portfolio halten

Die Forderungen deutscher Banken gegenüber Griechenland bündeln sich dem Bericht zufolge bei ohnehin schon angeschlagenen Instituten. Das mit Abstand höchste Griechenland-Portfolio habe nach Erkenntnissen der BaFin mit 9,1 Mrd. Euro ausgerechnet die Hypo Real Estate (HRE) in den Büchern. Das mittlerweile zwangsverstaatlichte Institut habe sein Engagement in diesem Land vom März bis September vergangenen Jahres um fast 50 Prozent aufgestockt - genau zu jener Zeit, als es mit erheblichen staatlichen Mitteln gestützt wurde. Die Commerzbank, an der der Bund ebenfalls beteiligt ist, soll Griechenland-Papiere im Volumen von 4,6 Mrd. Euro halten. Auch angeschlagene Landesbanken haben demnach im großen Stil griechische Anlagepapiere gekauft, die LBBW für 2,7 Mrd. Euro, die BayernLB für 1,5 Mrd. Euro. Eine BaFin-Sprecherin wollte den Bericht auf Anfrage am Samstag nicht kommentieren.

Seite 123Alles auf einer Seite anzeigen

15 Kommentare zu "Griechenland-Krise: Experten fürchten Domino-Effekt"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Wie
    kann ich bitte finanziell dazu beitragen, daß die Griechen weiterhin mit 60 in Rente gehen können. Gibt es kein Spendenkonto, damit die Zweitjacht der Hellenen die nötige Wartung erfährt? Diese armen Menschen müssen schon seit Jahren ihre Ferienhäuser illegal und schwarz in Naturschutzgebieten errichten,
    weil´s hinten und vorne fehlt.
    Wir Deutschen helfen ja gerne.

  • schon wunderlich, gerade ist HRE Pleite, bekommt Geld vom Steuerzahler und kauft riskante Griechenlandanleihen.
    Nix gekonnt, nix gelernt, die Häfte Vergessen und von diesen hochbezahlten Mangern lassen wir uns vorführen.
    lasst die Pleitebrüder endlich in die insolvenz, nur so selektieren sich die schlechten bänker aus.
    es gibt genügend andere banken, da kommt es auf ein paar institute wirklich nicht an.
    Pleite auch GR, wer nicht hören kann muß fühlen, das war schon immer so.
    alles andere gibt nur noch größere Spekulationsblasen

  • Hinter jedem Problem, hinter jeder Krise stehen Spekulanten und banken. Wie lange noch wollen die Regierungen zusehen und wie lange noch gehen Regierungen her und Retten banken und Spekulanten. Teeren und Federn- das sollte wirklich wieder eingeführt werden. Mindestens aber, dass Spekulanten mit ihrem Privatvermögen haften. Diese Schmarotzer fahren aber nach der Krise weiter mit ihren Ferraris umher- denn der Dumme Steuerzahler hat ja den Scheden bezahlt, den banken angerichtet haben. Enteignung der banken und eine Staatsbank- das ist der einzige Ausweg. Es kann nicht sein, dass an Ernteausfällen in der 3. Welt- Spekunanten profitieren. Es darf nicht sein, das an einem Staatsbankrott - Spekulanten profitieren. ( und wenn die Spekulation schief geht- zahlt der Steuerzahler den Dreck. Enteignung ist der letzte Ausweg.

  • Eu besteht aus 27 Staaten: Aber Deutschland wird sich wieder mit 20 % an der Griechenland Rettung beteiligen. Wer kommt als nächstes? Spanien? italien? der gesamte balkan? Schwerbeugen oder wie dieser Mensch auf dem Abschiebebahnof EU hies, konnte ja gar nicht genug Länder auf dem balkan und in die EU holen. Die Türkei und damit also Asien will ja auch schon ewig an den sozial Tropf EU.

    ich frag ,och wirklich- warum gehe ich noch arbeiten. ich kann gar ncht so schnell Geld verdienen, wie diese Volksvertreter das Geld zum Fenster rauswerfen,

  • Nach der "bankenrettung" kommt nun die Griechenland- (Äähm... Versicherungs-) Rettung auf die Real-Wirtschaft zu. ich bin gespannt, ob die Real-Wirtschaft das überlebt.
    Da die Mächtigen hierzulande "am Drücker" bleiben wollen, werden wir inflation bekommen.
    Gerührt, geschüttelt und geleugnet bis zuletzt.

  • Was genau haben bundesbank und baFin in den letzten zwei Jahres großartiges geleistet?
    Oder anders herum: Was wäre geschähen, wenn wir sie nicht gehabt hätten?
    Nach Aussage von Weber hatte die bundesbank großartige Arbeit zur Rettung der Hypo Real Estate geleistet, der Vice vom baFin war der Meinung, man wäre nicht dazu da, die Produkte der banken zu prüfen.

    Den gleichen Mist hätten wir für weniger Geld gemacht.

    ich denke, wir sitzen auf einem Pulverfass. Wenn Hedge-Fonds schon auf eine Zahlungsunfähigkeit Griechenlands spekulieren, und die haben bekanntlich eine gute Nase und entsprechende Mittel, bedarf es nur noch einer kleinen Hiobsbotschaft als Zündfunken.

  • Das Zinssystem muss abgeschafft werden, wenn man nicht immer und immer wieder den gleichen Fehler machen will.

    Eine Geldwirtschaft funktioniert nur dann, wenn das Geld als Tauschmittel fungieren kann. Der Zins übernimmt dabei die Funktion einer Umlaufsicherung; er verursacht jedoch die Vermögensumverteilung von Arm zu Reich, bringt den Wachstumszwang hervor und schädigt damit im erheblichem Maße die Umwelt. Sinkt das Wirtschaftswachstum unter 2,5%, so werden aufgrund des Zinseszinseffektes deflationäre Tendenzen sichtbar.
    Tendiert der Zins aufgrund von Marktsättigung gegen Null, dann verringern sich die negativen Auswirkungen des Zinseszinseffektes (Vermögensumverteilung, Wachstumszwang), aber das Geld entzieht sich dem Wirtschaftskreislauf und gibt damit seine gewünschte Funktion als Tauschmittel ab. Folge ist Geldmangel im Verhältnis zu den angebotenen Waren, was wiederum zu Deflation führt.
    Unser Wirtschaftssystem führt (und führte) also mit mathematischer Logik regelmäßig zur Katastrophe für die Menschheit. Und wir haben es hier nicht mit einer schicksalhaften Naturkatastrophe zu tun.

  • @ global.schulz
    Sind wirklich 70% der Deutschen dem Euro entgegengetanzt?
    ich erinnere mich nicht, daß ich jemals gefragt wurde,ob ich den Euro oder auch nur die verschiedenen Stufen der EU-Erweiterung haben wollte.
    Und meines Wissens wurden auch meine deutschen Mitbürger nicht danach gefragt, oder?
    Warum wohl? Fürchtete man ein Ergebnis wie bei der Schweizer Minarett-Abstimmung? Ach so,hab ich ganz vergessen. Wir haben ja die bessere Demokratie als die Schweiz.

  • Kurz vor Einführung des Euro schrieb eine französische Zeitung, dass 71% der Deutschen dem Euro entgegentanzen und -singen. Schon vergessen ? Ergebnis einer beispiellosen Manipulation über Jahre hinweg, unter beteiligung vieler Politiker, Journalisten und "Experten". Ein gutgläubiges Volk wurde über den Tisch gezogen, gab ungefragt auf, worum es die Welt beneidete. Jetzt kündigt sich die Quittung für dieses einzigartige, nicht zu Ende gedachte, finanzielle Abenteuer an, das ohne gerechte, entscheidende Strukturänderungen in Europa als Disaster enden wird.

  • @MAX: Alles völlig korrekt! Doch nenn die Obergangster doch auch beim Namen:
    Die Familien Rockefeller,Rothschild kontrollieren mittels der nicht staatlichen Fed den weltweiten Geldfluss und zetteln damit ihre Kriege und Umverteilung an. Wenn Länder wie der irak oder iran die Dollarkopplung vom Erdöl und somit den Dollar als dominierende Weltleitwährung aufheben wollen, ist das absoluter Kriegsgrund, da die Fed dann den Geldflusstakt, Schuldenaufnahme nicht mehr für die ganze Welt so uneingeschränkt vorgeben könnte. Es geht in diesen Kriegen also nicht primär um Erdöl, sondern um die Kontrolle des weltweiten Geldflusses! Die immobilienblase wurde bewusst geplant und erzeugt!
    Zu welchen Fakes diese Leute fähig sind, um ihre interessen druchzusetzen, sieht man an 9/11 (Man google z.b. "9/11 Smallstorm").
    Es gibt zudem das Gerücht, dass der US-Regierung, oder besser gesagt dieser Finanzkrake das weltweit größte Drogenkartell untersteht. Das würde auch erklären, warum in Afghanistan nach der invasion der dahinsiechende Mohnanbau explodierte. Auch in Kolumbien scheint die militärische "Hilfe" der Amis gegen den Kokaanbau nicht wirklich zu helfen.
    ich möchte nicht wissen, was die in und vor den Weltkriegen alles getrieben haben. Selbst Hitler (übrigens genauso "Man of the year" des Time wie Stalin und der bernanke-Fed) war Großneffe eines Rothschilds. Dass Hitler nicht Suizid beging, sondern seinen Lebensabend in Südamerika verlebte, wird ja mittlerweile selbst von unseren Mainstream-Propaganda-Medien in Erwägung gezogen.

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote