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Griechenland-Krise Griechische Regierung verhandelt über Sparmaßnahmen

Monatelang haben sich Gläubiger und Griechenland über die Sparmaßnahmen gestritten. Inzwischen sitzen beide Seiten immerhin wieder am Verhandlungstisch. Es geht um Rentenkürzungen und einen niedrigeren Steuerfreibetrag.
28.02.2017 - 18:23 Uhr Kommentieren
Die Regierung und die Gläubiger haben vereinbart, dass das Land 2018 und auch nach dem Ende des Hilfsprogramms im Staatshaushalt einen Primärüberschuss von 3,5 Prozent erzielt. Quelle: dpa
Sparmaßnahmen für Griechenland

Die Regierung und die Gläubiger haben vereinbart, dass das Land 2018 und auch nach dem Ende des Hilfsprogramms im Staatshaushalt einen Primärüberschuss von 3,5 Prozent erzielt.

(Foto: dpa)

Athen Die internationalen Gläubiger pochen in den Verhandlungen über weitere Sparmaßnahmen in Griechenland einem Insider zufolge auf Rentenkürzungen und einen niedrigeren Steuerfreibetrag. Mit beiden Schritten sollten Einsparungen von je einem Prozent im Vergleich zur Wirtschaftsleistung erreicht werden, sagte eine mit den Gesprächen vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Nach einem monatelangen Streit verhandeln seit Dienstag wieder Vertreter der europäischen Partnerländer und des Internationalen Währungsfonds mit der Regierung in Athen. Von der Überprüfung der Reformen hängt ab, ob Griechenland in diesem Jahr weitere Kredite bekommt. Ein zweiter Insider sagte nun, die Gläubiger könnten mit sich reden lassen, die Rentenkürzungen schrittweise umzusetzen.

Die Regierung und die Gläubiger haben vereinbart, dass das Land 2018 und auch nach dem Ende des Hilfsprogramms im Staatshaushalt einen Primärüberschuss von 3,5 Prozent erzielt. Bei dieser Kennziffer werden die Zinszahlungen herausgerechnet.

Griechenland ist auf die Kredite der Euro-Länder angewiesen, weil es sich von privaten Investoren zurzeit kaum Geld zu annehmbaren Konditionen leihen kann. Das Hilfspaket hat ein Volumen bis zu 86 Milliarden Euro. Obwohl es im kommenden Jahr ausläuft, ist die Teilnahme des Internationalen Währungsfonds noch unklar. Anders als die Europäer hält der IWF die griechischen Schulden langfristig für nicht tragbar und dringt deswegen auf weitere Erleichterungen.

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