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Griechenland-Krise „Die Bilanz Athens ist verheerend“

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Ifo: Griechen-Pleite würde Deutschland über 80 Milliarden kosten

Die Partner hätten nicht nur finanzielle Garantien gegeben. Sie hätten darüber hinaus Hilfen bei der Verwaltungsmodernisierung und bei der Privatisierung von Staatsunternehmen angeboten. Diese Angebote habe man aber nicht angenommen. „Stattdessen belasten marode Staatsbetriebe und eine offensichtlich nicht funktionstüchtige Bürokratie die wirtschaftliche Entwicklung“, kritisierte Michelbach. Daher werde jetzt der Troika-Bericht die Entscheidung bringen, wie es mit Griechenland weitergehe.

Bei einem Staatsbankrott Griechenlands würde ein Verbleib des Landes im Euroraum für die deutschen Steuerzahler laut Ifo-Institut teurer werden als ein Austritt. „Falls Griechenland zahlungsunfähig wird und aus dem Eurosystem ausscheidet, müsste die Bundesrepublik Deutschland mit einem Verlust von bis zu 82 Milliarden Euro rechnen“, teilten die Münchner Wirtschaftsforscher am Mittwoch mit. „Falls Griechenland zahlungsunfähig wird und im Euroraum verbleibt, ist mit einem Verlust von bis zu 89 Milliarden Euro zu rechnen.“

In diesen Summen seien die ausgezahlten Beträge aus den beiden Rettungspaketen für Griechenland, die Käufe von griechischen Staatsanleihen durch die Zentralbanken der Euroländer, die Target-Verbindlichkeiten der griechischen Zentralbank, die Verbindlichkeiten Griechenlands aus der überproportionalen Ausgabe von Banknoten und die Forderungen der griechischen Notenbank gegenüber den griechischen Banken enthalten. Nicht berücksichtigt sind Abschreibungsverluste deutscher Banken, Versicherungen und anderer Privatgläubiger, erläuterte das ifo-Institut. 

  • dne
  • dapd
  • dpa
  • rtr
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19 Kommentare zu "Griechenland-Krise: „Die Bilanz Athens ist verheerend“"

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  • Kleptokratenpanik in Athen:

    Das drohende Ende der Abzockerparty vor Augen, werden einfach keine Steuern mehr bezahlt, die Veruntreuung von Staatsmitteln nimmt weiter zu, das Wirtschaftsleben verlagert sich in die Schattenwirtschaft.

    Griechenland ist ein gescheiterter Staat.

  • Vollkommen richtig die Einschätzung, es kommt doch den griechischen Politikern nur darauf an, an das EU-Geld zu kommen - dafür tun sie alles: Beschönigen, die Schuld für Versäumnisse bei anderen suchen, Vertuschen, die Zeitkarte spielen, versprecheh und und wieder vnichts halten.

  • Die, welche entlassen wurden waren sowieso die, welche nie am Arbeitsplatz erschienen und sich ihr festes Gehalt auf Konto haben überweisen lassen. Jetzt sind die entlassen, aber die Tantiemen beziehen die weiter so wie bisher. Das sind doch alles Leute die nur aufgrund ihres Parteibuches einen Job bekommen haben.

  • "Wir tun alles, was wir können, um dem Land wieder auf die Beine zu helfen …..", sagte Samaras.

    Dazu habe ich folgendes gelesen:

    Griechischer Rüstungsetat wurde von 1,5 Mrd auf 600 Mio. € gestutzt, soll aber in diesem Jahr wieder 1 Mrd. erreichen. Kein anderes Nato-Land mit Ausnahme der USA gibt in Relation zur Wirtschaftsleistung so viel für die Rüstung aus wie Griechenland.

    Eine griechische Delegation hat sich in USA 400 Panzer angeschaut, die sie geschenkt bekommen können. Da Metall-Panzer schlecht schwimmen können kostet der Transport nach Griechenland ein Vermögen. Weil die USA-Panzer Gasturbinen haben, säuft das Kriegsgerät 1/3 mehr als Dieselpanzer. Dann brauchen die Griechen sicher noch kompatible Munition neu kaufen.

    Griechische Parteien erhalten 10 € pro Jahr und Stimme (in Deutschland liegt der vergleichbare Satz bei 0,7 bis 0,85 €).

    Griechenland wollte 150.000 Beamte davon 15.000 in diesem Jahr entlassen. Soweit ich weiß hat es stattdessen 1.000 Neueinstellungen gegeben.

    Die griechischen Parlamentsparteien haben etliche Sparpakete verabschiedet und den Bürgern damit aber auch die Kaufkraft genommen. Schätzungen zufolge wird der private Konsum 2012 um 7% weiter einbrechen, schließen jede Woche 100 griechische Geschäfte, ließ die griechische Industrie im Februar ca. 40% ihrer Kapazitäten ungenutzt.

    Die Einkünfte der Finanzämter gingen im Vergleich zum Vorjahr um 13,4 % - allein in der ersten Maihälfte um über 15%- zurück. Gleichzeitig fühlen sich sowohl Privatleute wie Unternehmen immer weniger verpflichtet in einer Zeit politischen Chaos Steuern zu bezahlen. "Die Hinterziehung von Steuern und Sozialabgaben 2011 hat tatsächlich zugenommen" vermuten EU-Inspektoren.

    Jetzt gibt man sich erstaunt was G. alles bisher nicht gemacht hat und von den damaligen falschen Angaben hat man schließlich auch nichts gewusst.

  • .... und
    - Berlin
    - Bremen
    - Mecklenburg-Vorpommern
    - Schleswig-Holstein
    - etc.

  • Einverstanden. Sehe ich genauso.

    Die Iren haben wenigstens eine noch halbwegs funktionierende Wirtschaft (IT etc.) und sind nicht andauernd am jammern und protestieren. Der Rest raus!

  • Wir sollten in den sauren Apfel beißen und die 82 Milliarden abschreiben. Ein Ende mit Schrecken ist immer noch besser, als ein Schrecken ohne Ende in Form eines griechischen schwarzen Lochs, das über mehrere Generationen unsere Steuergelder aufsaugt, von dem wir nie etwas wiedersehen werden. Zudem stellt sich offensichtlich überall der Eindruck ein, dass die Griechen gar nicht wollen, dass sie einfach dreist und frech ihren korrupten und verkommenen Laden aussitzen wollen, und das alles auf unsere Kosten.
    Es ist schon unverschämt bis zum Abwinken, wenn jetzt auf einmal viele Behörden geschlossen werden sollen, deren Mitarbeiter einfach durch FRÜHverrentung und Versetzung genauso viele Kosten verursachen, wie vorher. Dieser Samaras beleidigt unsere Intelligenz!

  • Wir wollen, daß die anderen auch gehen:

    -Spanien
    -Frankreich
    -Portugal
    -Italien

    -und Kleingerümpel wie Zypern.

    Irland kann weiter mitmachen.

  • Samaras ist ein Komiker, Applaus.

  • OK, ein Tausender pro Nase dafür, dass der ewige Schmarotzer endlich geht. Gekauft!

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