Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Griechenland-Krise Varoufakis reist mit leeren Taschen an

In Luxemburg kommen die Euro-Finanzminister zur letzten geplanten Sitzung zusammen. Ihr Thema: Griechenlands Schulden. Doch statt eines neuen Angebots, wird es von Finanzminister Varoufakis nur warme Worte geben.
18.06.2015 - 07:07 Uhr 50 Kommentare
Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis macht sich auf den Weg. Quelle: Reuters
Yanis Varoufakis

Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis macht sich auf den Weg.

(Foto: Reuters)

Brüssel/Athen Die Finanzminister der Euroländer kommen am Donnerstag zu neuen Beratungen über den Schuldenstreit mit Griechenland zusammen, machen sich aber keine großen Hoffnungen auf eine schnelle Lösung. „Die Chance, dass wir uns mit Griechenland am Donnerstag einigen, ist sehr klein“, sagte der Chef der Eurogruppe, der niederländische Finanzminister Jeroen Dijsselbloem vor dem Treffen in Luxemburg. Athen bleibt den Geldgebern weiterhin einen vernünftigen Reformvorschlag schuldig.

Auf die Frage, ob bei der Sitzung an diesem Donnerstag eine Lösung erzielt werden könne, antwortete Griechenlands Ressortchef Yanis Varoufakis in Paris: „Ich glaube nicht.“ Ähnlich äußerte sich auch Euro-Gruppenchef Jeroen Dijsselbloem.

Aus den USA kamen erneut Warnungen vor weitreichenden ökonomischen Folgen, sollten sich Athen und die Geldgeber nicht auf eine Lösung einigen. Es sei im Interesse aller, „diese Situation zu lösen, bevor es entscheidende negative Folgen für die Weltwirtschaft gibt“, sagte Regierungssprecher Josh Earnest am Mittwoch in Washington. Man sei aber trotz bestehender Probleme weiter optimistisch, dass eine Lösung ohne Störung der Finanzmärkte möglich sei.

„Ich sehe das Potenzial für Störungen, die den Wirtschaftsausblick in Europa und die globalen Finanzmärkte betreffen könnten“, sagte Janet Yellen, Vorsitzende der US-Notenbank Federal Reserve (Fed). Obwohl die USA nur sehr begrenzt mit der griechischen Wirtschaft verwoben seien, gebe es „zweifellos“ Ansteckungsgefahren, wenn Griechenland die Eurozone verlasse, sagte die Amerikanerin.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Nach Einschätzung des Chefs der Bundesbank, Jens Weidmann, gefährdet ein möglicher Grexit nicht die Existenz des Euro. Bei einem Ausscheiden des pleitebedrohten Griechenlands aus der Eurozone seien Ansteckungseffekte „sicher nicht auszuschließen“, sagte Weidmann in einem Interview mit der französischen Zeitung „Les Ecos“, „El Mundo“ aus Spanien und der italienischen Zeitung „La Stampa“ (Donnerstagsausgaben). Ein endgültiges Scheitern der Verhandlungen mit seinen internationalen Gläubigern bedeute aber vielmehr „schwer zu kontrollierende Konsequenzen für Griechenland“.

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Finanzstreit mit Athen um Deeskalation bemüht. Merkel werde in ihrer Regierungserklärung an diesem Donnerstag die griechische Regierung an ihre Verpflichtungen erinnern, ohne die Lage weiter eskalieren zu lassen, sagte eine mit den Vorgängen vertraute Person aus dem Umfeld der Kanzlerin. Vielmehr werde Merkels Botschaft sein, dass die Bundesregierung alles tun werde, um Griechenland in der Eurozone zu halten.

    „Die Griechenland-Verhandlungen werden scheitern“

    „Es gilt das Prinzip: Hilfe nur gegen Gegenleistung“
    Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
    50 Kommentare zu "Griechenland-Krise: Varoufakis reist mit leeren Taschen an"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Wenn Tsipras die EU Bürokraten auflaufen lässt wird er gewinnen denn ausser einem Schuldenschnitt kann nichts besseres für GR passieren. Ob er in der EU und damit in der Eurozone bleibt ist die Entscheidung der Griechen, von wegen Grexit.

    • Wenn es um die griechischen und deutschen Beamten und Pensionären geht, ist Merkel, der nachgesagten Landesverräterin, voll in Geberlaune. Geht es im die deutschen Rentner versagt sie jede Hilfe. Es ist schon erstaunlich, dass dies hier unten den Betroffenen, dazu gehören auch die Malocher und Kinder, nicht wahrgenommen wird. Die Griechen haben längst von Merkel weitere Zusagen in hunderten Milliarden erhalten. Merkel ist und war stets dieses Deutschland. Merkel muss kurzen Prozess gemacht werden: Rausschmiß und Schutzhaft.

    • Die Durschnittsrente in der Slowakei beträgt knapp 400€, in Griechenland ca 950€

    • Des Weiteren führt Poullain aus: Wenn ich Merkel und Schäuble sehe, diese für Deutschland zwei zentralen Figuren in dieser Frage, wird mir bange. Frau Merkel ist ein Verhängnis für unser Land in dieser Zeit."
      Ich könnte mich schlapp lachen, wenn es nicht so ernst wäre...! Merkel hätte schon längst das reinigende Gewitter über Griechenland, aber auch damals bei der Bankenrettung auslösen müssen. Alle Maßnahmen der Politik, aber auch der EZB, die gegen die Regeln der Marktwirtschaft verstoßen, bedeuten neues Unheil. Auch EuGH und BVerfG haben das nicht verstanden, sie liefern auch noch Steilvorlagen für die Politik.

    • Frau Merkel hat vielleicht viel für Deutschland getan

      ja sie hat (sich) einiges geleistet. Arme Verbraucher zahlen über den EEG-Zuschlag Milliarden für Subventionen an Kapitalanleger, Solar, Biogas, Windkraft. Gleichzeitig stehen Versorger (nicht nur die Großen, auch Stadtwerke) vor dem Ruin. Der Nutzen für die Umwelt (CO2 - Ausstoß) weltweit ist minimal. Durch die erfolgte Reduzierung des Renteneintrittsalters wider jede Vernunft wird unser Rentensystem noch zusätzlich destabilisiert. Die Beispiel könnte man fortführen.

    • "Primärüberschuss erzielen, sprich mehr Geld zahlen als erhalten"

      ein Primärüberschuss (es gibt verschiedenen Berechnungen) beinhaltet keine Zinszahlungen. Auch einige nichtperiodische Ausgaben rechnet die "Troika" raus. Es handelt sich also um einen Überschuss der griechischen Einnahmen über die Ausgaben ohne Zinsen und ohne "Sondereinflüsse". Dieser Betrag stünde theoretisch zur Schuldentilgung zur verfügung. Da der Primärüberschuss aber nicht mal zur Zinszahlung reichen würde, zur Tilgung sowieso nicht , steigt die Staatsverschuldung weiter an. Das ist alles Augenwischerei und ökonomische ohne jede Relevanz.

    • Mit der Rente in der Slowakei befindet sich der Rentner an der Hungergrenze.
      Mit der Rente von Griechen würde der Slowake Freudentänze aufführen.
      Und die Slowakei muss GR auch noch finanziell unterstützen. Der Schurkenstaat GR ist endlich erledigt. Selbst ernähren lautet die Parole! Fakalaki tot!

    • Die Griechische Strategien macht doch durchaus sein. Ohne die Beihaftung aus den Kladderradasch aus Solidarität, Loyalität den Europäischen Partnern gegenüber u.s.w..
      Griechenland wird so schuldenfrei sein. Die Bewertung bei den Agenturen wird steigen - man ist wieder kreditwürdig. Die sogenannten Euro Partner könne doch zusehen wie sie klarkommen. Griechenland "first". Alte Kommunistenregel.
      Die BR sollte dann ihre Forderungen veräußern. Am besten an Hedgefonds.

    • Der Schurkenstaat ist erledigt. Das ist gut so. Wer nicht will ... schiebt Kohldampf!

    • Ok, das hab ich wohl verwechselt, die Frage aber bleibt, Herr Falk: Wie sind denn die Lebenshaltungskosten in der Slowakei und Griechenland im Vergleich?

      Ich habe mittlerweile versucht das Rentenniveau in der Slowakei und in Griechenland herauszufinden. Das klappt aber nicht. Hätten Sie vielleicht einen Link der die unterschiedlichen Renten in Griechenland und der Slowakei dokumentiert?

    Alle Kommentare lesen
    Serviceangebote
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%