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Griechenland Papandreou setzt harte Schnitte an

Um die EU-Auflagen zu erfüllen muss der Premier seinem Volk weitere harte Sparmaßnahmen erklären. Finanzminister Venizelos intoniert die Begleitmusik: Es gehe nicht um den Euro, sondern um das Schicksal Griechenlands.
Update: 21.09.2011 - 15:19 Uhr 33 Kommentare
Premier Giorgos Papandreou (r.) mit Finanzminsiter Evangelos Venizelos. Quelle: dpa

Premier Giorgos Papandreou (r.) mit Finanzminsiter Evangelos Venizelos.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDie griechische Regierung will am Mittwochnachmittag neue Sparmaßnahmen bekannt geben - die offenbar weit über alle bisherigen Kürzungen hinausgehen und den leidgeprüften Griechen harte Einschnitte abverlangen. Die Gewerkschaften protestieren bereits, eine neue Protestwelle läuft an.

Allerdings hat die Regierung in Griechenland gar keine andere Wahl, als weiter zu sparen. Die neuen Schritte stünden im Zusammenhang mit den laufenden Verhandlungen mit der Troika aus EU, IWF und EZB, erklärte ein Regierungssprecher. Vertreter der Troika sollen kommende Woche nach Athen zurückreisen. Falls sie Griechenland ausreichenden Fortschritt beim Sparprogramm attestieren, kann das hochverschuldete Land auf die Auszahlung der nächsten Hilfstranche hoffen.

Vor dem Hintergrund der Troika-Entscheidung hat Regierungschef Giorgos Papandreou für Mittwoch eine Sondersitzung des Kabinetts in Athen einberufen. Griechische Zeitungen berichten, dabei sollten „noch nie dagewesene“ Sparmaßnahmen beschlossen werden.

Trotz der großen Probleme glaubt Finanzminister Evangelos Venizelos an eine Zukunft seines Landes mit dem Euro. "Griechenland ist und wird immer Mitglied der Eurozone bleiben", sagte er im Parlament. Die Regierung werde alles unternehmen, um "das Schicksal unseres Landes und seinen Platz in der Eurozone nicht aufs Spiel zu setzen", ergänzte er.

„Ja, wir brauchen neue Sparmaßnahmen“, sagte Venizelos im Vorfeld der entscheidenden Kabinettssitzung. Details nannte er nicht. Ohne die Kontrolle der Experten wäre Griechenland vom eingeschlagenen Kurs zu mehr Haushaltsdisziplin wieder abgekommen, erklärte er und räumte ein, dass es beschämend für Griechenland sei, um Kredite bitten zu müssen und unter internationaler Aufsicht zu stehen. Zu den Sparmaßnahmen gebe es jedoch keine Alternative.

„Die Entscheidungen, die wir treffen, sind leider unbedingt notwendig“, sagte Venizelos. Es gebe zwar Verhandlungen. Das letzte Wort hätten aber nun einmal die Geldgeber und nicht die Empfänger der Kredite. Besonders der aufgeblähte Beamtenapparat ist den Kontrolleuren ein Dorn im Auge. Neben Renten- und Gehaltskürzungen im öffentlichen Dienst hat Athen auch eine Reihe von Steuererhöhungen vorgenommen: Lebensmittel, Benzin, Vermögen und Einkommen werden künftig stärker besteuert. Doch dem IWF und der EU gehen die Reformbemühungen nicht schnell und nicht weit genug.

Zugleich lobte Venizelos die Arbeit der Troika aus Vertretern von EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds, die vor der Freigabe einer weiteren Tranche von Hilfsgeldern die Fortschritte der griechischen Spar- und Reformmaßnahmen beurteilen muss. Athen stehe unter der Kontrolle seiner Gläubiger, behalte aber Souveränität und könne sich so retten, sagte der Minister. Die Krise sei nicht absichtlich herbeigeführt worden, sondern mangelnden Strukturen und anderen Gewohnheiten geschuldet.

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33 Kommentare zu "Griechenland: Papandreou setzt harte Schnitte an"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Reich im Pleitestaat:
    Wie schlecht es den Mogelgriechen geht, sehen Sie hier!
    Ein Bericht von Report Mainz:

    http://www.swr.de/report/-/id=233454/nid=233454/did=8621480/1womeua/index.html

    Danke!

  • Griechenland muß/will sparen

    Zitat:
    Die beiden größten griechischen Gewerkschaften haben für Oktober zu Streiks aufgerufen, um gegen die Sparpläne der Regierung zu demonstrieren. Am 5. und am 19. Oktober solle die Arbeit für jeweils 24 Stunden niedergelegt werden, sagte der Sprecher der Gewerkschaft des öffentlichen Dienstes Adedy. „Wir werden bis zum Ende kämpfen, um diese Politik zu beenden“, sagte er. „Die Troika und die Regierung müssen weg.“
    Zitat Ende:

    Das muß natürlich mit deutschen Steuergeldern belohnt werden!
    Es kann doch nicht angehen, daß griechische Beamte/Staatsangestellte auf ihr 16. - 18. Gehalt und andere Privilegien verzichten müssen/sollen. (Und vielleicht auch noch bis 55 "arbeiten"). Das ist gegen die Menschenwürde!!!

    Reich im Pleitestaat:
    Wie schlecht es den Mogelgriechen geht, sehen Sie hier!
    Ein Bericht von Report Mainz:

    http://www.swr.de/report/-/id=233454/nid=233454/did=8621480/1womeua/index.html

  • @ IHR ist erschreckend was Sie hier für Kommentare ablassen. Die aktuell an Griechenland anstehenden Kredite gehen nicht an Banken, sondern dienen der Bezahlung der Beamten und des öffentlichen Dienstes bis Ende des Jahres, wer lesen kann ist klar im Vorteil... und übrigens werden die meisten Unternehmer nicht als solche geboren sondern haben sich Ihr Unternhmen mit leistung und Ideen aufgebaut, das geht auch heute noch, nur könen Sie sich das nicht vorstellen... Neid ist übrigens kein guter Ratgeber...

  • Tote Pferde kann man nicht reiten. Man sollte wissen wann man absteigen muss, - ansonsten wird es zu peinlich und teuer. Teuer für den steuerzahlenden Bundesbürger und der hat das eeiß Gott nicht verdient. Auch die Renten werden hier unverantwortlich seitens der Bundesregierung riskiert und auf´s Spiel gesetzt. Das wird sich rächen - versprochen !

  • Hoffentlich jagen die Griechen die Marionettenregierung
    Papandreou bald zum Teufel .

    Den Menschen wird jetzt das letzte Hemd ausgezogen von
    dieser chaotischen Regierung.

    Sparen ,Sparen ,Sparen- ist die Devise .

    Wie wollen die Menschen die Konjunktur ankurbeln , wenn sie
    kein Geld haben .
    Und zwar wird nur beim Normalvolk gespart ,reiche Vermögen
    werden nicht angetastet.

    Die Besitzer von Touristikanlagen (Hotels)machen die großen
    Geschäfte u.zahlen keine Steuern .

    Das griechische Volk muß sich selbst helfen ,indem sie die
    Marionettenregierung zum Teufel jagen und die Drachme
    wieder einführen ,Austritt aus dem Euro .

    Nur so geht es !

  • Was die Griechen, heute, sind wir morgen! Es ist nur eine Frage der Zeit. Die Politiker- und Büro-, Eurokratenkaste macht Macht, solange Aller alles alle ist. Die Quantitative Demokratie(Jedem Wähler,1x Stimme oder 50%+1, bestimmt, im Ergebnis, similar dem Komunismus) hat in Jahrzehnten diese Unterdurchschnittlichkeit der Entscheidungsplattformen geschaffen. Der Subventionismus ist, wie der Konsumismus, dem wir alle frönen, der Nagel zum Sarg. Wie das Wachstum (Kapitalismus), hat auch der Sozialismus seine Grenzen, was wir jetzt schmerzhaft lernen werden. Die Frage ist, eigentlich, nur, wie sieht die Zeit danach aus!? Nach der Krise. Diktatur oder Freiheit? Wenn jemand für die freiheitliche Gesellschaft und Demokratie optieren will, wird diese nicht so billig daherkommen! Dafür wird man Denkgefängnisse einreißen müssen! Wir bekommen keine besseren Politiker, wenn wir nicht zu besseren Wählern werden, dies steht fest! Die Qualifizierte Demokratie muß Bestandteil, innerhalb der Direkten Demokratie, innerhalb einer Machtübernahme des Wählers sein, um die fatale Abwärtsspirale zu drehen. Wir empfehlen: globalvoter.org

  • Bei 1,50 Euro pro Liter fuer Heizoel und Besteuerung aller Jahreseinkommen ab 4000 Euro werden wohl einige Rentner in den Bergdoerfern in Nordgriechenland den Winter nicht ueberleben.

  • Ich freu mich schon sehr darauf, wenn in Deutschland endlich die Gehälter der Staatsbeamten, der Lehrer und Rentner für den Euro drastisch reduziert werden. Es ist wichtig, dass gerade die rot-grünen Euroapologeten die Schmerzen am eigenen Leib merken, was so ein tolles "politisches Projekt" kostet - denn das Geld wächst nicht auf den Bäumen.
    Diese harte Realität wünsche ich all denjenigen, die Opfer ihrer eigenen Euromanie wurden. Und das wird kommen. Die Leistungsträger werden sich im übrigen zurückziehen - wie im Sozialismus auch! Ich bin auch nicht bereit, diesem Staat durch Fleiß mehr Steuereinnahmen zu ermöglichen - ganz im Gegenteil!

  • Sparankündigungen wie vor 2 Jahren, vor 1 Jahr und vor
    Wochen! Aber, passiert ist nichts.Die griechische Regierung
    lügt,betrügt,trixt wie eh und je nur um die nächsten EU -Zahlungen zu erhalten.Das schlimme ist nur,daß die Eurokraten und unsere Merkels und Schäubles dies alles mitmachen.Jedenfalls ist sicher, alles was wir von der griechischen Regierung zu hören bekommen sind Ankündigungen
    sonst nichts.Es wird so weitergehen bis der Zusammenbruch Europaweit nicht mehr aufzuhalten ist.
    Es ist alles nur noch eine Frage der Zeit.Nachdem jetzt auch Italien in seiner Kreitwürdigkeit abestuft wurde, wird mit Sicherheit als nächstes Frankreich mit der Abstufung seiner Kreditwürdigkeit rechnen müssen.Also ihr
    oberschlauen Politiker in Berlin,Brüssel,schaut mal in eure Portokasse und fangt mal an zu zählen was noch in der Kasse ist! Ach ja,die Portokassen sind auch schon leer!
    Aber euch schlaumaiern fällt sich wieder etwas ein.
    Notfalls könnt ihr ja noch mal auf die schnelle ein paar Milliarden neu drucken!

  • Ich persönlich würde diesen Versprechungen nicht glauben.
    Erst Taten-dann Geld(wenn überhaupt)

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