Griechenland-Referendum Ökonomen warnen vor Folgen für das Finanzsystem

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Braucht Papandreou die Zustimmung des gesamten Volkes?

Der Direktor des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Gustav Horn, ist sogar überzeugt, dass Papandreou angesichts der harten Einschnitte die Legitimation des gesamten griechischen Volks braucht.

„Es gibt somit die Chance, dass als Folge der nunmehr beginnenden Debatte eine Mehrheit der griechischen Regierung die notwendige Legitimation verleiht und damit zeigt, dass die harten Demonstrationen nicht dem Willen der Mehrheit der Bevölkerung entsprechen“, sagte Horn Handelsblatt Online. Der IMK-Chef fügte aber hinzu: „Kommt diese Mehrheit allerdings nicht zustande, gehen sowohl in Griechenland als auch im Euro-Raum die Lichter aus.“

Der Chefvolkswirt der Dekabank, Ulrich Kater, äußerte die Hoffnung, dass die Griechen bei einem Referendum ihre Regierung und damit die Gipfelbeschlüsse mehrheitlich unterstützen. „Denn es würde zumindest indirekt eine Abstimmung über die Mitgliedschaft in den europäischen Institutionen sein“, sagte Kater Handelsblatt Online. „Das, was die Parteien anscheinend nicht hinbekommen, nämlich eine nationale politische Allianz, wird durch ein Referendum geklärt werden.“

Kater geht davon aus, dass in diesem Zusammenhang auch in Griechenland diskutiert werde, dass ein Scheitern des Referendums die Möglichkeit eines klassischen Defaults bedeute und damit noch schmerzvoller ausfalle. „Aus Kapitalmarktsicht ist die hiermit verbundene Unsicherheit und der abermalige Vertrauensverlust bei der Problemlösung wiederum ein Zeichen dafür, dass die Funktionsmechanismen des Euro dringend überarbeitet werden müssen“, sagte Kater.

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9 Kommentare zu "Griechenland-Referendum: Ökonomen warnen vor Folgen für das Finanzsystem"

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  • Oder noch eine Alternative: Einfach mal alles den Frauen überlassen. Vielleicht regelt sich dann alles.

  • Papandreu handelt weise. Die Leidtragenden des Sparpakets wären wiederum die ärmeren 99% der Bevölkerung. Bei einer Annahme durch das Volk dürfte danach nicht gejammert werden, die voraussichtliche Not wäre von einer politischen Mehrheit in Kauf genommen.
    Bei allen möglichen Konsequenzen einer Ablehnung durch das Stimmvolk auf den Euro und das Finanzsystem insgesamt - die Demokratie ist höher zu gewichten als die Finanzspekulation.

    Wir Schweizer machen nur gute Erfahrungen mit unserer direkten Demokratie und dem Fernbleiben von einer EU-Mitgliedschaft. Warum verschaffen uns die EU-Länder keinen Anreiz und machen einen ökologischen Umbau der gesamteuropäischen Wirtschaft? Hiesse dies weniger Armut und weniger Abzocke in den EU/Euro-Ländern?

    Es gibt alternative Wirtschaftsmodelle, welche dieses Finanzsystem von Grund auf überflüssig machen. Wir Schweizer beginnen jetzt regional mit einer Grünen Wirtschaft und werden nie einer unökologischen, asozialen EU/Eurozone, wie dies jetzt leider der Fall ist, beitreten. Das hilft auch den vielen gebeutelten Griechinnen und Griechen.

    Die Indianertaktik der Grünen:
    http://www.ignoranz.ch/forum/9_4251_3.html

    Warum wir nicht locker lassen:
    http://www.ignoranz.ch/forum/9_4372_0.html

    Occupy Planet Earth forever!

  • Es ist gut ,dass dieses Referendum komm - leider etwas spät - oder will Politik radikalen Kräften das Feld überlassen?Europäische Politik muss endlich alle Menschen in Europa mitnehmen und auch mitbestimmen lassen,erst dann kann dieses Europa aufgebaut werden.

  • Die ungeklärte Lage auf dem CDS-Markt hält wieder mal als Begründung her, warum Griechenland nicht pleite gehen darf. Das ist der Hebel, mit dem die Finanzwelt die reale Welt am Nasenring durch die Manege führt.

    Die Lösung dieses Problems ist einfach; nur muss die Politik und der Bürger sie fordern.

    Meines Erachtens sind die Bürger überfordert, die Tragweite der Problematik zu durchschauen. Die Medien schaffen es nicht, die notwendigen Informationen zu vermitteln.

    Die Demokratie steht an der Grenze des Versagens, weil die zu durchschauenden Sachverhalte für das einfache Volk zu komplex sind.

  • lowabras

    Spaet, aber eben noch nicht zu spaet fuer die Griechen, denn die Abkoppelung von der zerstoererischen Kraft einer Geimeinschaftswaehrung ohne die dafuer notwendige Struktur, ist der einzige Weg, um die Wirtschaft in Schwung zu bringen, welche notwendig sind um Schulden zu bedienen und womoeglich zurueckzufuehren.
    Insolvenz, mit den Konsequenzen fuer die Glaeubiger ist ein taeglich sich tausendfach wiederholender und normaler Vorgang!
    ==
    Lieber emigrierter sog. Deutscher, Sie haben einfach keine Ahnung, welche verheerenden Folgen fuer die Griechische Niedriglohnverdiener und Rentner ein "tausendfach wiederholender und normaler Vorgang (Insolvenz)" haben wuerde. Wenn Sie in einem Niedriglohnland wie Argentinien mit 25% Inflation leben wuerden, wuerden Sie es wissen! Alles fuer die Wirtschaft, sagen Sie? Warum treten die Deutschen nicht aus dem Euro?


  • Gegen die asoziale Bevölkerung in Südeuropa hilft nur der Gummiknüppel einer hart durchgreifenden Polizei.
    Wenn diese Länder Demokratie pur haben wollen, dann aber bitte nicht auf Kosten deutscher Steuerzahler.
    ==
    Der Deutsche Steuerzahler hat bislang von den Verlusten der Anderen (Asozialen?) nur profitiert. Ihre Parolen, die keine demokratische Gesinnung zeigen und einfach rassistisch sind, sind eigentlich eine Schande fuer ein demokratisches Land, wie Deutschland!

  • "Papandreou habe so aus guter Absicht Europa bereits „großen Schaden“ zugefügt, zumal auch nicht klar sei, worüber die Griechen eigentlich abstimmen sollen."

    Das wurde inzwischen bekannt zum Teil:

    Griechenland: In der geplanten Volksabstimmung zum Rettungsprogramm wird es auch um die Mitgliedschaft Griechenlands in der Eurozone gehen, so Premierminister Papandreou laut Bloomberg.
    Das Referendum werde Griechenland als Mitglied in der EU und der Eurozone bestätigen.
    00:21 - Echtzeitnachricht


    Ach so, das Abstimmungsergebnis weiß man bereits, oder wie soll man das verstehen??
    Wahrscheinlicher ist, daß das Vertzrauensvotum scheitert und Neuwahlen anstehen. Nur die Opposition hat überhaupt kein Programm bisher, wie man mit der Krise umgehen sollte.


    Ist eigentlich inzwischen bekannt, wo die CDS liegen, weil darum so ein Buhei gemacht wird? Jede Versicherung, die etwas versichert, muß auch immer mit dem worst case rechnen.

    Viel beunruhigender und eine ganz andere Größenordnung sind die über 200 Billionen (deutsche Zählung) an Derivaten der 5 größten US Banken, die sie am Markt fahren. Die Bank of America hat alleine davon 75 Billionen, die JPMorgan Chase 79 Billionen laufen.

    An der Spekulation mit europ. Staatsanleihen ist die MF Global in USA nun schon pleite gegangen, 700 Millionen an Kundengeldern sind veruntreut worden-nennt sich unauffindbar. Aber der Focus richtet sich zZt allein auf Europa.



  • Spaet, aber eben noch nicht zu spaet fuer die Griechen, denn die Abkoppelung von der zerstoererischen Kraft einer Geimeinschaftswaehrung ohne die dafuer notwendige Struktur, ist der einzige Weg, um die Wirtschaft in Schwung zu bringen, welche notwendig sind um Schulden zu bedienen und womoeglich zurueckzufuehren.
    Insolvenz, mit den Konsequenzen fuer die Glaeubiger ist ein taeglich sich tausendfach wiederholender und normaler Vorgang!

    Offensichtlich hat sich nach Monaten nun die Erinnerung an die Demokratie wieder in der Erinnerung hochgearbeitet, wenn auch die massiven Proteste da sicher nachgeholfen haben.
    Von solchen demokratischen fortschritten kann das deutsche Volk mit seiner Volkskammer Diktatur nur traeumen und die Kritik an der nunmehr erlangten griechischen Einsicht entspringt einem massiven Neid, was ja eine Grundeigenschaft deutscher Kultur ist, mangel chourrage, so wie die Griechen, auf die Strasse zu gehen.
    Schlaft schoen weiter und schimpft ueber Andere, was Anderes erwartet die Welt doch nicht von deutschen. Bedient weiter das Klischee, das ihr in der ganzen Welt berechtigterweise habt. Ein emigrierter sog. Deutscher

  • Die parasitären Griechen haben eigentlich gar nichts abzustimmen. Die Frage, ob ein Staat seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommt oder nicht, kann nicht Gegenstand einer Volksabstimmung sein. Ein Staat, der seine Bürger fragt, ob man sich an Recht und Vertrag halten soll oder nicht, der ist dessen nicht würdig, Mitglied in der EU zu sein.
    Wer verhindert eigentlich, dass demnächst bei einem Referendum in Italien oder Spanien ebenso asoziale Einwohner einfach entscheiden, Schulden gegenüber dem Ausland nicht mehr zu bedienen?
    Gegen die asoziale Bevölkerung in Südeuropa hilft nur der Gummiknüppel einer hart durchgreifenden Polizei.
    Wenn diese Länder Demokratie pur haben wollen, dann aber bitte nicht auf Kosten deutscher Steuerzahler.

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