Griechenland Samaras verdonnert Koalition zum Sparen

Griechenland droht bereits im September die Zahlungsunfähigkeit. Deswegen seien Neuverhandlungen derzeit kein Thema, so die Machtworte des Premiers Antonis Samaras. Die beiden Koalitionspartner mussten vorerst einlenken.
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Der griechische Premier Antonis Samaras sieht derzeit keinen Spielraum für Neuverhandlungen des Sparpakets. Quelle: dapd

Der griechische Premier Antonis Samaras sieht derzeit keinen Spielraum für Neuverhandlungen des Sparpakets.

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AthenGriechenlands konservativer Premier Antonis Samaras zeigt Führungsqualitäten: Mit einem Machtwort sicherte er sich die Unterstützung seiner beiden Koalitionspartner für den Konsolidierungskurs, der Griechenland dringend benötigte Hilfskredite sichern soll. Um den Inhalt des neuen Sparpakets aber wird weiter gerungen - innerhalb der Athener Dreierkoalition ebenso wie wie mit Vertretern der Gläubiger.

Finanzminister Giannis Stournaras traf gestern mit der Troika zusammen, um Einzelheiten des Sparkurses zu besprechen. Griechenland soll seinen Haushalt in den Jahren 2013 und 2014 um 11,5 Milliarden Euro entlasten, so die Vorgabe des im Februar geschnürten zweiten Rettungspakets, das dem Land Hilfskredite von 130 Milliarden Euro in Aussicht stellt.

Poul Thomsen, Delegationschef des Internationalen Währungsfonds, sagte nach den knapp zweistündigen Beratungen: „Es war ein gutes, ein ausgezeichnetes Treffen.“ Bis Ende August werde die Finanzplanung stehen, heißt es in Athener Regierungskreisen.

Finanzminister Stournaras muss die Einsparungen nicht nur mit der Troika abstimmen, sondern auch mit den Chefs der Koalitionsparteien. Aber vor allem Stournaras' Vorgänger Evangelos Venizelos, der Vorsitzende der sozialistischen Pasok, bekommt kalte Füße. Er wollte anfangs nur Einsparungen von rund sechs Milliarden Euro zustimmen und bestand darauf, mit den Gläubigern über eine Streckung des Anpassungsprogramms um zwei Jahre bis 2016 zu verhandeln.

Premier Samaras habe in der Koalitionsrunde am Mittwochabend aber deutlich gemacht, dass es für Neuverhandlungen derzeit keinen Spielraum gebe, berichten Teilnehmer der als stürmisch beschriebenen Sitzung. Wenn Griechenland jetzt den Sparauflagen nicht zustimme, drohe dem Land bereits im September die Zahlungsunfähigkeit und der Abschied vom Euro, warnte Samaras.

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9 Kommentare zu "Griechenland: Samaras verdonnert Koalition zum Sparen"

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  • Der Aufkleber müßte lauten: Griechenland in der EU - NEIN DANKE !!!!!!

  • Alles leere Versprechungen. Die Griechen wollen und werden nicht sparen so lange sie durch den Euro immer wieder neues Geld drucken können. Den Schaden haben alle anderen die auch den Euro nutzen. Das ist wie bei Fischen im Meer. Der der zuerst alles wegfischt hat den nutzen und alle anderen leiden unter der Überfischung.

    Jetzt Protest: Der Euro Nein Danke Aufkleber muss aufs Auto!

  • Die Planung wird freilich bis Ende August stehen, sonst gibt es ja kein Geld mehr. aber sie wird wieder nicht das Papier wert sein auf dem sie gedruckt ist. Was zählt sind die Ergebnisse der Vergangenheit. Aber außer Aktionismus während der Besuche der Troika gibt es da nichts.

  • Die Sparversprechungen für 2013 und 2014 interessieren niemanden.

    Wenn die Griechen im Rest des Jahres so weitermachen wie im ersten Halbjahr, dann fehlen ihnen wieder 9 Milliarden. Ein Defizit von 15 Milliarden war vereinbart, 24 Milliarden scheinen es zu werden.

    Wo sollen also die fehlenden 9 Milliarden herkommen?

    Eine Bereitschaft der Koalition, das laufende Hilfspaket aufzustocken, kann ich nicht erkennen.

    Denn es wäre zu blöd, zum x-ten Mal auf den gleichen Griechen-Trick hereinzufallen:

    "Gebt uns dieses Jahr bitte ein paar Milliarden mehr, dann werden wir nächstes Jahr auch ganz bestimmt sparen."

    ...

    Und nächstes Jahr wird den Griechen sicher wieder ein Grund einfallen, warum es mit dem Sparen auch 2013 nicht klappt.

    Regierungswechsel und Wahltheater hatten wir dieses Jahr.

    Vielleicht 'mal wieder ein paar Bankangestelltenverbrennungen mit begleitenden Ausschreitungen?

  • Zitat: ..." will Samaras das Thema im Herbst wieder zur Sprache bringen, in der Hoffnung, dann in der EU ein freundlicheres Klima anzutreffen."

    Gestern noch war zu hören, dass Finanzminister Stournaras im Herbst auf bessere Zeiten hoffe, da es dann "Euro-Bonds" gäbe.

  • Sparwille, Führungsqualtitäten? Ich lach mich schlapp, wo denn? Wie wär's denn mal mit Steuerzahlungen der superreichen griechischen Oligarchen, etwa der per Verfassung weiterhin steuerfrei gestellten griechischen Reeder, die sich ihre Taschen weiter mit europäischen, primär deutschen Steuergeldern vollstopfen und dafür in München, Hamburg, Frankfurt deutsche Immobilien kaufen. Und was ist mit der weiteren Geldverschleuderung für all die Privilegien, von denen etwa deutsche Taxifahrer nur träumen können? Und was mit den ins Nigendwo führenden Straßen auf Kosten deutscher Steuerzahler, von denen die verfilzte Baumafia in Griechenland profitiert? Weiter wird rumgetrickst und rumgelogen, dass sich die Balken brechen, und die deutschen Medien versuchen so, den doofen deutschen Steuerzahler weiter zu verblöden. Die deutschen Schulden explodieren, die deutschen Zahlungen und Haftungsrisiken auch, inzwischen sind es über 13 Billionen insgesamt. Raus mit Griechenland und den anderen PIIGS-F-Staaten, oder raus mit Deutschland, es reicht!!!!!!!!!!!!!!!!1

  • karstenberwanger

    Die unzähligen BEamte die sinnlos herumlungern
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    Wenns mal nur diese hunderttausende bis in die
    Million gehenden wären..
    Da sind mindestens 60% der seit Jahren anfallenden
    Staatsbediener die mit Pensionen zu versorgen sind.
    Das sind Millionen..und das wo die Griechen nur ein
    10 millionen Volk sind..und das ganze für null Leistung,
    es sei denn,das Handaufhalten als Kraftakt zählt.
    Werden bestimmt alle uralt,so wie die sich geschont haben.

  • das problem griechenlands ist einstaat ohne regeln und regelungsmechanismen.
    wo gibt es in deutschland eine altersrente von € 2 400, wo gibt es blindenrenten, wo renten für bereits tote, wo verdient ein fährkapitan € 200 000? wer am trog sitzt wird überfüttert und viele menschen sitzen leider nicht am trog. bis das geändert ist vergehen noch viele jahre - aber ohne den druck der EU bleibt griechenland in diesem zutiefst undemokratischen und unsozialen korruptionssumpf.

  • Sparen??? Das kommt 12 Jahre zu spät....zumal....was wollen die denn sparen bitte? die haben NICHTS aber auch GAR NICHTS! woran also bitte sparen? Die unzähligen BEamte die sinnlos herumlungern? Pfff und dann?

    Der Zug ist abgefahren und die brauchen eine eigene Währung...alles andere ist Unfug....jetzt brauchen sie wieder Geld so schnell es geht und da wird mal eben ganz locker irgendwas zusammengeschnürt nur damit die nächste Zahlung fliesst.

    Jede Firma wäre längst geschlossen und verklagt, hart bestraft worden. Wenn ich auch nur 50 Cent an Steuern zu wenig bezahle, dann droht man mit amtlich die Existenzgrundlagen zu entziehen.....sprich: Konto dicht, Pfändung hier und da usw. usw.

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