Griechenland Wahlsieger Syriza verfehlt absolute Mehrheit

Alexis Tsipras und sein Linksbündnis Syriza gewinnen die Parlamentswahl in Griechenland. Der Euro fällt und die EZB warnt. Experten halten einen echten Schuldenschnitt allerdings für unwahrscheinlich.
Update: 26.01.2015 - 10:12 Uhr 26 Kommentare

„Wir lassen die katastrophale Sparpolitik hinter uns!“

AthenDie Linkspartei Syriza hat die Parlamentswahl in Griechenland am Sonntag gewonnen, zugleich aber die absolute Mehrheit verfehlt. Im Wahlkampf versprach die Linke vor allem ein Ende der Sparmaßnahmen in dem hoch verschuldeten Euro-Krisenland. Syriza-Chef Alexis Tsipras signalisierte den EU-Partnern noch in der Wahlnacht Gesprächsbereitschaft für eine „gerechte und praktikable Lösung“.

Wie das mit dem Innenministerium zusammenarbeitende Meinungsforschungsinstitut Singular Logic am frühen Montagmorgen mitteilte, erhielt das Linksbündnis nach Auszählung von knapp 95 Prozent der Stimmen 36,4 Prozent (Juni 2012: 26,9) und wird voraussichtlich 149 oder höchstens 150 Abgeordnete im neuen griechischen Parlament haben.

Damit verfehlte die Partei von Tsipras knapp die absolute Mehrheit von 151 der 300 Sitze im Parlament. Deshalb hat der Wahlsieger schon einen möglichen Koalitionspartner im Blick. Tsipras werde sich am heutigen Montag mit dem Vorsitzenden der Unabhängigen Griechen zusammensetzen, teilte ein Syriza-Vertreter mit.

Dabei soll es darum gehen, die Unterstützung oder mögliche Beteiligung der Partei an der neuen Regierung zu bestätigen. Die rechtspopulistischen Unabhängigen Griechen holten bei der Wahl 13 Parlamentssitze. Ihnen schwebt zwar wie Syriza ein Ende des strikten Sparkurses vor, doch bei praktisch allen anderen Themen liegen die beiden Parteien überkreuz. Die bislang regierenden Konservativen der Nea Dimokratia (ND) erhalten demnach 27,9 Prozent und werden 76 Sitze im Parlament haben.

Der Euro ist nach dem Wahlsieg von Syriza zwischenzeitlich auf den niedrigsten Wert seit elf Jahren gefallen. Im fernöstlichen Devisenhandel notierte die Gemeinschaftswährung am frühen Montagmorgen zwischenzeitlich bei 1,1098 Dollar. Das war der niedrigste Stand seit September 2003. Aktuell zeigt sich der Euro stabiler und notiert bei 1,1191 Dollar, 0,1 Prozent schwächer als am Freitag.

Ökonomen uneins über neuen Schuldenschnitt
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26 Kommentare zu "Griechenland: Wahlsieger Syriza verfehlt absolute Mehrheit"

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  • Der EURO ist eine rein "politische Währung" - egal welche Nebenwirkungen sie erzeugt.

    Die Staaten in Europa werden "zusammen-stranguliert" und mit "Dauerkrise" und "Dauer-Bedrohung IS-Islam" werden wir mürbe gemacht - bis wir alles erdulden was "die von oben" als sogenannte "Geld-Druck-Elite" mit uns vorhaben.

    Es gibt eine willige "Rocker - Promie- Sportler" - Schleimschicht in Deutschland, die sich willig politisch instrumentalisieren lassen. Fussball-Vorbilder, C-Promies, man wird endlos medial vollgesifft mit "Erziehung und Vorbild" im Staatsauftrag.

    ---

    +++ Übrigens GLÜCKWUNSCH HANDELSBLATT !

    Die einzige Zeitung die "gewachsen" ist, ist HB.

    "BILD, WELT usw. Lügenpresse" verlieren nochmal kräftig. Wer will sich diese "vollgepinkelten Windel-Eimer" auch durchlesen ??

    http://www.neopresse.com/medien/erneuter-einbruch-medien-verlieren-massiv-leser/

    Das fällt mir besonders bei "Dietmar Neuerer" als Politischer Korrespondent von HB immer auf. Der berichtet NIE allein die Fakten - sondern immer mit "tendenziösem Hintergrund". Als Richter wären solche "Urteiler der Geschehnisse" längst gefeuert vom Rechtswesen weil BEFANGEN !

    Es gibt eine willige "Rocker - Promie- Sportler" - Schleimschicht in Deutschland, die sich willig politisch instrumentalisieren lassen. Fussball-Vorbilder, NO-RASSISM-bei-Eurosport, man wird endlos medial vollgesifft mit "Erziehung und Vorbild" im Staatsauftrag.

    "Rund 600.000 Menschen haben bereits einen Bescheid bekommen, der besagt, dass ihr Asylantrag abgelehnt wurde und sie sich damit illegal im Bundesgebiet aufhalten. ihre Zukunft also kraft Gesetzes nicht in Deutschland liegt. Dies ging aus einer parlamentarischen Anfrage des Bundestagsvizepräsidenten Johannes Singhammer (CSU) hervor. Beantwortet wurde diese Anfrage vom Bundesministerium des Inneren, welches sich auf die Zahlen des Ausländerzentralregisters beruft. ..."

    http://www.unzensuriert.at/content/0017008-Fl-chtlinge-mit-abgelehntem-Asylantrag-leben-weiter-Deutschland

  • Hoffentlich können sich unsere Politiker jetzt einmal gegen die Finanzoligarchen durchsetzen. Eine Lösung für die Zukunft Griechenlands sollte auch ohne IWF möglich sein. Deren, nur eigenen Zwecken dienenden, Diktate werden keinem europäischen Land helfen.

  • Gerade in der "Zeit" gelesen.
    200.000 gutausgebildete Griechen im Ausland
    Seit Beginn der Krise wird davon ausgegangen, dass mehr als 200.000 Bürgerinnen und Bürger Hellas verlassen haben. Die große Mehrheit der neuen Migranten migrierte und migriert wegen der Folgen der Krise. Die soziale, politische und ökonomische Situation Griechenlands hat eine neue Migrationswelle ausgelöst.
    Die neue Migrantengeneration besteht hauptsächlich aus Personen mit Hochschulabschluss im berufsfähigen Alter (24-35), entsprechend der Daten des Hellenischen Statistikinstitutes.

  • @Frau Ellis Müller,
    mir auch!

  • Das sehe ich auch so, Merkel und Schäuble haben einen deutlichen Gesichtsverlust erlitten. Ich bin gespannt, wie das in den nächsten Wochen weitergeht, denn meiner Überzeugung nach wird der IWF keine weiteren Unterstützungen für Griechenland gewähren und ohne IWF, so hat Schäuble zugesichert, werden keine Hilfen mehr geleistet. Aus dieser Nummer kommt er kaum raus...

  • Liebes kognitives Schwergewicht!
    Wenn alle Schuldenstaaten Konkurs anmelden und deshalb keine Aufträge mehr an die Wirtschaft vergeben und keine Beamten mehr beschäftigen, dann wird der Kapitalmarkt erst so richtig florieren und angemessene Zinsen abwerfen, oder?

  • Starker Kommentar, Islam-Murksel und der böse Linke.

  • Friedrich (CSU): "Die Griechen müssen jetzt die Konsequenzen selber tragen und können sie nicht dem deutschen Steuerzahler aufbürden". Ich glaube, dümmer geht es kaum noch. Gerade Berlin hat ja dafür gesorgt, dass Deutschland von Griechenland erpresst werden kann. Seit mindestens 2010 war jedem klar, dass jeder nach Griechenland verschickte Euro nicht mehr zurückkommt und wenn die Experten Recht behalten, wird das die nächsten 20 Jahre so weiter gehen. Das wird zwangsläufig zu politischen Verwerfungen und zum Machtverlust der CDU führen. Griechenland hat in der Vergangenheit den selben Fehler gemacht, wie Schröder und Merkel: die breite Masse wurde überproportional mit Steuern und Abgaben belastet, während die Geldelite nicht adäquat an den Aufgaben des Staates beteiligt wurde. Die Wahl von Tsipras entbehrt insofern nicht einer gewissen Logik, nur begeht er einen schwerwiegenden Fehler, wenn er glaubt, die reine Zugehörigkeit zum Euro-Raum beinhaltet den Anspruch, dass die Griechen vom restlichen Europa durchgefüttert werden müssen. Er spricht kein Wort über die griechische Geldelite, die mindestens in Höhe der Schuldenschnitte Schwarzgeld in Steueroasen gebunkert haben, oder von Steuer- und Strukturreformen, die ausländische Investoren anlocken könnten. Stattdessen geht er Betteln, so wird das nichts Herr Tsipras!

  • Ich mache jetzt mal eine Vorhersage wie das ausgehen wird:
    angeführt von Hollande werden die europäiachen Südstaaten einen Schuldenschnitt für Griechenland und anschliessend weiters Geld für Griechenland durchsetzen. Mutti Merkel und Onkel Schäuble werden ihre Verschleierungs- und Lügenpolitik fortsetzen und dem ach so leichtgläubigen Deutschen Michel erklären, dass das den deutschen Steuerzahler keinen Cent kostet und im übrigen eh alternativlos ist. Und der Deutsche Michel wird es schlucken und sich auf das nächste Weihnachtsfest freuen. Jedes Land bekommt was es verdient. Ich kann vor den Anführern der Südstaaten nur meinen Hut ziehen. Die wissen wie es geht an das Geld anderer Leute ranzukommen.

  • Man muss kognitiven Leichtgewichten wie Herrn Noack diesen Denkfehler verzeihen, er befindet sich da kognitiv durchaus im Einklang mit der Mehrheit des Michels. Allerdings hat er da sogar zumindest im Hinblick auf Deutschland bis zu einem gewissen Grade recht, denn für den masochistischen Michel ist im Hinblick auf sich dann ergebende drastische Steurerhöhungen noch ein gewisses Toleranzmass nach oben möglich, bis er endlich sich von seinem Dschungelcamp paralysierten A.... erhebt

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