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Griechenlands Premier Tsipras Versprochen, gebrochen

Déjà-vu: Griechenlands Premier versichert, er werde alle Reformzusagen erfüllen. Tatsächlich gerät Athen massiv in Verzug. Tsipras kann es sich leisten, denn die EU hat andere Sorgen.
08.02.2016 - 06:29 Uhr
Nur 15 Prozent der vereinbarten Reformen Sparmaßnahmen sind umgesetzt. Quelle: Reuters
Premierminister Tsipras

Nur 15 Prozent der vereinbarten Reformen Sparmaßnahmen sind umgesetzt.

(Foto: Reuters)

Brüssel, Berlin, Athen Die Stimmung war so düster wie der Himmel: Der Nordwind blies dunkle Wolken über die Akropolis, als die Vertreter der Geldgeber am Freitagabend die Gespräche mit dem griechischen Finanzminister Euklid Tsakalotos beendeten und ihre Koffer packten. Zerknirscht, ratlos, resigniert. Eine Woche lang hatten die Kontrolleure, früher Troika genannt, Athens Reformen inspiziert. Und doch waren weiterhin fast alle Fragen offen.

So ist im Tauziehen um die Renten- und Steuerreform bisher kein Kompromiss in Sicht. Wer gehofft hatte, dass Premier Alexis Tsipras nach seiner Wiederwahl im Herbst zügig seine Reform- und Sparversprechen einlösen würde, wurde enttäuscht. „Griechenland macht viel auf dem Papier“, sagt ein Vertreter der Geldgeber. Doch bei der Umsetzung passiere wenig. Das ganze klingt wie ein Déjà-vu.

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