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Groß angelegte Operation Drohnen fliegen über französische AKW

Sie kamen in der Nacht und in den Morgenstunden: Als Drohnen in Frankreich über sieben Atomkraftwerke flogen, schlugen Wachleute Alarm. Wer die Flugobjekte steuerte ist unklar. AKW-Betreiber EDF erstattete Anzeige.
Update: 30.10.2014 - 13:52 Uhr 2 Kommentare
Der französische Stromkonzern und AKW-Betreiber EDF bestreitet, dass von den Drohnen-Überflügen eine Gefahr ausgegangen sei. Quelle: dapd

Der französische Stromkonzern und AKW-Betreiber EDF bestreitet, dass von den Drohnen-Überflügen eine Gefahr ausgegangen sei.

(Foto: dapd)

ParisDrohnen unbekannter Herkunft haben in den vergangenen Wochen sieben französische Atomkraftwerke überflogen. Der französische Stromkonzern und AKW-Betreiber EDF gab am Mittwochabend bekannt, deswegen Anzeige erstattet zu haben. Er betonte zugleich, die Überflüge seien „ohne Folgen für die Sicherheit oder den Betrieb der Anlagen“ geblieben.

Die Drohnen wurden vom Wachpersonal der Atomkraftwerke gesichtet, meist in der Nacht oder in den frühen Morgenstunden. Angaben darüber, wer die Drohnen gesteuert haben könnte, wurden nicht gemacht. Es seien Maßnahmen ergriffen worden, um die Flugkörper zu identifizieren und zu neutralisieren, sagte Innenminister Bernard Cazeneuve am Donnerstag dem Rundfunksender France Info. Details nannte er nicht. Nach Angaben des AKW-Betreibers EDF wurden zwischen dem 5. und dem 20. Oktober sieben Drohnen-Flüge beobachtet.

AKW dürfen in Frankreich nur in einer Höhe von mindestens 1000 Meter überflogen werden. Zudem müssen Flugzeuge zu Atommeilern einen Abstand von mindestens fünf Kilometern einhalten. Betroffen waren von den Drohnenflügen laut EDF die Anlagen in Creys-Malville und Bugey im Südosten, Blayais in Südwesten, Cattenom and Chooz im Nordosten, Gravelines im Norden und Nogent-sur-Seine in der Nähe von Paris.

Die für spektakuläre Protestaktionen bekannte Umweltschutzorganisation Greenpeace erklärte, sie habe nichts mit den Flügen zu tun. „Was geschieht, ist sehr besorgniserregend“, sagte ein Sprecher. Drohnen hätten teilweise am selben Tag „vier weit auseinanderliegende“ Atomkraftwerke überflogen. „Das zeugt von einer großangelegten Operation.“ Auch das Kommissariat für Atomenergie in Saclay nahe Paris sei überflogen worden.

Greenpeace betonte, nicht hinter den Drohnenflügen zu stecken. Im Mai 2012 hatte die Umweltschutzorganisation mit einer Drohne gefilmt, wie ein deutscher Greenpeace-Aktivist mit einem motorisierten Gleitschirm das Atomkraftwerk Bugey im Osten Frankreichs überflog und auf dem Gelände landete. Mit der spektakulären Aktion wollte Greenpeace auf Sicherheitsmängel bei französischen Atomkraftwerken aufmerksam machen.

In Frankreich ist es verboten, Atomkraftwerke in einem Umkreis von fünf Kilometern und einer Höhe unter 1000 Metern zu überfliegen. Für die Überwachung dieses Luftraums ist die französische Luftwaffe zuständig, wie es in einer Vereinbarung mit EDF geregelt ist. Frankreich bezieht rund drei Viertel seines Stroms aus Atomkraft, der Anteil soll bis 2025 auf 50 Prozent gesenkt werden. EDF ist der Betreiber aller 19 französischen Atomkraftwerke mit ihren zusammen 58 Reaktoren.


  • afp
  • rtr
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2 Kommentare zu "Groß angelegte Operation: Drohnen fliegen über französische AKW"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Die Verbrecher von Greenpeace, WWF und Co. werden diese Drohnen mit Absicht über die Kernkraftwerke fliegen lassen, nur um damit über die Medien ein Thema zu haben, dass diese Mafiaorganisationen als Erpressung und Industrieschädigend darstellen können.
    Kein Terrorist dieser Welt wird sich als Ziel ein Kernkraftwerk aussuchen. Ein Terrorist ist immer an "weichen Zielen" Menschenmassen wie diese in Hochhäusern, U-Bahnen oder Städten vorkommen interessiert. Siehe den Anschlag in New York und den USA. Immer waren Ziele des Anschlags "Meschenmassen" und keine Fabrik-Energiegebäude. Ein Hochhaus ist für Terroristen intersessante als jedes Kernkraftwerk dieser Welt!

  • Wenn so eine 300g "schwere" Fotodrohne gegen die Schutzkuppel knallt, bricht diese dann schon auseinander oder hat der Chef des Werks nur Angst, daß seine Frau sieht, wie er seiner Sekretärin auf den Hintern starrt?

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