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Großbritannien Boris Johnson will Theresa May ablösen und Tory-Parteichef werden

Der Ex-Außenminister läuft sich für die Nachfolge von Premierministerin Theresa May warm. Nun äußert er sich erstmals deutlich zu seinen Ambitionen.
Update: 16.05.2019 - 17:55 Uhr Kommentieren
Außer Johnson haben auch andere Politiker der Konservativen Partei ihr Interesse am höchsten Parteiamt bekundet. Quelle: dpa
Boris Johnson

Außer Johnson haben auch andere Politiker der Konservativen Partei ihr Interesse am höchsten Parteiamt bekundet.

(Foto: dpa)

ManchesterNach wochenlangem Schweigen hat der britische Ex-Außenminister Boris Johnson bekräftigt, dass er Theresa May als Chefin der Konservativen Partei ablösen will. Am Rande einer Rede in Manchester sagte Johnson am Donnerstag auf die Frage, ob er für eine Nachfolge für das höchste Parteiamt kandiere: „Natürlich werde ich mich bewerben.“ In der Partei ist es üblich, dass der Parteichef immer auch Anspruch auf den Posten des Premierministers hat, sofern die Konservativen wie momentan die Regierung stellen.

Die wegen der chaotischen Brexit-Politik von allen Seiten attackierte May hat ihren Rückzug für den Fall in Aussicht gestellt, dass das Parlament sie mit dem zwischen ihrer Regierung und der EU vereinbarten Austrittsabkommen verabschiedet. Mit entsprechenden Abstimmungen ist sie bislang dreimal gescheitert. Die Frist für den geplanten EU-Austritt wurde daher bis zum 31. Oktober verlängert.

Johnson war schon im Vorfeld des Brexit-Referendums im Juni 2016 einer der härtesten Verfechter des Austritts aus der Europäischen Union (EU). Bei den Konservativen steht er im Zentrum der EU-skeptischen European Research Group.

Ein Großteil der Mitglieder dieser Gruppe will Mays Abkommen erneut die Unterstützung verweigern. Wegen des Widerstands in den eigenen Reihen und der Aussicht auf eine neue Schlappe im Unterhaus wächst der Druck auf May, sich konkret zu ihren Rücktrittsplänen zu äußern.

Sie selbst hat dafür noch kein Datum genannt. Im Dezember hatte May ein Misstrauensvotum überstanden. Eine weitere solche Abstimmung ist nach den Regeln der Partei erst nach einem Jahr wieder möglich.

Doch der dafür zuständige Ausschussvorsitzende Graham Brady sagte am Donnerstag nach einem Gespräch mit May, sie würden sich nach der zweiten Lesung des Brexit-Gesetzes zusammensetzen und auf einen Zeitplan für ihren Rückzugs einigen. Ab dem 3. Juni sollen die Abgeordneten über Mays Brexit-Gesetz debattieren.

Mays Konservative haben den Unmut der Briten über das Chaos rund um den EU-Ausstieg bei den Kommunalwahlen zu spüren bekommen. Vor der Europawahl, an der Großbritannien nach der Verschiebung des ursprünglich für den 29. März geplanten Brexits teilnimmt, liegen die Tories zurück.

Brexit 2019
  • dpa
  • rtr
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