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Großbritannien Rückschlag für Brexit-Partei: Kandidat schafft es nicht ins Parlament

Labour kommt mit einem blauen Auge davon: Bei den Wahlen in der Stadt Peterborough gewinnt die Spitzenkandidatin knapp gegen den Kandidaten von Nigel Farage.
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„Wir waren die Neuen“, gab sich Farage am Freitag selbstbewusst.. Quelle: AP
Nigel Farage (r.) und Mike Greene

„Wir waren die Neuen“, gab sich Farage am Freitag selbstbewusst..

(Foto: AP)

London Der Unternehmer Mike Greene hätte als erster Abgeordneter der neu gegründeten Brexit-Partei in das Londoner Parlament einziehen können. Dafür hätte er die Nachwahl in dem kleinen Städtchen Peterborough gewinnen müssen. Doch er wurde knapp geschlagen: Bei der Abstimmung erhielt die Labour-Partei 31 Prozent der Stimmen, die Brexit-Partei 29 Prozent. Künftige Abgeordnete für die Stadt im Osten Englands ist die Labour-Kandidatin Lisa Forbes.

Das Ergebnis sei ein klares Zeichen dafür, dass die Menschen die Politik der Regierung „und ihren desaströsen Umgang mit dem Brexit“ ablehnten, sagte Labour-Parteichef Jeremy Corbyn. Viele Briten sind verärgert über die Regierungspartei, aber auch über die oppositionelle Labour-Partei, der sie vorwerfen, sich nicht klar beim Thema Brexit positioniert zu haben.

In Großbritannien war deswegen gespannt auf das Ergebnis der Wahl gewartet worden, weil es die erste nationale Abstimmung war, bei der die Brexit-Partei von Nigel Farage antrat. Die Wahl war notwendig geworden, nachdem der vorigen Abgeordneten von Labour nach einer strafrechtlichen Verurteilung der Sitz aberkannt worden war.

Farage, Gründer und Vorsitzender der Brexit-Partei, gab sich selbstbewusst: „Wir waren die Neuen“, sagte er im britischen Fernsehen am Freitagmorgen. Entscheidend sei, dass die Zeiten vorbei seien, in denen lediglich zwei Parteien – die konservative Regierungspartei der Tories und Labour – die Parteilandschaft dominierten.

Die Tories landeten in Peterborough – wo die Briten bei dem EU-Referendum klar für den Brexit gestimmt hatten – mit 21 Prozent abgeschlagen auf dem dritten Platz. Das ist aber keine Überraschung: Wie unzufrieden die Briten mit ihrer Regierung sind, hatte sich bereits in den Wahlen zum Europaparlament gezeigt. Dort war die Brexit-Partei auf dem ersten Platz gelandet, gefolgt von der proeuropäischen liberaldemokratischen Partei.

Die Labour-Kandidatin zieht als Abgeordnete für die Stadt Peterborough ins Londoner Parlament ein. Quelle: Reuters
Lisa Forbes

Die Labour-Kandidatin zieht als Abgeordnete für die Stadt Peterborough ins Londoner Parlament ein.

(Foto: Reuters)

Die konservativen Tories hatten lediglich den fünften Platz geschafft. Für die Premierministerin hat das an diesem Freitag sichtbare Folgen: Die Forderungen nach ihrem Rücktritt waren so laut geworden, dass Theresa May ihr Amt als Parteivorsitzende der Tories niederlegt. Die Geschäfte als Premierministerin wird sie noch kommissarisch weiterführen, bis die Partei ihren Nachfolger gewählt hat.

Das Rennen ist bereits in vollem Gange. Bis Montag können sich Kandidaten melden. 13 konservative Politiker hatten ihre Kandidatur angekündigt, zwei haben diese aber wieder zurückgezogen.

Die Gratulation von Greene an Forbes fiel nicht besonders herzlich aus. Quelle: Reuters
Die Kandidaten

Die Gratulation von Greene an Forbes fiel nicht besonders herzlich aus.

(Foto: Reuters)

Mehr: Theresa May legt heute den Parteivorsitz der Tories nieder. Ihre drei Jahre im Amt verliefen äußerst bewegt – dennoch fällt ihre Bilanz dürftig aus.

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