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Guerilla-Gruppe Kolumbien und FARC-Rebellen nähern sich weiter an

Die FARC-Rebellen haben sich mit der kolumbianischen Regierung auf ein Vorgehen im Kampf gegen illegale Drogen geeinigt. Damit ist die Hälfte ihrer Verhandlungspunkte erfolgreich geklärt, der Frieden rückt etwas näher.
17.05.2014 - 04:42 Uhr Kommentieren
Farc-Kommandeure Ivan Marquez (rechts) und Rodrigo Granda (links) verkünden bei einer Pressekonferenz ihre neue Einigung mit der kolumbianischen Regierung. Quelle: AFP

Farc-Kommandeure Ivan Marquez (rechts) und Rodrigo Granda (links) verkünden bei einer Pressekonferenz ihre neue Einigung mit der kolumbianischen Regierung.

(Foto: AFP)

Havanna Die kolumbianische Regierung und die linken FARC-Rebellen haben bei ihren Friedensverhandlungen in Kuba einen weiteren Teilerfolg erzielt. Beide Seiten einigten sich am Freitag auf eine Übereinkunft zum Kampf gegen den Drogenhandel, wie der kubanische Diplomat Rodolfo Benítez am Freitag in Havanna verkündete. Damit schlossen beide Seiten das dritte von insgesamt sechs Kapiteln auf der Verhandlungsagenda ab.

Die kolumbianische Regierung führt seit November 2012 unter der Schirmherrschaft Kubas und Norwegens Friedensgespräche mit einer Delegation der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC). Ein erster Teilerfolg wurde im Mai 2013 erzielt, als sich beide Seiten auf eine Landreform einigten. Im November wurde eine Übereinkunft über die künftige politische Teilhabe der FARC-Mitglieder erzielt. Außerdem soll es in den Gesprächen noch um die Entschädigung der Opfer und die Entwaffnung der Rebellen gehen. Außerdem müssen beide noch Seiten noch klären, ob ein möglicher Friedensvertrag dem Volk zur Abstimmung vorgelegt wird.

Am Freitag wurde eine "Lösung für das Problem der illegalen Drogen" gefunden, wie Benítez vor Journalisten sagte. Vereinbart wurde demnach, den illegalen Drogenanbau zu bekämpfen. Dabei sollen Drogenfelder auch zwangsweise zerstört werden können.

Nach Angaben des norwegischen Diplomaten Dag Nylander vereinbarten beide Seiten, dass die kolumbianische Regierung eine internationale Konferenz zum Drogenhandel unter Schirmherrschaft der Vereinten Nationen einberufen soll. Außerdem solle ein Konzept zur Bekämpfung der Korruption im Zusammenhang mit Drogen erarbeitet werden, sagte Nylander.

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    Kein Waffenstillstand während der Verhandlungen

    Die 1964 gegründete FARC ist Kolumbiens größte Guerilla-Organisation. Im Konflikt mit Regierungstruppen und Paramilitärs wurden in den vergangenen fünf Jahrzehnten hunderttausende Menschen getötet. Neben der FARC und einer weiteren linken Rebellengruppe sind rechte Paramilitärs und kriminelle Banden in den Konflikt verwickelt. Alle Gruppen sind direkt oder indirekt im Drogenhandel engagiert.

    Die kolumbianische Regierung lehnt einen Waffenstillstand während der Verhandlungen ab und geht weiter gewaltsam gegen die Guerillagruppe vor. Am Freitag verkündeten die FARC und die Rebellenorganisation ELN jedoch eine einseitige Waffenruhe während der Präsidentschaftswahl in der kommenden Woche. Die einseitige Waffenruhe sei ein "Zeichen des guten Willens" und ein "Hoffnungsschimmer für einen bilateralen Waffenstillstand", sagte FARC-Vertreter Pablo Catatumbo in Havanna. Die Waffenruhe tritt demnach am 20. Mai in Kraft und endet am 28. Mai.

    Kolumbien wählt am 25. Mai ein neues Staatsoberhaupt. Amtsinhaber Juan Manuel Santos, der die Friedensgespräche mit der FARC veranlasst hatte, gilt als Favorit.

    • afp
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