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Häusliche Gewalt Brasilien verschärft Strafen für Frauenmorde

15 Frauen pro Tag werden in Brasilien umgebracht, viele davon im Zuge häuslicher Gewalt. Dagegen geht die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff nun mit einem neuen Gesetz vor.
10.03.2015 - 02:22 Uhr Kommentieren
Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff bei einer Veranstaltung zur Einführung härterer Gesetze gegen Frauenmorde. Quelle: ap
Dilma Rousseff

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff bei einer Veranstaltung zur Einführung härterer Gesetze gegen Frauenmorde.

(Foto: ap)

Rio de Janeiro Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff hat ein neues Gesetz unterschrieben, das harte Strafen für Tötungen von Frauen und Mädchen vorsieht. Dem am Montag vorgestellten Gesetz zufolge müssen Verurteilte nach solchen Tötungsdelikten im Zuge von häuslicher Gewalt oder aufgrund des Geschlechts mit einer Haftstrafe zwischen zwölf auf 30 Jahre rechnen. Gewaltakte dieser Art werden in der rechtlichen Richtlinie explizit als Frauenmorde bezeichnet.

Eine noch längere Zeit hinter Gittern kann von Richtern verhängt werden, wenn die Frau schwanger ist oder kürzlich ein Kind zur Welt gebracht hat. Härtere Strafen sind auch für Tötungen von Mädchen in einem Alter unter 14 Jahren, Frauen über 60 oder mit Behinderungen sowie vor den Augen der Kinder oder Eltern des Opfers vorgesehen.

Staatschefin Rousseff zufolge werden in Brasilien täglich 15 Frauen umgebracht, viele davon durch häusliche Gewalt. Rousseffs Angaben zufolge werden jährlich schätzungsweise 500.000 Frauen und Mädchen in dem südamerikanischen Land vergewaltigt. Nur zehn Prozent dieser kriminellen Taten würden gemeldet. „Diese Zahlen erschrecken uns“, so Rousseff.

Ähnliche Gesetze wurden in den vergangenen Jahren bereits in Ländern wie Guatemala, El Salvador und Chile verabschiedet.

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