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Halloween Horror-Clowns werden in Österreich nicht bestraft

Seit vier Wochen gilt in Österreich ein Verhüllungsverbot. An Halloween legt das Innenministerium das neue Gesetz jedoch großzügig aus. Die nächste Bewährungsprobe kommt am Nikolaustag im Dezember.
31.10.2017 - 12:25 Uhr Kommentieren
Trotz Verhüllungsverbots dürfen die Wiener an Halloweens-Masken tragen. Quelle: dpa
Halloween

Trotz Verhüllungsverbots dürfen die Wiener an Halloweens-Masken tragen.

(Foto: dpa)

Wien Wenn die Horror-Clowns an Halloween durch die Gassen rund um den Wiener Stephansdom schleichen, brauchen sie sich nicht vor Strafen schützen. „Wir sanktionieren die Gesichtsverhüllung bei Halloween nicht und legen so das Gesetz großzügig aus“, sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Dienstag dem Handelsblatt. Sogar eine Burka als schwarze Ganzkörperverschleierung ist beim Halloween-Umzug erlaubt, aber nur wenn sie nicht aus religiösen Gründen, sondern aus Gaudi getragen wird.

Seit 1. Oktober gilt in ganz Österreich das sogenannte Burka-Verbot. Ziel des umstrittenen Gesetzes der rot-schwarzen Regierung in Wien ist, weder Nikab, der Gesichtsschleier mit Augenschlitz, noch Burka, der vollständige Körperschleier, mehr zu tolerieren. Der Gesetzgeber will muslimische Frauen, die dagegen verstoßen, mit einer Strafe von bis zu 150 Euro zur Kasse bitten. „Das Gesetz erhebt den Anspruch, dass Menschen in der Öffentlichkeit unverhüllt unterwegs sein müssen“, heißt es im Wiener Innenministerium. Österreich ist nach Frankreich, Belgien, Italien und Bulgarien das fünfte EU-Land, das ein Verschleierungsverbot erlassen hat.

Doch beim Formulieren des Gesetzes wurden eine ganze Reihe von Ausnahmen gemacht. Beispielsweise ist bei Kälte das Tragen einer Gesichtsmaske erlaubt, genauso wie Gesichtsverhüllungen aus Gründen des Brauchtums. Und genau unter diese Ausnahmeregelung fällt Halloween, auch wenn die Nacht zum 1. Dezember ein aus den USA importierter Brauch ist. „Fasching, Nikolaus oder Halloween tauchen im Gesetz nicht auf“, sagte der Ministeriumssprecher. Und das ist auch gut so, denn so haben die Ordnungshüter jede Menge Spielräume, die sie nutzen wollen. „Es ist bei der Umsetzung Flexibilität und Verhältnismäßigkeit gefragt“, sagte ein Sprecher des Innenministeriums.

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