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Handel Türkei kritisiert USA für Verlust von Sonderstatus in Handelsfragen

Die USA wollen den Sonderstatus der Türkei im Bezug auf den Handel auflösen. Die türkische Handelsministerin warnte die USA vor den Folgen.
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Laut der türkischen Handelsministerin hatten sich die USA und Türkei ein Handelsvolumen von 75 Milliarden Dollar zum Ziel gesetzt. Quelle: dpa
Hafen von Izmir

Laut der türkischen Handelsministerin hatten sich die USA und Türkei ein Handelsvolumen von 75 Milliarden Dollar zum Ziel gesetzt.

(Foto: dpa)

IstanbulDie türkische Handelsministerin hat mit Bedauern auf den Plan der USA reagiert, den Sonderstatus ihres Landes in Handelsfragen zu beenden. Das widerspreche „dem von beiden Ländern deklarierten Ziel eines Handelsvolumens von 75 Milliarden Dollar“, schrieb Ruhsar Pekcan am Dienstag auf Twitter. „Dieser Entschluss wird sich gleichzeitig auch negativ auf die kleinen und mittleren Unternehmen und die Produzenten der USA auswirken“, warnte sie.

Die Türkei kämpft seit langem mit einer hohen Teuerungsrate. Die Inflation war zwar im Februar wieder unter 20 Prozent gesunken, sie bleibt aber auf einem hohen Niveau. Im Sommer hatte unter anderem ein Zerwürfnis mit den USA zu einer Währungskrise geführt. Im Oktober war die Teuerungsrate zum ersten Mal seit 15 Jahren auf mehr als 25 Prozent geklettert.

Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer hatte am Montag (Ortszeit) in Washington mitgeteilt, US-Präsident Donald Trump wolle Indien und der Türkei den Status als Entwicklungsländer aberkennen. Damit werde er den mit dem bisherigen Sonderstatus verbundenen zollfreien Export von Waren in die USA auch nicht mehr genehmigen.

Im Fall der Türkei teilte die USA als Begründung mit, das Land sei inzwischen ausreichend entwickelt, habe seine Pro-Kopf-Wirtschaftsleistung stetig gesteigert und brauche den 1975 verliehenen Sonderstatus nicht mehr. Der Entschluss kann frühestens nach Ablauf von 60 Tagen in Kraft treten. Indien dagegen habe den USA nicht wie vereinbart Versicherungen für einen Marktzugang gewährt, sondern im Gegenteil Barrieren aufgebaut, hieß es zur Begründung.

Eine Sprecherin des indischen Handelsministeriums sagte über den Zollvorteil: „Es ist für die am wenigsten entwickelten Länder gedacht, und Indien ist daraus aufgestiegen.“ Die Zolleinsparungen hätten sich auf nur 190 Millionen Dollar pro Jahr belaufen.

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  • dpa
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