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Handelsabkommen Frankreich zögert bei Billigung von Mercosur-Abkommen

Die größte Freihandelszone der Welt soll es werden, doch noch ist der Deal der EU mit dem südamerikanischen Staatenbund nicht abgesegnet. Frankreich droht nun Brasilien.
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Argentiniens Präsident (l.)und EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker in der vergangenen Woche beim G20-Gipfel in Osaka. Zusammen mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Spaniens Premier Pedro Sanchez, Kanzlerin Angela Merkel und EU-Ratspräsident Donald Tusk feiern sie das Mercosur-Abkommen zwischen Lateinamerika und der EU. Quelle: AFP
Mauricio Macri und Jean-Claude Juncker

Argentiniens Präsident (l.)und EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker in der vergangenen Woche beim G20-Gipfel in Osaka. Zusammen mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Spaniens Premier Pedro Sanchez, Kanzlerin Angela Merkel und EU-Ratspräsident Donald Tusk feiern sie das Mercosur-Abkommen zwischen Lateinamerika und der EU.

(Foto: AFP)

Paris Das besonders von der Wirtschaft gefeierte Mercosur-Abkommen steht auf der Kippe: „Frankreich ist im Moment noch nicht bereit, das Abkommen zu ratifizieren“, sagte Regierungssprecherin Sibeth Ndiaye am Dienstagmorgen dem Sender BFM TV. Man werde die Vereinbarung zwischen der EU und südamerikanischen Staaten im Detail prüfen und dann eine Entscheidung treffen.

Die EU und Mercosur wollen gemeinsam die größte Freihandelszone der Welt aufbauen. Die jahrelangen Verhandlungen waren am Freitag in Brüssel abgeschlossen worden. Das historische Abkommen soll Unternehmen in der EU jährlich vier Milliarden Euro an Zöllen ersparen und damit die Exporte ankurbeln. Zum Mercosur gehören Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay.

Der Deal muss allerdings – ähnlich wie das Ceta-Abkommen mit Kanada – von den nationalen Parlamenten der Mitgliedsstaaten gebilligt werden.

Frankreichs Umweltminister François de Rugy sagte an diesem Dienstag dem Radiosender Europe1, Brasilien müsse zunächst den Verpflichtungen des Pariser Klimaabkommens nachkommen, insbesondere mit Blick auf die Entwaldung im Amazonas-Gebiet.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro zuvor bereits gedroht, das Abkommen nicht zu unterzeichnen, falls Brasilien aus dem Klimaschutzabkommen austritt.

Landwirte hatten das Mercosur-Abkommen scharf kritisiert. Sie rechnen mit unfairem Wettbewerb wegen ungleicher Anforderungen beim Umweltschutz. Klimaschützer fürchten unter anderen, dass für noch mehr Anbauflächen weiter Regenwald abgeholzt wird.

Mehr: Warum die weltgrößte Freihandelszone vor allem die Autoindustrie freut

  • dpa
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