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Handelsblatt-Exklusiv Finnland fordert Auflagen für Spaniens Banken

Der finnische Premier Katainen will Hilfe für spanische Banken mit strengen Auflagen verbinden. Einen Blanko-Scheck werde es nicht geben. Für die Amtskollegin Angela Merkel gab es Lob.
12.06.2012 - 16:00 Uhr 5 Kommentare
Finnlands Premierminister Jyrki Katainen bei einer Veranstaltung in Deutschland. Quelle: AFP

Finnlands Premierminister Jyrki Katainen bei einer Veranstaltung in Deutschland.

(Foto: AFP)

Berlin Der finnische Premierminister Jyrki Katainen will das Hilfspaket an die spanischen Banken mit strengen Auflagen verbinden. „Es gibt Bedingungen, darauf werden wir achten. Nicht alle Banken sollten das Geld von der spanischen Regierung erhalten, über die das Geld läuft, sondern allein die gesunden. Wir stellen keine Blanko-Schecks aus: Die Banken müssen evaluiert werden, sie müssen ihre Eignung belegen. Außerdem sollte der Internationale Währungsfonds die Entwicklung ins Auge nehmen und kontrollieren. Dessen Expertise ist jetzt gefragt“, sagte er in einem Interview mit dem Handelsblatt (Mittwochausgabe). Der Finne betonte zugleich, dass es immer schwieriger werde, seine Landsleute zu neuen Finanzhilfen zu bewegen. „Die Leute sind der wiederholten Hilfspakete müde, vor allem wenn sie gleichzeitig über die Zukunft der Jugend diskutieren und sich fragen, woher das Geld kommen soll. Ich muss zugeben: mir geht es ähnlich.“

Katainen zeigte sich überaus skeptisch, ob sein Land den von Bundeskanzlerin Merkel aufgezeigten Weg zu einer politischen Union mitgehen werde. „Das wäre sehr schwierig zu akzeptieren. Die Finanzen, Steuern zum Beispiel, sind für Nationalstaaten absolutes Hoheitsgebiet. Solches Abtreten von Hoheitsrechten liegt noch weit weg in der Zukunft, denke ich. Ich bezweifle nämlich, dass wir einen solchen gewaltigen Schritt aufgrund einer Krisensituation machen sollten. Schon gar nicht schnell. Dagegen ist erst einmal das Naheliegende und Wichtigste zu tun: Die europäischen Regierungen müssen sich endlich ernsthaft dazu verpflichten, sämtliche Regeln strikt einzuhalten.“

Merkel bekam dennoch Lob für ihre Führungsarbeit: „Sie (Merkel) ist die stärkste Führungsfigur Europas. Es macht mich zornig, wenn ich in den Zeitungen lese: Frau Merkel, nehmen Sie doch den Fuß von der Bremse! Das bedeutet nur zweierlei: Reduzieren Sie Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit! Und: Schreibt mal mehr Schecks aus! Es ist doch lächerlich, den Besten aufzufordern, sich zu den Schlechtesten zu gesellen!“

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    5 Kommentare zu "Handelsblatt-Exklusiv: Finnland fordert Auflagen für Spaniens Banken"

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    • "Der Finne betonte zugleich, dass es immer schwieriger werde, seine Landsleute zu neuen Finanzhilfen zu bewegen. „Die Leute sind der wiederholten Hilfspakete müde, vor allem wenn sie gleichzeitig über die Zukunft der Jugend diskutieren und sich fragen, woher das Geld kommen soll. Ich muss zugeben: mir geht es ähnlich.“ …
      Katainen zeigte sich überaus skeptisch, ob sein Land den von Bundeskanzlerin Merkel aufgezeigten Weg zu einer politischen Union mitgehen werde. „Das wäre sehr schwierig zu akzeptieren. Die Finanzen, Steuern zum Beispiel, sind für Nationalstaaten absolutes Hoheitsgebiet. Solches Abtreten von Hoheitsrechten liegt noch weit weg in der Zukunft, denke ich. Ich bezweifle nämlich, dass wir einen solchen gewaltigen Schritt aufgrund einer Krisensituation machen sollten. Schon gar nicht schnell."
      Herr Katainen hat recht. Ein vernünftiger Mensch, der zudem das Wohl seines Volkes im Auge hat und sich nicht über dessen Willen hinwegsetzen wird. Ich wünschte, dass solche Worte von unserer Frau Merkel kommen. Ich denke, dass Ihr Volk gleich denkt wie das finnische Volk, und es zudem satt hat, sich für die geleistete Hilfe von den Schuldenländern auch noch beschimpfen zu lassen.
      Frau Merkel sollte sich dringend mit Herrn Katainen unterhalten, denn in ihm hat sie einen Verbündeten. DIESE CHANCE MUSS SIE NUTZEN!! Wenn Deutschland mit Finnland zusammen NEIN sagt, wäre dies eine große Chance für uns, aus der verfahrenen Situation herauszukommen. Wenn Deutschland alleine aussteigt, dann werden die Schuldenländer über uns herfallen und die Nazikarte spielen. Mit Finnland zusammen wäre dies nicht mehr so leicht möglich.

    • Tatsache ist, dass bei den FPIGS noch nie Vernunft geherrscht hat, sondern immer nur die Gier und Faulheit auf Kosten anderer zu leben. Ohne den Euro fehlten ihnen aber die Mittel. Das versucht man jetzt durch Euro, EFSF, ESM, Bankenhaftung und Eurobonds durchzusetzen. Die Transferunion ist ein illegales, südeuropäisches Projekt, um ewig auf Kosten Deutschlands zu schmarotzen und den Deutschen die Haftung für die eigene Misswirtschaft und Korruption über den Zaun zu werfen.

      Und die FPIGS wissen, dass es in D eine nicht geringe Anzahl an Deutschlandhassern (besonders bei unseren Politikern) gibt, die das auch noch unterstützen.

    • Danke Herr Katainen. Your not alone !!

    • Ist doch von den Finnen wieder bloß Geschwätz.
      (...)

      +++ Beitrag von der Redaktion editiert +++

    • "Es ist doch lächerlich, den Besten aufzufordern, sich zu den Schlechtesten zu gesellen!"

      Schön, dass die Vernunft in Europa noch nicht völlig auf verlorenem Posten steht...

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