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Handelskonflikt EU-Kommissar – Zölle auf US-Waren kommen im Juli

Die EU reagiert auf die US-Strafzölle: Im Juli werden die Vergeltungszölle auf US-Waren in Kraft treten, verkündete Vizekommissar Sefcovic.
Update: 06.06.2018 - 12:45 Uhr Kommentieren
EU-Strafzölle auf US-Waren kommen im Juli Quelle: AFP
Maros Sefcovic

Die Strafabgaben für die USA werden ab Juli in Kraft treten, wie der EU-Vizekommissar am Mittwoch sagte.

(Foto: AFP)

BrüsselDie europäischen Vergeltungszölle auf US-Produkte wie Whiskey, Jeans und Motorräder sollen Anfang Juli wirksam werden. Die EU-Kommission traf nach eigenen Angaben am Mittwoch eine entsprechende Entscheidung. Die noch notwendigen Vorbereitungen sollten in Abstimmung mit den Mitgliedstaaten bis Ende Juni abgeschlossen werden, erklärte Vizekommissionspräsident Maros Sefcovic in Brüssel.

Die EU reagiert mit den neuen Zusatzzöllen auf die Einführung von US-Sonderabgaben auf Stahl- und Aluminiumprodukte. Diese werden von den Europäern als nicht vereinbar mit den Regeln der Welthandelsorganisation WTO beurteilt. Zunächst hatte es geheißen, der Start der EU-Zölle könnte frühestens zum 20. Juni kommen. Die EU hatte die Importstrafen Mitte Mai bei der Welthandelsorganisation WTO angemeldet.

Die USA haben mit neuen Zöllen auf Stahl- und Aluminiumprodukte einen Handelsstreit vom Zaun gebrochen. Darauf reagieren die Europäer jetzt. Auch Mexiko und Kanada wollen diesen Weg gehen. Mexiko hatte am Dienstag nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters angekündigt, einen Strafzoll in Höhe von 20 Prozent auf Importe von US-Schweinefleisch zu verhängen. Die Zölle sollen für Schweinebeine und -schultern in gefrorenem wie im frischen Zustand gelten.

Die Europäische Union und Kanada hatten am Freitag zudem Klagen vor der Welthandelsorganisation (WTO) gegen die USA angekündigt. Japan behält sich das noch vor.

Nicht nur mit Europa, Mexiko und Kanada befinden sich die USA im Streit. US-Präsident Trump hat wiederholt den chinesischen Handelsüberschuss mit den USA kritisiert, der bei Waren 375 Milliarden Dollar beträgt. Der Streit darüber und über US-Zölle droht zu einem Handelskrieg auszuarten.

Nun kommt Insidern zufolge Bewegung in den Konflikt: Die Regierung in Peking habe angeboten, das Volumen der Importe aus den USA um 70 Milliarden Dollar zu erhöhen, wie zwei mit dem Vorgang vertraute Personen am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Dazu gehörten zusätzliche Einfuhren von Agrarerzeugnissen und einige Industriegüter. Bis zuletzt war unklar, ob die USA das Angebot annehmen würden. Das chinesische Handelsministerium wollte die Berichte am Mittwoch auf Nachfrage nicht kommentieren.

Brexit 2019
  • rtr
  • dpa
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