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Handelskrieg Trump fordert von China Abschaffung der Zölle auf Agrargüter

Der US-Präsident verschiebt seine Frist im Handelsstreit und fordert von China die „unverzügliche“ Abschaffung der Zölle auf US-Agrarprodukte. China reagiert umgehend.
Update: 02.03.2019 - 08:27 Uhr Kommentieren
Der US-Präsident ringt weiter mit Chinas Staatschef um eine Einigung im Handelsstreit. Quelle: dpa
Donald Trump und Xi Jinping

Der US-Präsident ringt weiter mit Chinas Staatschef um eine Einigung im Handelsstreit.

(Foto: dpa)

WashingtonUS-Präsident Donald Trump hat China aufgefordert, wegen Fortschritten bei den Gesprächen im Handelsstreit alle Zölle auf Agrarerzeugnisse aus den Vereinigten Staaten sofort abzuschaffen. Er habe China darum gebeten, weil die Handelsgespräche gut vorankämen und er deswegen die für den 1. März gesetzte Frist für eine Anhebung der US-Strafzölle auf chinesische Importe verschoben habe, teilte Trump am Freitag auf Twitter mit.

China reagierte umgehend. Der Schritt, die Zölle bis auf Weiteres bei 10 Prozent zu belassen, werde ausdrücklich begrüßt, erklärte ein Vertreter der staatlichen Zollkommission auf der Webseite des Handelsministeriums. Zu den Agrarzöllen lag zunächst keine Erklärung vor.

Eine Aufhebung der Zölle auf US-Agrarprodukte sei wichtig für die amerikanischen Bauern und für ihn. Landwirte sind eine wichtige Wählerschaft von Trumps republikanischer Partei. Ihnen machen die Zölle auf US-Agrarerzeugnisse wie etwa Sojabohnen und Schweinefleisch schwer zu schaffen, die China im vergangenen Jahr als Reaktion auf US-Strafzölle verhängt hatte.

Nach Gesprächen mit der chinesischen Seite in der vergangenen Woche war Trump von dem Ultimatum abgerückt, dass es in dem seit Monaten schwelenden Streit eine Einigung bis Anfang März geben müsse. Höhere Zölle auf chinesische Importwaren im Wert von 200 Milliarden Dollar sind damit vorerst vom Tisch.

Die Regierung in Washington verschob die angedrohte Zollerhöhung am Freitag offiziell. Finanzminister Steven Mnuchin hatte am Donnerstag erklärt, dass man bereits an einem detaillierten Handelsabkommen mit China arbeite und in den kommenden Wochen weiter voranzukommen wolle. Trump stört sich am hohen US-Defizit im Warenaustausch mit China und wirft der Volksrepublik unfaire Handelspraktiken und Diebstahl geistigen Eigentums vor.

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