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Handelspolitik EU-Beamte: Trump verschiebt Entscheidung über EU-Autozölle um sechs Monate

Bei der EU geht man davon aus, dass US-Präsident Trump vorerst keine Autozölle verhängen wird. Eine von der US-Regierung gesetzte Frist läuft in dieser Woche ab.
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Autozölle für Europa würden vor allem die deutschen Hersteller empfindlich treffen würden. Quelle: dpa
Audi-Fahrzeuge des Volkswagen Konzerns in Emden

Autozölle für Europa würden vor allem die deutschen Hersteller empfindlich treffen würden.

(Foto: dpa)

Brüssel/Washington US-Präsident Donald Trump wird seine Entscheidung über Autozölle für EU-Importwagen in dieser Woche übereinstimmenden Medienberichten zufolge wahrscheinlich abermals um weitere sechs Monate verschieben. Das berichten die Nachrichtenagentur Reuters und das Nachrichtenportal „Politico“ unter Berufung auf EU-Funktionäre.

„Wir haben ein solides Anzeichen von der Regierung, dass es in dieser Woche keine Tarife für uns geben wird“, sagte ein EU-Beamter Reuters. Am Donnerstag endet die Frist, bis zu der die US-Regierung entscheiden will, ob sie Zölle auf die Einfuhr von Autos und Autoteilen aus der EU nach einem Handelsgesetz aus der Zeit des Kalten Krieges um bis zu 25 Prozent anhebt.

Der scheidende EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatte bereits in der vergangenen Woche Entwarnung gegeben. Donald Trump werde keine neuen Zölle auf Autos aus der EU verhängen, sagte Juncker der „Süddeutschen Zeitung“. „Trump wird ein bisschen rummäkeln, aber es wird keine Automobilzölle geben.“

Die angedrohten Strafzölle der US-Regierung waren im Mai zunächst für ein halbes Jahr ausgesetzt worden. US-Handelsminister Wilbur Ross, dessen Behörde die möglichen Auswirkungen von Autoimporten auf die nationale Sicherheit der USA untersucht, hatte vor kurzem nach „guten Gesprächen“ mit Autoherstellern einen möglichen Verzicht auf Strafzölle für Importwagen aus der Europäischen Union und Japan angedeutet. Das Handelsblatt hatte in der vergangenen Woche darüber berichtet.

Trump hat in der Vergangenheit mehrfach mit Schutzzöllen auf Autoimporte aus Europa gedroht, was insbesondere die exportlastige deutsche Wirtschaft treffen würde. Laut US-Präsidialamt sieht er einige Autoimporte als potenzielle Bedrohung für die USA.

Von den angedrohten Maßnahmen wären vor allem Hersteller wie Volkswagen, BMW und Daimler betroffen. Sollten die US-Strafzölle letztlich doch kommen, drohen der deutschen Wirtschaft laut dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) jährliche Mehrkosten in Höhe von sechs Milliarden Euro.

Mehr: Im Streit um Autozölle zwischen Europa und den USA zeichnet sich eine Einigung ab.

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1 Kommentar zu "Handelspolitik: EU-Beamte: Trump verschiebt Entscheidung über EU-Autozölle um sechs Monate"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Das dieses Thema immer noch jemanden aufregt.
    Die europäischen/deutschen Autos sind so gut, dass sie auch mit Zollaufschläge in USA verkauft werden - vielleicht geht die Stückzahl marginal zurück.
    Als "Gegenmaßnahme" könnten ja die deutschen Hersteller in den USA die Beschäftigung zurückfahren oder teilweise schließen, denn von dort gehen der größte Teil der Produktion in den Export nach Europa und den Rest der Welt. Von den amerikanischen Werken wird dann der US-Markt beliefert und von den europäischen sprich restlichen Werken - die sind schließlich auf maximale Flexibilität eingerichtet - der Rest der Welt.

    So geht dieses ewige Gedrohe ins Leere bzw. hat nicht einen großen Einfluss auf unsere Wirtschaft.

    Aber die EU-Bürokraten / EU-Bürokratinnen sind wohl "Warmduscher" und äußerst konfliktscheu, denn sonst kommt man auch nicht in so eine Position, so meine Meinung.

    Schönen Tag.