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Handelsstreit Trump droht, Verhandlungen abzusagen: Pekings Wachstumszahlen seien gefälscht

Die nächste Verhandlungsrunde zwischen den USA und China wackelt. Ein baldiges Abkommen rückt damit in weite Ferne – und damit auch Geschäfte mit Huawei.
Update: 10.08.2019 - 01:10 Uhr Kommentieren
Die beiden Staatsoberhäupter distanzieren sich im Handelskonflikt. Quelle: AP
Donald Trump und Xi Jinping

Die beiden Staatsoberhäupter distanzieren sich im Handelskonflikt.

(Foto: AP)

Washington Im Handelskrieg mit China hat US-Präsident Donald Trump eine Absage der nächsten Verhandlungsrunde ins Spiel gebracht. Bislang sei keine Einigung auf ein Handelsabkommen absehbar, sagte Trump am Freitag im Weißen Haus.

Die nächste Verhandlungsrunde der beiden Länder ist bislang für Anfang September in Washington geplant. „Wir werden sehen, ob wir das Treffen beibehalten oder nicht“, sagte Trump. Die USA hätten alle Karten in der Hand, während Chinas Wirtschaft nicht gut dastehe. Die offiziellen Zahlen zu Chinas Wirtschaftswachstum seien „gefälscht“, fügte er hinzu.

Zudem erklärte der Präsident, man werde keine Geschäfte mit Huawei abschließen, bis es eine Übereinkunft mit China gibt. Das Thema Huawei kam auf, nachdem China den Kauf amerikanischer Agrarprodukte als Vergeltung für Trumps Drohung mit überraschenden Zöllen letzte Woche gestoppt hatte.

Der Handelsberater der US-Regierung, Peter Navarro, geht hingegen von einer planmäßigen Fortsetzung der Handelsgespräche mit China aus. „Wir planen weiter mit der Ankunft der chinesischen Unterhändler“, sagte Navarro am Freitag dem Sender CNBC.

Die vorige Gesprächsrunde der beiden Staaten im Juli war ohne konkretes Ergebnis zu Ende gegangen. Trumps Regierung verhängte daraufhin neue Strafzölle von zehn Prozent auf chinesische Importe im Wert von rund 300 Milliarden US-Dollar, die von September an in Kraft treten sollen.

Damit werden auf fast alle Einfuhren aus China Zölle gelten, denn die Regierung hatte zuvor bereits Zölle von 25 Prozent auf Importe in Wert von rund 250 Milliarden US-Dollar verhängt. In einer weiteren Eskalation des Handelskonflikts hatte Washington vergangene Woche Peking auch offiziell der Währungsmanipulation bezichtigt.

Der Handelskrieg war ursprünglich von der Verärgerung Trumps darüber ausgelöst worden, dass China weit mehr in die USA exportiert als umgekehrt. Der US-Präsident fordert eine Beseitigung von Marktschranken, kritisiert die Verletzung von Urheberrechten und den zwangsweisen Technologietransfer bei in China tätigen US-Unternehmen sowie staatliche Subventionen.

Mehr: Der neue kalte krieg – Lesen Sie hier, wie die USA und China die Weltwirtschaft gefährden.

  • rtr
  • dpa
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