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Handelsstreit Trump will weitere Strafzölle gegen China verhängen – und schreckt Apple-Anleger auf

Der US-Präsident hält es für „höchst unwahrscheinlich“, dass er auf weitere Zölle gegen China verzichtet. Seine Äußerungen schrecken auch Apple-Anleger auf.
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Der US-Präsident trifft Ende der Woche seinen chinesischen Amtskollegen Xi Jinping. Quelle: dpa
Donald Trump

Der US-Präsident trifft Ende der Woche seinen chinesischen Amtskollegen Xi Jinping.

(Foto: dpa)

New York Kurz vor Beginn des G-20-Gipfels in Argentinien sendet US-Präsident Donald Trump unterschiedliche Signale in Richtung China. Bei einer Pressekonferenz am Montag gab er sich optimistisch, dass es zu einer Einigung mit der Volksrepublik im Handelsstreit kommen könnte. In einem am Abend veröffentlichten Interview schlug Trump indes weniger versöhnliche Töne an.

Im Gespräch mit dem „Wall Street Journal“ (WSJ) sagte der US-Präsident, dass er wohl an einer Anhebung der Strafzölle gegen China festhalten werde. Es sei „höchst unwahrscheinlich“, so Trump, dass er Pekings Aufforderung nachkomme und auf diese Maßnahme verzichten werde.

Seit Juli haben die USA Einfuhren chinesischer Waren im Wert von 50 Milliarden Dollar (44 Milliarden Euro) mit Zöllen belegt. Zusätzlich dazu will das Weiße Haus im September auf weitere Güter im Wert von 200 Milliarden Dollar Strafzölle in Höhe von zehn Prozent erheben, was zusammengenommen rund 50 Prozent der Einfuhren aus China betreffen würde. Peking hat bereits mit Vergeltungsmaßnahmen auf amerikanische Einfuhren im Volumen von 60 Milliarden Dollar reagiert.

Der Handelsstreit zwischen den beiden Wirtschaftsmächten wird auch beim Treffen der 20 größten Industrie- und Schwellenländer in Buenos Aires am Freitag und Samstag ein Thema sein. Trump und sein chinesischer Amtskollege Xi Jinping wollen sich dort zu Gesprächen treffen.

Der Konflikt belastet seit Monaten die Märkte weltweit. Das Weiße Haus wirft der Regierung in Peking vor, geistiges Eigentum zu stehlen und amerikanische Unternehmen in China dazu zu zwingen, ihr technologisches Wissen an dortige Firmen weiterzugeben. Dieses Verhalten habe sich bislang auch nicht geändert, teilte der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer vergangene Woche mit.

Um den Druck vor den Gesprächen weiter zu erhöhen, drohte Trump zudem damit, auch Strafzölle auf die übrigen chinesischen Importe zu verhängen, die bisher nicht von den Maßnahmen betroffen sind. Sollte es zu keiner einvernehmlichen Lösung zwischen Washington und Peking kommen, werde er Waren im Wert von 267 Milliarden Dollar mit Zöllen belegen – „in Höhe von entweder zehn oder 25 Prozent“, sagte Trump dem WSJ.

Bislang lassen die Strafmaßnahmen der US-Regierung Konsumgüter außen vor. Doch mit der dritten Zollstufe könnten auch Produkte wie Laptops oder Smartphones, die von amerikanischen Firmen in China hergestellt werden, betroffen sein. Im Interview mit dem WSJ erwähnte Trump dabei auch explizit das iPhone von Apple.

Den Anlegern gefiel diese Ansage nicht. Die Apple-Aktie verlor nachbörslich zwei Prozent, nachdem sie bei Börsenschluss noch 1,35 Prozent im Plus lag. Der Konzern hatte bislang erfolgreich gegen Zölle auf seine Produkte interveniert. Einige Zulieferer haben ihre Produktion dennoch bereits in benachbarte Länder ausgelagert.

Auch Ökonomen argumentieren gegen Zölle auf Konsumgüter. Sie begründen ihre Haltung damit, dass so die Preise für Amerikaner in die Höhe getrieben und damit die Konsumausgaben reduziert würden. Letztendlich würde sich das negativ auf das Wirtschaftswachstum der Vereinigten Staaten auswirken.

Trump teilt diese Befürchtung nicht. Zölle von zehn Prozent auf diese Waren, so der US-Präsident im Interview, könnten die Verbraucher gut verkraften.

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