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Handelsstreit US-Handelsdefizit mit China steigt im Mai erneut

China steigert trotz Handelsstreites weiter seine Exporte. So gewinnt die Volksrepublik zwar an Stärke, aber auch an Argwohn seitens der USA.
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US-Handelsdefizit mit China steigt im Mai erneut Quelle: dpa
Handelsstreit zwischen USA und China

US-Präsident Donald Trump kritisiert seit langem das Handelsdefizit der USA mit China und will es deutlich reduzieren.

(Foto: dpa)

PekingMitten im Handelsstreit mit den USA ist Chinas Handelsüberschuss im Mai erneut gestiegen. Wie aus am Freitag veröffentlichten Zahlen der Pekinger Zollverwaltung hervorging, überstiegen Chinas Exporte in die USA die US-Einfuhren nach China um 24,6 Milliarden US-Dollar (20,8 Milliarden Euro). Der Überschuss fiel damit 2,4 Milliarden Dollar größer aus als im Vormonat und stieg auch im Vergleich zum Mai des Vorjahres an.

Seit Jahresbeginn ist das Ungleichgewicht im Handel weiter gewachsen: Das US-Handelsdefizit mit China stieg zwischen Januar und Mai auf 105 Milliarden Dollar, rund 11,6 Milliarden Dollar mehr als in den ersten fünf Monaten des Vorjahres.

US-Präsident Donald Trump kritisiert seit langem das Handelsdefizit der USA mit China und will es deutlich reduzieren. Allein im vergangenen Jahr exportierte die Volksrepublik für 375 Milliarden Dollar (303,3 Milliarden Euro) mehr Waren in die USA als es von dort einführte. Zudem will Trump Pekings staatliche Unterstützung für eigene Technologie-Firmen und den angeblichen Diebstahl geistigen Eigentums einen Riegel vorschieben.

Trotz einer vorherigen Annäherung in Verhandlungen mit Peking kündigte Trump an, am 15. Juni eine Liste mit Waren aus China im Umfang von 50 Milliarden Dollar vorlegen zu wollen, die mit Strafzöllen belegt werden sollen. China warnte, dass ein etwaiges Handelsabkommen, über das die beiden Regierungen derzeit verhandeln, „nicht in Kraft tritt“, wenn Washington die angedrohten Zölle auf chinesische Importe erlasse. Man habe „keine Angst davor, einen Handelskrieg zu führen“. Insgesamt zeigte Chinas Außenhandel im Mai Stärke: Die gesamten Ausfuhren der zweitgrößten Volkswirtschaft stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 12,6 Prozent, die Importe machten einen Sprung um 26 Prozent.

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  • dpa
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