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Handelsstreit zwischen USA und China China reagiert auf Trump und verkündet seinerseits neue Strafzölle auf US-Importe

Der Handelsstreit spitzt sich zu: Die Regierung in Peking verhängt Strafzölle auf weitere US-Produkte. Trump hat schon „Phase drei“ angekündigt.
Update: 18.09.2018 - 16:34 Uhr Kommentieren
China reagiert auf Trump und verkündet seinerseits neue Strafzölle Quelle: AP
Donald Trump

Auf die Entscheidung des US-Präsidenten folgte Chinas Gegenmaßnahme.

(Foto: AP)

Düsseldorf, PekingChina reagiert auf die von US-Präsident Donald Trump verhängten Strafzölle im Volumen von 200 Milliarden US-Dollar und kündigt nun seinerseits Strafzölle auf US-Importe im Wert von 60 Milliarden US-Dollar an. Die chinesischen Strafzölle sollen am 24. September in Kraft treten, zwischen fünf und zehn Prozent betragen und mehr als 5000 Waren aus den USA betreffen. Das teilte das chinesische Finanzministerium am Dienstag auf seiner Webseite mit. Peking sei aber immer noch zu Verhandlungen mit Washington bereit, heißt es weiter.

Damit eskaliert der Handelsstreit zwischen den beiden Ländern. Trump hatte für den Fall von chinesischen Gegenzöllen bereits eine weitere Zoll-Runde – eine „Phase drei“ – auf chinesische Waren im Wert von fast 267 Milliarden Dollar angedroht. Sollte Trump auch noch die zusätzlichen Strafzölle verhängen, wären alle chinesischen Importe in die USA davon betroffen.

Die Anleger an der Wall Street am Dienstag haben gelassen reagiert. Der Dow Jones stieg in den Anfangsminuten um 0,3 Prozent auf 26.138 Punkte. Der S&P 500 und der Nasdaq-Composite legten ebenfalls zu. „Die neuen Zölle sind weniger schlimm als erwartet und sie werden auch nur in zwei Schritten erhoben“, sagte Peter Cardillo, Analyst bei Spartan Capital Securities in New York.

Der US-Präsident warf China zudem via Twitter vor, es habe offen den Versuch angekündigt, Einfluss auf die Kongresswahl im November zu nehmen. Dazu sollten „Landwirte, Züchter und Industriearbeiter“ ins Visier genommen werden, schrieb er, ohne dies zu belegen. „Was China nicht versteht, ist, dass diese Leute große Patrioten sind“, schrieb er. Ein Angriff auf diese Gruppen werde eine „riesige und rasche wirtschaftliche Vergeltung“ zur Folge haben. In den USA sind Anfang November Kongresswahlen. Trumps Republikaner stehen wegen des Handelsstreits mit China massiv unter Druck.

Eigentlich ist für den 27. und 28. September ein Besuch des chinesischen Vizeministerpräsidenten Liu He in Washington angesetzt. Dort wollte er mit US-Finanzminister Steve Mnuchin weitere Verhandlungen führen, um den aufgeheizten Handelsstreit beizulegen. Nach Berichten der „South China Morning Post“ soll der Besuch in Washington nach der Ankündigung der USA, weitere Strafzölle auf chinesische Waren zu verhängen, aber zur Disposition stehen. Peking erwäge, die Gespräche abzusagen. Eine endgültige Entscheidung stehe jedoch noch aus.

Das chinesische Handelsministerium hatte schon nach der US-Entscheidung, weitere Strafzölle zu verhängen, eine Reaktion angekündigt: „Um unsere legitimen Rechte und Interessen sowie die globale Freihandelsordnung zu schützen, wird China mit proportionalen Vergeltungsmaßnahmen antworten müssen.“
Mit Material von Reuters

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