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Harte Zeiten für Griechenland Arbeitsmarkt-Krise könnte noch 20 Jahre dauern

Kein Ende in Sicht: Einer Studie zu Folge könnt die massive Arbeitslosigkeit in Griechenland noch Jahre anhalten. Weitere Finanzhilfen der EU sind unvermeidlich. Auch ein zweites Euro-Land ist auf Hilfe angewiesen.
02.09.2013 Update: 02.09.2013 - 18:22 Uhr 49 Kommentare
Griechische Demonstranten: Die Menschen in Griechenland leiden unter den harten Sparauflagen. Quelle: dpa

Griechische Demonstranten: Die Menschen in Griechenland leiden unter den harten Sparauflagen.

(Foto: dpa)

Athen/Brüssel Eine deutliche Besserung am krisengebeutelten griechischen Arbeitsmarkt dürfte nach Einschätzung der dortigen Gewerkschaften noch 20 Jahre dauern. So lange müsse gewartet werden, bis die Arbeitslosenquote unter die Zehn-Prozent-Marke fällt, heißt es im Jahresbericht des Arbeitsinstituts des größten Gewerkschaftsverbandes des Privatsektors (INE-GSEE). Aktuell liegt sie laut EU-Statistikbehörde bei 27,6 Prozent.

Dem Bericht zufolge ist die Kaufkraft der Griechen auf das Niveau von vor 14 Jahren zurückgefallen. Insgesamt hätten die griechischen Arbeitnehmer wegen der harten Sparpolitik des Landes in den vergangenen vier Jahren 41 Milliarden Euro an Einkommen verloren. Auch dieses Jahr wird mit einem weiteren Schrumpfen der Wirtschaft um gut vier Prozent gerechnet. Das wäre dann das sechste Minus-Jahr in Folge. Mit einem ersten Silberstreif am Horizont wird laut Finanzministerium erst 2014 gerechnet. Dann soll die Wirtschaft um 0,1 bis 0,3 Prozent wachsen.

Nicht nur Griechenland, sondern auch Irland bekommt von der Euro-Zone voraussichtlich ein weiteres Darlehen. Irland benötige ein „Sicherheitsnetz“, wenn es sich ab Januar 2014 wieder an den Finanzmärkten finanziere, erfuhr das Handelsblatt aus Kreisen der EU-Kommission. Es werde deshalb erwogen, dass der Euro-Rettungsschirm ESM Irland einen sogenannten Vorsorge-Kredit gewährt. Dabei handelt es sich um eine Stand-by-Kreditlinie, die nur im Notfall in Anspruch genommen wird. Die Gruppe der Euro-Finanzminister werde wahrscheinlich im November darüber entscheiden.

Im Gespräch ist zudem ein zweites Kreditpaket für Portugal. Das laufende Hilfsprogramm für das Land endet Mitte nächsten Jahres.

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    Mehr zu: Harte Zeiten für Griechenland - Arbeitsmarkt-Krise könnte noch 20 Jahre dauern
    49 Kommentare zu "Harte Zeiten für Griechenland: Arbeitsmarkt-Krise könnte noch 20 Jahre dauern"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Aus all den Kritiken, kann ich nur folgendes ablesen:" Deutschland geht es gut, weil Deutschland so gut ist? Welch ein Irrtum. Andere Länder geht es so schlecht, weil sie selber Schuld sind, und deshalb geht es Ihnen so schlecht. Walch ein Irrtum.

      Am Deutschen Wesen soll wieder einmal, wenn nicht die Welt, zu mindestens Europa genesen? Alle die sich gegen einen erneuten Schuldenschnitt für Griechenland aussprechen, möchte ich doch einmal Fragen, wer hat eigentlich nach dem 2. Weltkrieg den Schuldenschnitt für Deutschland bezahlt? Und wie viel Zeit wurden Deutschland die Rückzahlung seiner materiellen Schulden, gegenüber seinen Gläubigern eingeräumt?

      Schulden haben nichts mit "Schuld" zu tun, denn dann müsste Deutschland noch heute zahlen! Deutschland wollte Europa und deren Märkte, nicht aber die Menschen.

      Das Wort Produktivitätssteigerungen kommt auch nicht vor? Deutschland als größte Volkswirtschaft in Europa ist auch nicht ganz ohne Schuld an der Krise in Europa. Nach Euroeinführung hat sich Deutschland als 2. China in Europa entwickelt, und alles in Europa niederkonkurriert, ohne Rücksicht auf seine Europäischen "Partner" Hätte Deutschland so wie vereinbart, seine Löhne an Hand der Produktivitätssteigerungen plus Inflationsausgleich erhöht, wäre die Binnennachfrage in Deutschland gestärkt worden. Aber genau das Gegenteil wurde und wird weiterhin betrieben. Deutschland trägt eine Mitschuld an dieser Krise.

      Die „stolzen“ Exportüberschüsse zeugen von verschenktem Konsum und unterlassenen Investitionen in Deutschland, die als Grundlagen künftigen Wachstums fehlen, und das ist eines der Hauptgründe der Krise in Europa.


    • Hallo Halbgrieche,

      so analysierten mit paar treffenden Worten die Lage.

      Wird aber hiesige irrerscheinende "Opus-Dei Rettungsrechnerfraktion" nie begreifen. Da fehlt es an Durchblick, vor allem, wenn sie glaubhaft versichern, sie könnten eine griechische Finanzbehörde auch nur ansatzweise reformieren oder gar öffentliche politische Arbeitsplätze abbauen.
      Brave Bezahldeppen halt.

    • @ Rechner

      Erst einmal - Danke schoen, Sie haben mir geholfen. Mir war der wesentliche Unterschied EFSF/EFSM zuerst nicht ganz klar. Tatsaechlich ist der EFSM eine EU-Angelegenheit und der EFSF betrifft nur die EUR-Zone.

      ""Der EFSM war die "Spezialvariante" des EFSF für Irland.(...) Die Bundesregierung hatte darauf bestanden, weil durch die Rettung Irlands vor allem britische und skandinavische Banken "mitgerettet" wurden.""

      Diese Darstellung stimmt ist also nicht ganz richtig, denn EFSM-Mittel gab es nicht nur fuer IR sondern auch fuer PT. Ausserdem gab es fuer IR zusaetzlich zu den EFSF/EFSM-Krediten bilaterale Kredite i.H.v. 4,8 Milliarden von Großbritannien, Schweden, Dänemark.

      "also haftet Deutschland nur anteilig für die existierenden Programme mit 27,1% aus 203 Mrd = 55 Mrd."

      Die Haftungssumme (EFSF) muesste man geringfuegig nach unten korrigieren, da die 203 Mrd einen Liquiditätspuffer i.H.v. 15 Mrd beinhalten, die Programme selbst umfassen 188,3 Mrd, 27,1% aus 188,3 Mrd. = 51 Mrd.

    • Man weiß bis heute nicht, wem was gehört, Dieser Staat ist nicht einmal imstande überfällige Strafzettelforderungen geschweige Steuern einzutreiben. Ohne richtig viel Druck und einem preußischen Besen, der einmal richtig Ordnung in das vorhanden Chaos bringt wird das dort mit meinen Landsleuten nix werden. Ich jedenfalls bin mit 17 davon und bleibe auch weg.

    • Will erst gar nicht wissen, wer von all den immerwiederpostenden Mitkommentatoren wieviel Euros von welcher politischen Richtung bekommt, um all diesen pro und contra AfD Mist zu schreiben.
      Das Thema ist jedenfalls hier Griechenland, bemühen Sie sich bitte daher um sachliche, konstruktive, vorallem weiterführende Kommentare mit entsprechendem Niveau, damit scih wenigstens das Lesen lohnt oder verschonen Sie uns ALLE bitte einfach. Dieses durch das HB hervorragende bereitgestellte Forum will sein Niveau halten.

    • 'Blinse' sagt
      ----------------
      "Die Bundesbank könnte auch eine Milliarde 500er drucken, die 500 Milliarden von ihrem Target2-Konto abbuchen lassen und sich das Geld in den Tresor legen."

      [...]

      Ich benutze mal deinen Lieblingssatz: Selten so einen Unsinn gehört!
      ----------------

      Ooch - das ist jetzt aber gemein!

      +++

      'Blinse' sagt
      ----------------
      Und weiter: "...denn die "Target2-Forderungen" sind ein Guthaben bei der EZB. Also so gut wie Bargeld."

      Gut, ich hätte gern das Bargeld. Allerdings nicht mir deiner Schnapsidee des Selberdruckens sondern als echte Barauszahlung am Schalter der EZB. Wie in einer richtigen Bank eben : D
      ----------------

      Du verkennst, daß die Notenbanken im Eurosystem tatsächlich das Bargeld "selbst drucken" - die EZB macht das nicht.

      Bloß müssen die Notenbanken für jede Banknote die sie in Umlauf bringen die EZB mit Buchgeld in entsprechender Höhe "bezahlen".

      Solange Sie einen positiven target2-Saldo (oder auf anderen EZB-Konten) haben, können Sie da abbuchen.

      Ansonsten müssen Sie erst ein Guthaben bei der EZB erzeugenen indem sie gegen zentralbankfähige Sicherheiten einen EZB-Kredit aufnehmen.

      +++

      'Blinse' sagt
      ----------------
      Mensch, was für ne geile Idee.

      Rechner, du hattest auch schon mal bessere Pläne!
      ----------------

      Lieber Blinse,

      das war weder eine "Idee" noch ein "Plan".

      Das war lediglich ein Gedankenexperiment um darzustellen daß 100 Euro "Target2-Forderungen" der Bundesbank genauso werthaltig sind wie ein Hunderter in Deiner Tasche.

    • 'Blinse' sagt
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      "Die Bundesbank könnte auch eine Milliarde 500er drucken, die 500 Milliarden von ihrem Target2-Konto abbuchen lassen und sich das Geld in den Tresor legen."

      Tolle Idee! Und anschließend den Tresor wieder öffnen und das Geld via Bundesregierung im eigenen Land verteilen. Warum macht sie es eigntlich nicht?
      ---------------------

      Im Land verteilen könnte sie es nicht - denn den Guthaben der Bundesbank bei der EZB stehen Verbundlichkeiten der Bundesbank bei inländischen Kreditinstituten in etwa gleicher Höhe gegenüber.

      Die "Verteilung im Land" könnte allenfalls so erfolgen, daß diese Kreditintstute ebenfalls ihre Guthaben bei der Bundesbank in Bar abheben und in ihre Tresore stopfen.

      ...

      Und warum macht das keiner?

      Weil Banken eben wissen daß eine Buchforderung pflegeleichter ist als eine Ansammlung von in Form von Banknoten verbrieften Forderungen.

      Und weil Sie wissen, daß die Werthaltigkeit die gleiche ist.

      +++

      'Blinse' sagt
      ---------------------
      Und weiter: "...denn die "Target2-Forderungen" sind ein Guthaben bei der EZB. Also so gut wie Bargeld."

      Gut, ich hätte gern das Bargeld. Allerdings nicht mir deiner Schnapsidee des Selberdruckens sondern als echte Barauszahlung am Schalter der EZB. Wie in einer richtigen Bank eben : D
      --------------------

      Die EZB hat keine Schalter.

      Und die Bundesbank hat nur Schalter für Banken.

      Wenn Du bares willst mußt Du schon zu Deiner Bank gehen, und es abheben.

      Die füllt ihre Barreserve dann wieder auf, indem sie bei der Bundesbank gegen zentralbankfähige Sicherheiten neues Bargeld bestellt.

      Und die muß für jede Banknote die sie frisch in Umlauf bringt den entsprechenden Betrag von Ihrem Konto bei der EZB abbuchen.

      ...

      Wenn alle Kontoinhaber bei inländischen Kreditinstituten das machen, dann schmilzt der Target2-Saldo der Bundesbank wie Schnee in der Sonne.

      Und die Kontoinhaber haben dann statt einem Guthaben bei der Commerzbank ein durch Banknoten verbrieftes Guthaben bei der EZB.

    • 'Eddie' sagt
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      @ Rechner

      "also haftet Deutschland nur anteilig für die existierenden Programme mit 27,1% aus 203 Mrd = 55 Mrd."

      Lieber Rechner,

      Sie und Wikipedia beziffern den dt. Anteil am EFSF auf 27,1%, waehrend in der Praesentation des Bundesfinanzministeriums von 20% die Rede ist (z.B. Seite 8, Fussnote (*Der deutsche Anteil am EFSM entspricht dem Anteil am EU-Haushalt von ca. 20%.").

      Was stimmt denn nun?
      --------------------------

      Beides stimmt.

      Sie sollten eben EFSF (mit Eff am Ende) von ESFM (mit Emm am Ende) unterscheiden können.

      ...

      Der EFSM war die "Spezialvariante" des EFSF für Irland. Am EFSM beteiligen sich auch Großbritannien und ein paar andere Nicht-Euro-Staaten.

      Dadurch sinkt der deutsche Anteil natürlich im Vergleich zum EFSF.

      ...

      Die BUndesregierung hatte darauf bestanden, weil durch die Rettung Irlands vor allem britische und skandinavische Banken "mitgerettet" wurden.

    • 'wonderland666' sagt
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      "Was ebenfalls völliger Unsinn ist - denn die "Target2-Forderungen" sind ein Guthaben bei der EZB."

      Falsch!!!! Es sind Forderungen der Bundesbank gegen die Nationalen Banken der anderen EuroStaaten.
      --------------------------

      Unsinn.

      Vielleicht sollten Sie 'mal zur Kenntnis nehmen, was die Bundesbank dazu sagt:

      "Am Ende des Geschäftstages verbleibende Forderungen und Verbindlichkeiten aller an TARGET2 teilnehmenden nationalen Zentralbanken werden gemäß einem Abkommen im Eurosystem an die EZB übertragen und dort saldiert."

      http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Standardartikel/Kerngeschaeftsfelder/Unbarer_Zahlungsverkehr/target2_saldo.html

      Was Sie sagen trifft lediglich für die Intradaysalden zu.

      Das sind aber Peanuts - was an einem Tag eben anfällt zwischen 8 Uhr und 17 Uhr.

      ...

      Der Rest Ihrer Folgerungen ist damit ebenso hinfällig.

    • @Rechner
      "Die Bundesbank könnte auch eine Milliarde 500er drucken, die 500 Milliarden von ihrem Target2-Konto abbuchen lassen und sich das Geld in den Tresor legen."

      Tolle Idee! Und anschließend den Tresor wieder öffnen und das Geld via Bundesregierung im eigenen Land verteilen. Warum macht sie es eigntlich nicht? So müssten wir uns nie mehr über eventuelle Ausgleichszahlungen für die T2-Salden streiten. Jede der der EZB angeschlossenen jeweiligen Bundesbanken mit Forderungssaldo druckt sich einfach selbst das Geld und gut is. Ich benutze mal deinen Lieblingssatz: Selten so einen Unsinn gehört!


      Und weiter: "...denn die "Target2-Forderungen" sind ein Guthaben bei der EZB. Also so gut wie Bargeld."

      Gut, ich hätte gern das Bargeld. Allerdings nicht mir deiner Schnapsidee des Selberdruckens sondern als echte Barauszahlung am Schalter der EZB. Wie in einer richtigen Bank eben : D

      Mensch, was für ne geile Idee.

      Rechner, du hattest auch schon mal bessere Pläne!

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