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Haushalt Frankreich soll höheres Haushaltsdefizit erwarten

Trotz Einsparungen durch Niedrigzinsen rechnen Insider des Finanzministeriums mit einem höheren Defizit. Grund dafür sind geringere Steuereinnahmen.
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Der französische Staatspräsident hat aufgrund der Gelbwesten-Proteste die Steuern im Land gesenkt. Quelle: AFP
Emmanuel Macron

Der französische Staatspräsident hat aufgrund der Gelbwesten-Proteste die Steuern im Land gesenkt.

(Foto: AFP)

Paris Frankreich erwartet Insidern zufolge im kommenden Jahr ein höheres Defizit im Staatshaushalt. Trotz deutlicher Einsparungen aufgrund der Niedrigzinsen werde der Fehlbetrag 2020 bei 2,2 Prozent der Wirtschaftsleistung liegen, verlautete am Freitag aus Kreisen des Finanzministeriums. Der Entwurf für den Haushalt 2020 soll Ende September veröffentlicht werden. Im April hatte Frankreich der EU gemeldet, für das nächste Jahr ein Defizit von 2,0 Prozent anzupeilen.

Doch im Juni erhöhte das Land die Prognose auf 2,1 Prozent. Zuvor hatte Präsident Emmanuel Macron Steuersenkungen angekündigt. Damit reagierte er auf die sogenannten Gelbwesten-Proteste, die sich unter anderem gegen höhere Abgaben auf Sprit gerichtet hatten.

Wegen der geringeren Einnahmen aus der Einkommenssteuer und Anpassungen kleinerer Renten an die Inflation musste Frankreich im Haushalt 6,5 Milliarden Euro zusätzlich einplanen, sagte eine der mit dem Zahlenwerk vertrauten Personen. Das könne nur zum Teil durch die niedrigeren Zinsen und dadurch gesunkenen Kosten der Schuldenfinanzierung wieder wettgemacht werden, sagte ein weiterer Insider.

In diesem Jahr rechnet Frankreich sogar mit einem Defizit von 3,1 Prozent. Die im Maastricht-Vertrag zur Stabilisierung des Euro verankerte Zielmarke für die Staaten liegt bei 3,0 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP).

Mehr: Die Gelbwesten haben Frankreichs Staatspräsident zugesetzt. Doch sein Land steht wirtschaftlich immer besser da. Das verleiht Macron neuen Schwung.

  • rtr
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