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Hebel für den ESM Euro-Länder wollen Rettungsschirm vergrößern

Die Euro-Länder wollen laut einem „Spiegel“-Bericht den Euro-Rettungsfonds ESM auf über zwei Billionen Euro hebeln. So könnten im Ernstfall auch Spanien und Italien gerettet werden. Finnland legte aber sein Veto ein.
23.09.2012 - 11:27 Uhr 80 Kommentare
Die Euro-Länder wollen den Euro-Rettungsschirm ESM hebeln. Quelle: dpa

Die Euro-Länder wollen den Euro-Rettungsschirm ESM hebeln.

(Foto: dpa)

Berlin Die Euro-Länder wollen einem Magazinbericht zufolge die Schlagkraft des Euro-Rettungsfonds ESM über eine Hebelung vervierfachen. Statt der bisher vorgesehenen 500 Milliarden Euro sollten im Ernstfall so über zwei Billionen Euro verfügbar sein, um auch große Länder wie Spanien und Italien retten zu können, berichtet „Der Spiegel“.

Vorbild für die Hebelung der Hilfsgelder seien zwei Instrumente beim ESM-Vorläufer EFSF. Mit diesen könne der Rettungsfonds mit öffentlichen Geldern nur die besonders riskanten Teile beispielsweise einer spanischen Anleiheemission übernehmen. Der Rest des Geldes soll demnach von privaten Kapitalgebern kommen, die dann nur eingeschränkt ins Risiko gehen müssten. Bei Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble seien die Pläne auf Wohlwollen gestoßen, berichtet der „Spiegel“.

Finnland verhinderte dem Bericht zufolge allerdings eine schnelle Verabschiedung in der Euro-Gruppe. Die Regierung in Helsinki sehe in den Plänen einen massiven Eingriff in den ESM-Vertrag und wolle deswegen ein Zustimmung des Parlaments. Wegen des Widerstands finde sich die Hebelung nicht in den Richtlinien für den ESM-Vertrag, über den der Haushaltsausschuss des Bundestags in dieser Woche beraten will. Das solle nachgeholt werden, wenn der ESM schon existiert.

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    • rtr
    Startseite
    80 Kommentare zu "Hebel für den ESM: Euro-Länder wollen Rettungsschirm vergrößern"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Naja, so ein Krieg kostet - allein die US-Flotte im Golf von Oman kostet täglich 700 Millionen USD. Mit den anderen US und NATO-Verbänden entsteht täglich etwa zwei Milliarden USD an Unterhaltskosten. Das müssen alle NATO-Mitglieder aufbringen - auch Griechenland.

      Jetzt sollte jedem Klar sein, welchem Zweck der ESM dient und warum keine Rechenschaft erfolgt.



    • @Rechner
      Schwache Replik.
      Abwarten, mein Lieber, einfach abwarten.

    • Völlig bescheuerte Taschenspielertricks jenseits der wirtschaftlichen Realität.

      Wohlstand kommt nicht aus Rettungsschirmen und wird von diesen auch nicht beschützt.

      Ich schließe mich Karstenberwanger & Numismathiker an:

      INHAFTIERT die schwerkriminelle politische Führung Deutschlands!

    • Wie weit ist es nur gekommen, dass dieser 2-Billionen-Hebel nur noch als Randbemerkung im Handelsblatt erscheint?

      Das Deutschlands Risiken steigen, ist - nebenbei angemerkt - überall nachzulesen im Kapitel "Hebelung des EFSF 2011".

      Schäuble bleibt bei seinen Halbwahrheiten und dazu gehört leider auch, dass die Hebelung des EFSF zu einem ziemlichen Flopp geworden ist - viele Anleihen blieben bei den Auktionen liegen, die Bonds wurden zurückgezogen.

      Folge war, dass der EFSF durch "Cash" aufgestockt werden musste (... auf nichts anderes läuft es beim ESM hinaus...) und schließlich von Ablösung des gesamten EFSF durch den ESM nicht mehr die Rede war, sondern von "Parallel-Betrieb".

      Erschreckend auch, dass Schäuble dieses Beschlüsse "nebenbei" gemeinsam mit Rettungspaketen für Zypern und spanische Banken durchzuwinken gedenkt, während in Deutschland eine erbärmliche Renten- und Armutsdebatte unter der Rubrik "Renten nicht finanzierbar - Armut nicht existent" geführt wird. Vogelstrauß-Politik zu Hause, Fass-ohne-Boden-Politik für Südeuropa - Wahnsinnige regieren unsere Republik.

      Das Traurige ist, dass man als Deutscher mittlerweile das feste Gefühl hat, einen griechischen Finanzminister zu haben. Schäuble und Merkel geben "all in", um ihren griechischen Irrweg nicht eingestehen zu müssen - von Vertrauen kann keine Rede mehr sein - eher von Starrsinn und Züge alternder Diktatoren.

    • LOL
      Die Presse bekommt die K-Frage nicht beantwortet, also suchen wir uns was anderes zum spekulieren. Vor allem am WE ist wohl nicht so viel los, also machen wir mal was los.

      Wer sind denn die Euro-Länder? Mein Deutschlehrer hätte mich für so einen manipulativen Aufsatz "geohrfeigt". Heute kann man damit glänzen, wohl mehr ein Zeichen für den allgemeinen Verfall in der Bildung.

    • Das war doch klar das der gehebelt wird und es ist völlig egal was im Vertrag steht, der wird von der Politikerkaste sowieso ignoriert und sie machen was sie wollen.
      Alles zum Wohle des Volkes äh, des Großkapitals unter Führung von Goldman Sachs.

    • Leverage
      ========
      "Bei Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (aka "Piniccio") seien die Pläne auf Wohlwollen gestoßen, berichtet der „Spiegel“."
      Seine Nase ist um weitere 10cm gewachsen.

      Die finnen haben, im Gegensatz zu uns noch richtige Politiker, welche sich um ihr Volk kümmern.
      Wir haben nur noch "Rettungseuropäer", denen der Wille des Volkes am Ar..h vorbei geht!

      "Ohnehin plädierte Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) vorvergangene Woche beim Treffen mit seinen Amtskollegen auf Zypern dafür, die Entscheidungen für Transferleistungen an notleidende Euro-Staaten im Paket durchs Parlament zu bringen - wenn möglicherweise auch über Hilfen für Spanien, Zypern und Slowenien abgestimmt werden muss."

      Und dafür soll der ESM gehebelt werden. Die Tinte ist auf dem Vertrag noch nicht trocken, und schon wieder wird er gebrochen.

      "Unterdessen wollen die Euroländer einem Magazinbericht zufolge die Schlagkraft des Euro-Rettungsfonds ESM vervierfachen. Statt der bisher vorgesehenen 500 Milliarden Euro sollten im Ernstfall über eine Hebelung mehr als zwei Billionen Euro verfügbar sein, um auch große Länder wie Spanien und Italien retten zu können."

      Leverage nennt man das, was unsere Rettungseuropäer hier vorhaben. Und natürlich ist der (noch) Steuerzahler wieder der Dumme.
      Seit seiner Einführung liegt der Euro auf der Intensiv-Station und mußte laufend "gerettet" werden.
      Aber unsere Eurokraten (Rettungseuropäer) behaupten immer noch, der (T)Euro sei die stabilste Währung der Welt und eine "Erfolgsstory"! (Wie auch Wowereit über den BBI).

    • Das ganze ist eine Spiegelente.

      Lächerlich.

    • [email protected]

      Respekt, literarische Ableitung des Mangels nach dem Ort...;-)

    • Eine Theorie was mit unseren Politikern ist hatt Jürgen Elsässer in seinem Oktober Editorial.
      Schlechte Zukunftsaussichten sieht Prof. Schachtschneider in seinem Statment vom 22.09.:(googeln)
      Schchtschneider über Europa, ESM und mögliche Entwicklungen

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