Heftige Gefechte Syrischer Militäreinsatz entsetzt den Westen

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Eindeutige internationale Reaktionen

Die internationalen Reaktionen sind entsprechend eindeutig: Die USA haben das brutale Vorgehen gegen Regimegegner in Syrien angeprangert. Zugleich forderten sie am Samstagabend Präsident Assad auf, dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) „sofortigen und ungehinderten Zugang“ zu Kampfgebieten in Nordsyrien zu gewähren, um Verletzten, Gefangenen und Flüchtlingen helfen zu können. Das Vorgehen der syrischen Regierung habe eine humanitäre Krise verursacht, hieß es in einer Erklärung des Weißen Hauses. Die Gewalt müsse eingestellt werden.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle forderte vom syrischen Regime ein Ende des Armee-Einsatzes. „Ich verurteile das Vorgehen der syrischen Führung im Norden des Landes. Durch die Gewalt und den Einsatz schwerer Waffen droht eine humanitäre Krise“, erklärte der Minister am Sonntag.

Die gefährliche Situation mache eine klare Reaktion des UN-Sicherheitsrates um so dringlicher. „Unsere politischen und diplomatischen Anstrengungen bleiben darauf gerichtet, dass die von uns mit eingebrachte Resolution so schnell wie möglich verabschiedet wird“, hieß es in der vom Auswärtigen Amt verbreiteten Mitteilung.

In der Nacht zum Montag hieß es, UN-Generalsekretär Ban Ki Moon habe den syrischen Präsidenten Baschar Assad zu einem Ende der Gewalt gegen Demonstranten aufgefordert. Er habe mehrfach mit Assad gesprochen und ihn aufgefordert, auf die Menschen zu hören und den Willen des Volkes zu respektieren, sagte Ban während eines Besuchs in Kolumbien. „Ich bin tief besorgt und traurig, dass so viele Menschen bei friedlichen Demonstrationen getötet wurden“, erklärte Ban. Er habe Assad aufgefordert, ein UN-Team einreisen zu lassen, um den Menschen zu helfen.

Ägypten erklärte unterdessen, es wolle einen von der Europäischen Union angestrebten Beschluss des Weltsicherheitsrates gegen das syrische Regime abwenden. Kairo arbeite „hinter den Kulissen“ daran, um stattdessen in Damaskus zu erwirken, dass es einem Besuch durch einen „westlichen“ Sondergesandten zustimmt, sagte der ägyptische Außenminister Nabil al-Arabi am Sonntag der arabischen Tageszeitung „Al-Hayat“.

Unterdessen steigt die Zahl der syrischen Flüchtlinge, die sich ins Nachbarland Türkei retten. Rund 5000 Bewohner sind bislang über die nahe Grenze geflohen. Am Sonntag kamen weitere Menschen über die Grenze, um Angriffen der Truppen des Machthabers Baschar al-Assad zu entkommen, wie die türkische Nachrichtenagentur Anadolu berichtete.

Sie werden in Zeltstädten des Türkischen Roten Halbmondes untergebracht. Die türkische Regierung hat mehrfach versichert, dass sie die Grenze zu Syrien nicht schließen wird.

  • dpa
  • dapd
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3 Kommentare zu "Heftige Gefechte: Syrischer Militäreinsatz entsetzt den Westen"

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  • manchmal scheint auch denken nicht zu helfen - wenn man vorher nichts gesehen hat zum Beispiel, oder immer Dasselbe liest... Nicht wahr, Graf Eichstädt...?

  • Oh mein Gott, da spricht der wahre Kenner. Warum sollte das Assad-Regime auf die Unterstützung des israelischen Geheimdienstes angewiesen sein? Bitte erläutern sie das genauer und bitte auch in welcher Form diese Unterstützung ausfallen soll.
    Ich finde es unglaublich egal was passiert und egal von wem man findet immer wieder zu den Juden und damit zum Antisemitismus.
    Und was ich noch unglaublicher finde, ist wie wenig manche Menschen in der Lage sind hintergründig zu reflektieren! Es ist wohlkaum wahrscheinlich das die israelische Regierung, ein Teil des israelischen Staatsapparat oder sonst eine israelische oder jüdische Organisation ein Regime unterstützt das, das Existenzrecht Israels aberkennt und verschiedene Terrororganisationen, wie z.B. die Hisbollah mit Geld, Waffen und weiterem unterstützt.
    Ich hoffe das ich ihnen, hiermit ein wenig geholfen habe aus ihrer etwas beschränkten Weltanschauung herauszukommen. Erst denken dann schreiben!

    MfG Graf Eichstädt

  • Der Mossad ist die größte und gefährlichste Terror-Organisation der Welt. Ohne die Unterstützung Israels wäre das Assad-Regime schon längst Geschichte.

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