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Helikopterabsturz 31 US-Soldaten in Afghanistan getötet

In Afghanistan sind bei einem Helikopterunfall 31 US-Soldaten ums Leben gekommen. Der Hubschrauber stürzte ab, als er nach einem Gefecht mit Kämpfern der Taliban vom Dach eines Hauses aus starten wollte.
Update: 06.08.2011 - 18:04 Uhr 8 Kommentare
Ein Chinook-Helikopter wurde in Afghanistan von der Taliban abgeschossen. Quelle: dapd

Ein Chinook-Helikopter wurde in Afghanistan von der Taliban abgeschossen.

(Foto: dapd)

KabulSchwarzer Tag für die amerikanischen Truppen in Afghanistan: Beim Absturz eines Hubschraubers im Osten des Landes kamen 31 Soldaten einer US-Spezialeinheit ums Leben. Auch sieben afghanische Soldaten an Bord seien bei dem Vorfall in der Nacht zum Samstag getötet worden, sagte Präsident Hamid Karsai in Kabul. 

Die radikal-islamischen Taliban erklärten, sie hätten den Hubschrauber der internationalen Schutztruppe Isaf abgeschossen. Die „New York Times“ zitierte in ihrer Onlineausgabe einen nicht näher benannten Isaf-Vertreter, wonach eine Granate den Helikopter traf. Die NATO-geführte Schutztruppe bestätigte das nicht und teilte mit, sie untersuche die Umstände des Vorfalls. 

Bei dem Absturz handelt es sich Medienberichten zufolge um den höchsten Einzelverlust an Menschenleben, den die Schutztruppe in dem zehn Jahre währenden Afghanistaneinsatz zu beklagen hat. Karsai übermittelte US-Präsident Barack Obama und den Familien der Opfer sein „tiefstes Beileid“. 

Auch Obama trauerte um die toten Soldaten. Seine Gedanken und Gebete seien bei den Familien und Angehörigen, erklärte er in Washington. Er sprach von „außergewöhnlichen Opfern“ der Soldaten in Afghanistan. Sie dienten an der Front, „damit wir in Freiheit und Frieden leben können“. Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen bedauerte den Verlust so vieler Menschenleben und versicherte, die Nato stehe Seite an Seite mit dem amerikanischen und afghanischen Volk. 

Ein Isaf-Sprecher erklärte, in dem Absturzgebiet in der nahe Kabul gelegenen Provinz Wardak habe es „feindliche Aktivitäten“ gegeben. Bergungsteams waren im Einsatz. Weitere Einzelheiten nannte er zunächst nicht. 

Nach Angaben von Provinzgouverneur Mohammed Haleem Fedai lief in der Region Wardak ein Einsatz afghanischer und verbündeter Truppen gegen die Taliban, bei dem acht Rebellen getötet worden seien. 

Derzeit sind in Afghanistan 140.000 Nato-Soldaten im Einsatz, darunter 100.000 aus den USA. Die Mehrheit wird bis Ende 2014 abgezogen. Obama hatte angekündigt, bis zum Sommer 2012 bereits 33.000 US-Soldaten heimzuholen. Nach Angaben des Pentagon wurden bislang etwa 1600 US-Soldaten in Afghanistan getötet. 

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8 Kommentare zu "Helikopterabsturz: 31 US-Soldaten in Afghanistan getötet"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Die Mudshahedine (heute nennt man sie verächtlich Taliban) haben schon die Russen kräftig in den Allerwertesten getreten. Ich habe jedenfalls großen Respekt vor diesen Männern, die mit primitivsten Waffen gegen eine hochtechnisierte Killerarmee kämpfen - und diese in die Knie zwingen. Fakt ist, dass dieser Kreuzzug die USA bereits finanziell ruiniert hat. Wenn das afgahnische Volk eine mittelalterliche Form des Islam praktizieren will, dann soll man sie doch einfach lassen. Die dortigen Bauern sollen weiterhin Mohn für den Export anbauen - so wie sie es schon seit Jahhunderten dort machen, weil dort kaum etwas anderes wächst.
    Oder geht es den USA doch um die gigantischen Bodenschätze, den wahscheinlich größten unerschlossenen Vorkommen an Seltenen Erden?

  • Diese (alten) Hubschrauber sind nicht gepanzert. Die können durch ein MG abgeschossen werden (wenn sie noch nicht hoch genug sind). Der Schütze brauch Glück, aber wenn er die richtigen Stellen trifft, dann wird das Ding unkontrolliertbar und stürzt ab.

  • eben, so ein klotz faellt nicht aus 10 oder 15 Metern hoehe wie ein Stein - offenslichtlich sind die Taliban so stark, dass sie eineso grosse Gruppe Marines oder ranger oder Special Forces auch am Boden niedermetzeln koennen - das sagt Alles ueber die Aussichten auf eine politische Loesung. Ausser Spesen (und toten) nichts hewesen, in 10 Jahren Befreiugskrieg.

  • Muss meinen Vorrednern recht geben. Sinnlose Verluste an Material und Menschen - dies hätte alles nicht sein müssen.
    Der Chinook ist übrigens ja ein relativ dankbares Ziel für Panzerfaustschützen, da er trotz guter Flugeigenschaften bei Start und Landung sehr schwerfällig ist und aufgrund seiner großen Silhouette, die einem Bus ähnelt, ein recht gutes Ziel bietet.
    So gesehen dürfte sich mit weiterem Training die Abschussquote weiter steigern lassen.
    Ich wenigen Jahren werden die Amerikaner genau wie nach dem Vietnam-Krieg ein weiteres Trauma zu verarbeiten haben.
    Nur, dass Amerika dann am Boden liegen wird, ein bankrotter, sterbender Gigant auf tönernen Füßen, der seinen Wohlstand und seine junge Generation in sinnlosen Kriegen u.a. auf dem Altar der Interessen der Finanz- und Rüstungslobby geopfert hat...

  • Am Ende verlorener Kriege nehmen die Verluste zu. Die Chose ist gelaufen, sie entsprang kranken Hirnen, für deren undbeschreibliche Dummheit tausende bluten und büßen mussten. Es ist vorbei und es wird Zeit, dementsprechend zu handeln.

  • Abgeschossen, kann woanders gelesen werden. Hoffentlich hilft dieser Verlust mit, den Abzug der Besatzer zu beschleunigen.

  • Und Tschüß!

  • abgestuerzt vom Dach, also aus geringer Hoehe - und trotzdem alle tot ? Also ein Unfall, nicht einmal das Wort gefallen traut man sich mehr auszusprechen.

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